Freitag, 5. Juli 2013

Geschrei im Hühnerstall

"Tschüß, Mama!", ertönt es gleich zweimal und ich rufe beiden Kindern hinterher: "Tschüß, und einen schönen Tag euch beiden!" Ich bin die ganze Zeit schon unruhig, denn schon von der Haustür aus, kann ich meine Hühner hören. Schnell flitze ich zum Hühnerstall, aber von weitem sehe ich schon Hanni, Nanni und Fridolin, wie sie lautstark vor dem Törchen auf und ab tigern. "Macht ihr hier so ein Geschrei?!", frage ich sie genervt, nicht das ich eine Antwort erwarte. "Wo ist denn Berta?" Vorsichtig mache ich Törchen auf, und meine Hühner ergreifen die Flucht. Schnell, ab in den Garten. Behutsam mache ich die Eiablage auf. Klein-Berta sitzt auf einem Ei und brütet. Brütet ein Ei aus, das gar nicht befruchtet sein kann, denn Fridolin ist noch nicht "Hahn" genug. Erschrocken schaut sie mich an. Entschlossen hebe ich das Huhn auf und trage es zu den anderen Hühnern, die jetzt schon glückselig im Gebüsch scharren. Fazit: man (Huhn) muss wohl doch nur laut genug schreien, um seinen Willen durchzusetzen!

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