Freitag, 12. Oktober 2018

Erste Ilex-Zweige (oder "Der Herbstkönig")


>> Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da, er bringt uns Wind, hei hussassa! Schüttelt ab die Blätter, bringt uns Regenwetter Sonnenwetter. Heia hussassa, der Herbst ist da! << Und? Wer von Euch hatte direkt die Melodie in den Ohren? Ich bekomme die Melodie jedenfalls nicht mehr aus dem Kopf. Mein Sohnemann und ich trällern momentan bei jeder Gelegenheit ein kleines Herbstlied. Wir feiern regelrecht diesen überaus sonnenwarmen Herbst (obwohl uns die vertrockneten Waldbestände doch sehr nachdenklich stimmen). Bei ausgiebigen Waldspaziergängen im goldenen Oktoberlicht sammeln wir ein was die Natur für uns bereithält. Lilafarbene Eicheln, blankgeputzte Kastanien, nussige Bucheckern und Blätter in allen Herbstfarben. Bei unserem letzten Spaziergang haben wir sogar schon erste Ilex-Zweige mit ihren hübschen roten Früchten gefunden. Sie lagen fast perfekt gekürzt direkt am Waldesrand, denn der ortsansässige Bauer hatte gerade seinen Feldweg frei geschnitten. Natürlich konnten wir nicht widerstehen ein paar Zweige mit nach Hause zu nehmen und nun stehen sie dekorativ auf unserem alten Holztisch im sonnigen Hof, der am Nachmittag immer wieder zum familiären Treffpunkt wird. Während mein Göttergatte und ich unseren Tee oder Kaffee schlürfen, wirft unser Großer für unsere Hündin Julie den Ball und unser Sohnemann bastelt aus seinen Fundstücken die schönsten Dinge. Apfelmännchen, Kastanienmännchen oder wie an diesem wunderbaren Nachmittag eine Herbstkrone aus bunten Blättern. Dabei plaudern wir über Gott und die Welt oder mein Sohnemann und ich erdenken uns die wildesten Geschichten. Bei der letzten Geschichte ging es um einen heldenhaften Herbstkönig, aber das konntet Ihr Euch sicherlich schon denken, nicht wahr?!

Ich wünsche Euch von Herzen ein goldenes Oktoberwochenende!
Herzlichst, Nicole


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Mittwoch, 10. Oktober 2018

Schnelles Pilzpfännchen


Die herbstlichen Sonnenstrahlen verzaubern den Wald in ein wahres Märchenland. Die Bäume haben ihre herrliche Herbstfärbung angenommen und bei jedem Schritt rascheln die bereits gefallenen Blätter. Eichhörnchen hüpfen von Baum zu Baum. Emsig darauf bedacht ihren Wintervorrat zu verstecken. Zügig schreiten mein Göttergatte und ich aus, bis mir auch nur in Strickjacke angenehm warm wird. Noch ist es nicht kalt genug um zu Wintersachen zu greifen. Unsere Hündin Julie läuft, immer mit der Nase knapp über dem Boden, neben uns her. Nur dann und wann bleibt sie stehen und richtet sich auf. Ihre Nase bebt dann in gespannter Erwartung. Es riecht nach feuchter Erde, würzigen Eicheln und gefallenen Blättern. Eben nach Wild. Es würde uns nicht wundern, wenn plötzlich ein Reh erschrocken aus dem Unterholz hervorbricht. Der Wind wird kälter und die Sonne verschwindet langsam hinter den altehrwürdigen Bäumen, nun aber ab nach Hause. Auf uns warten frisch geerntete Steinchampignons. Wir wollen sie gleich mit Pfeffer und Salz in der Pfanne rösten. Zwei Scheiben Bauchfleisch habe ich schon heute Morgen gewürfelt, genau wie die dicke Zwiebel. Schnell lasse ich einen Klecks Butter bräunen und werfe zuerst das Fleisch in die Pfanne, die Zwiebeln folgen und dann kommen die Pilze hinzu. Das Ganze wird ordentlich mit Pfeffer und Salz gewürzt und eine Handvoll Petersilie schenkt der schnellen Pilzpfanne noch einen Hauch von Frische. In der Zwischenzeit hat mein Göttergatte den alten Holztisch im Hof gedeckt. Nur für uns beide, denn heute sind die Jungs mit Freunden unterwegs. 

