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Donnerstag, 8. Mai 2014

Beinwell



Wie machen eine kleine Exkursion durch den wunderbaren Naturgarten meiner Freundin. "Du kennst dich auch mit Wildkräutern aus!", meine Freundin grinst mich an und zeigt auf ein paar haarige Pflanzenblätter (damals waren noch keine Blüten zu sehen), "Weißt du was das ist?!". "Beinwell.", sage ich ohne zu zögern, "Aber ganz sicher bin ich mir erst, wenn ich die Blüten sehen kann.". Jetzt hat das haarige Kraut endlich Blüten und ja ich bin mir sicher, es ist Beinwell.

Beinwell ist eine Staudenpflanze, die bis zu 100 cm hoch werden kann. Die Wurzeln des Beinwells reichen tief ins Erdreich, so dass sich diese Pflanze nur schwer ausrotten lässt. Die Blätter sind breit und lanzettenförmig und laufen am Stängel herab. An der Unterseite sind sie filzig und kratzig. Junge Blätter kann man leicht mit dem Fingerhut verwechseln. Der Stiel ist rund und behaart. Die Blüten sind rosa, violett bis weiß und hängen glockig in Traubenform herab. Beinwell kommt in ganz Europa vor. Vor allem in feuchten Wiesen, Gräben, Bachufer, Gebüsche und Auen- und Bruchwälder ist er zu finden. Aber auch an Autobahnauffahrten steht er gerne. Früher wurde Beinwell als Umschlag bei Eiterwunden und offenen Beinen verwendet, desweiteren bei schwachen Gliedern, Sehnenscheidenentzündung und Blutergüssen. So wird Beinwell heute noch bei Quetschungen als Salbe verwendet. Genau wie bei Rückenschmerzen, wie uns heute eine bekannte Werbung verrät. Innerlich jedoch sollte die Wurzel nicht verwendet werden, da in ihr Pyrrolizidin vorhanden ist. Die Blätter des Beinwells finden als Tee bei Husten, Fieber oder Nasenbluten Verwendung. Angeblich sollen die Blätter des Beinwells auch kulinarisch wohlschmeckend sein. Ihr Geschmack erinnert an Gurke?!

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