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Samstag, 20. Juli 2013

Spenden

"Guten Tag, wir sind vom Wanderzirkus.", eine hübsche, junge, dunkelhäutige Frau steht vor meiner Haustür, "Wir sammeln Spenden für unsere Tiere und für unsere Kinder." Ich schaue sie prüfend an. Dem letzten Mitarbeiter vom Wanderzirkus habe ich einfach zwei Kilo Futtermöhren in die Hände gedrückt, aber im Moment habe ich keine vorrätig. Es ist gar nicht so einfach "Nein!" zu sagen, denke ich. Aber irgendwie sagt mir mein Gefühl, hier stimmt was nicht. Ich murmle eine Entschuldigung und schließe die Tür. Doch es plagt mich mein schlechtes Gewissen, also greife ich nach meine Portmonnaie und  hole mein Kleingeld heraus. Ich eile zur Tür um mein Gewissen zu beruhigen. Ich gehe auf den Gehweg und schaue nach links und rechts. Doch vergebens, die junge Frau ist nirgendwo mehr zu sehen. "Egal! Das war eh nicht koscher!", versuche ich mir einzureden, aber mein schlechtes Gewissen bleibt.

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