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Dienstag, 16. Juli 2013

Stille im Garten

Mir ist aufgefallen, dass ich schon oft geschrieben habe: "Still ist es im Garten.." Welch' trügliche Formulierung! Stille im Garten - nein, die gibt es nicht. Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit, im Garten ist immer etwas zu hören. Morgens schon ganz in der Frühe singt die Drossel ihr erstes Lied, und der Hahn von nebenan steigt ein. Nacheinander wachen all' die anderen Vögel auf: das Rotkehlchen, die Amsel, der Zaunkönig, die Meise und die Finken. Und sie alle begrüßen den Tag mit ihrem Lied. So geht es dann den ganzen Tag, immer wieder ist ein Zwitschern zu hören. Unsere Hühner hört man so gegen 05:30 Uhr das erste Mal. Was ist noch zu hören? Bienen und Hummeln summen, sobald die Sonne warm genug scheint. Und auch das Brummen und Zirpen anderer Insekten ist zu hören. Wenn es windig ist, rauschen die alten Nadelbäume und die junge Birke säuselt im Wind. Man hört Hunde bellen, Mäuse piepen und Kaninchen klopfen. Im Laufe des Tages kommen noch alltägliche Geräusche hinzu: Nachbarn unterhalten sich, hier und da hört man einen Rasenmäher, oder eine Motorsäge. Kinderstimmen aus den anderen Gärten schwappen rüber und man hört, wenn auch in der Ferne, Autos vorüberfahren. Wenn es dann dunkel wird, nehmen die Geräusche ab. Die Fledermäuse fliegen, für uns lautlos, über den Garten. Überall raschelt es, der Tag geht zu Ende und die Nacht beginnt. Jetzt hört man den Igel laut schnaufen und schmatzen, Katzen streiten sich und Nachtvögel schreien hier und da mal kurz auf. Nein, im Garten ist es niemals still, man muss nur genau hinhören!

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