Freitag, 5. Oktober 2018

Herbstgefühl


Guten Abend, meine Lieben! Wie schön, dass Ihr auch noch so spät am Tag her gefunden habt. War das nicht ein toller Tag heute? Ich musste direkt die Sonne, die auf unseren alten Esstisch zu tanzen schien, einfangen. Sieht der schlichte Herbststrauß aus unserem Garten nicht wunderbar aus? Efeu, Multiflora und die schon fast obligatorischen Hortensien.. hachz! Wie war denn Eure Woche? Meine Woche war irgendwie durcheinander. Mein Göttergatte hatte sich für Montag und Dienstag freigenommen, mein Großer hatte am Dienstag schulfrei, nur mein Jüngster und ich mussten zwischen dem Wochenende und dem Feiertag aus dem Haus. Ich glaube das hat uns beide einbissel schmollen lassen. Dabei hatte mein Göttergatte am Dienstag, es war unser Hochzeitstag, eine ganz liebe Überraschung für mich. Ein romantischer Abend zu zweit bei Kerzenschein in einer schummrigen Ecke seiner Lieblingswirtschaft. Leider war ich ziemlich geschafft an diesem Abend, so richtig genesen von meiner schlimmen Erkältung bin ich nämlich immer noch nicht. Nach einem kleinen hübschen Snack wollte ich schon wieder nach Hause. Am Feiertag haben sich dann unsere Jungs um unsere Viecherl gekümmert und mein Göttergatte und ich haben uns den Herbstmarkt auf Schloss Rheydt angeschaut. Zum ersten Mal in diesem Herbst hatte ich meine kniehohen Lederstiefel zum feinen Tweed-Kleid an (allerdings war es am Mittwoch auch noch wesentlich kühler als heute). Für mich ein echtes Herbstgefühl. Kennt Ihr das? Habt Ihr auch ein Lieblingsoutfit je nach Jahreszeit?

Euch einen ganz lieben Gruß
und ein goldenes Oktoberwochenende.
Herzlichst, Nicole




Donnerstag, 4. Oktober 2018

Ein herber Duft


Die Sonne strahlt hell vom blauen Herbsthimmel herab, doch ihre Strahlen schaffen es kaum durch das noch üppige Blätterdach der uralten Kastanienbäume zu dringen. Immer wieder muss ich mich bücken, um die schönsten Maronen aufzuheben. Ich kann gar nicht glauben, dass es hier so eine Fülle gibt. Schon weitem ist das Blöken der Jakob-Schafe, eine alte Rasse, die schon vom Aussterben bedroht war, zu hören. Sie stehen auf einer Weide ganz am Ende der alten Allee. Kleine Lichtpunkte tanzen auf dem festgetretenden Feldweg und der Wind rauscht in den alten Bäumen. Immer wieder schaue ich aufmerksam nach oben, möchte ich doch keine stachelige Kastanie auf den Kopf bekommen. Julie, unsere hübsche Hündin, ist direkt an meiner Seite. Heute wird sie von mir keine Erlaubnis bekommen durch die Gegend zu streifen, auch wenn ich mir so gut wie sicher bin, dass sie den Schafen nichts tun würde. Als ich endlich bei den hübschen Schafen ankomme, sind meine Jackentaschen prall gefüllt. Ach, was freue ich mich schon drauf heute Abend mit der Familie die Maronen zu rösten. Ich bleibe stehe und halte wie unsere Hündin, meine Nase in den Wind. Ein erdige Geruch liegt in der Luft - es riecht nach Laub, Pilzen und Schafen. Ein herber Duft will mir scheinen, doch mir zaubert er ein Lächeln ins Gesicht.

Dienstag, 2. Oktober 2018

Moosgrüne Yoyo-Brosche


Manchmal dauern Überraschungen länger. Erst recht dann, wenn es um eine herbstliche Brosche aus dicker Schurwolle und wärmenden Tweed geht und der Sommer noch einmal mit voller Macht zurückkehrt. Schon lange hatte ich vor, der lieben Frau Nima eine Yoyo-Brosche zu werkeln. Doch kaum hatte sich der Wunsch in mir manifestiert, kletterten die Temperaturen noch einmal so hoch, dass ich mir die Wolle in den Händen kleben blieb. Doch nun ist der Herbst mit all' seiner Schönheit da und auch die Temperaturen fühlen sich äußert gut an. Für mich als absolutes Herbstkind eine große Freude. Nun bleibt mir nur zu hoffen, dass ich auch Nima eine solche bereitet habe. Ihr möchtet Euch auch so eine feine Yoyo-Brosche machen? Dann habe ich hier eine kleine Anleitung für Euch. Viel Spaß dabei!


Material:
  • Tweed-Stoff Oliver, ecru/schwarz
  • kleiner Rest Baumwollstoff, schwarz mit weißen Sternchen
  • Schurwolle, moosgrün
  • eine Anstecknadel zum Annähen

Anleitung:

Zuerst habe ich nach >dieser< YouTube-Anleitung eine große Blume gehäkelt und einen runden Stoff-Flecken aus dem Tweed-Stoff ausgeschnitten. Dann habe ich den Knopfrohling mit dem Sternchen-Stoff bezogen und alles zusammengenäht. Zum Schluss habe ich eine Anstecknadel, an die Brosche genäht. Fertig ist das edle Schmuckstück.