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Montag, 21. Januar 2013

Schnee schöppen

Schnee schöppen. Tja, ob es wirklich so heißt, ist die Frage. Also, bei uns zu Hause  hieß es immer so. Nicht Schnee schippen, oder Schnee schieben, oder Schnee scheppen. Nein, Schnee schöppen. Obwohl wir eine Schneeschüppe dafür benutzen. Ich denke, es liegt wirklich an der jeweiligen Region. Aber egal, wie man es nennt, Schnee schöppen verbindet und trägt zum nachbarschaftlichem Gemeinwohl bei. Ich komme gerade zum Vorgarten hinaus, da ruft mein wortkarger, stoffeliger Nachbar von gegenüber mir schon zu: "Na, diesen Winter fordern die uns aber heraus!" "Wer auch immer die sind.", denke ich und antworte laut: "Stimmt, aber das sieht doch trotzdem wunderschön aus, mit dem ganzen Schnee!" Er nickt grummelnd. Zu meiner Rechten ist der Gehweg schon geräumt, mein "Hühner"-Nachbar muss schon mit den Selbigen aufgestanden sein. Aber noch ein Haus weiter schöppt der Jüngste der Familie (ca. 15 Jahre, sonst ignorierend). Er sieht mich und hebt die Hand zum Gruß. Fröhlich rufe ich: "Guten Morgen!" Er nickt. Wow, welch ein Austausch! Meine Nachbarin zur Linken kommt nun auch heraus, gemeinsam mit Hund. Der dann auch prompt in unseren, mit Hainbuche umfriedeten, Vorgarten pinkelt. Aber was soll's, ich bin ja tierlieb. Und die Jungs wissen: gelber Schnee wird nicht angefasst. Ruck-Zuck ist alles geräumt. Nun schnell rein, ehe die ganze "Straße" draußen ist, mehr nachbarschaftlichen Austausch schaffe ich heute nicht.

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