Sonntag, 4. Oktober 2026

September im Wipfelblick und Oktober op Platt


Heute mache ich wieder bei der "12tel Blick"-Fotaktion von Eva Fuchs mit. Wie Ihr vielleicht wisst, habe ich mir dafür den Blick aus dem Kinderzimmerfenster in unseren Garten ausgesucht. Zwar sieht man dort nur die Wipfel unserer altehrwürdigen Bäume, doch genau dieser Blick begleitet mich schon seit vielen Jahren. Für das Projekt habe ich mich übrigens für ein anderes Bildformat entschieden. Um den Garten in seiner ganzen Breite zu zeigen, gefällt mir das Querformat einfach besser.

Mein Septemberblick ist noch immer grün, doch die Baumkronen wirken inzwischen deutlich dunkler. Der Wilde Wein rahmt den Blick nach oben weiterhin mit seinen Blättern ein und lässt den Herbst hier noch kaum erahnen. Anders sieht es beim Ahorn aus. Seine Blätter fallen bereits, allerdings nicht in leuchtenden Herbstfarben. Sie lösen sich kraftlos und noch grün vom Baum. Auch die Tanne bleibt spärlich und erinnert daran, wie sehr die Trockenheit den Garten in diesem Jahr gefordert hat. Von goldenem oder rotem Herbstlaub ist dagegen noch kaum etwas zu sehen. Selbst Ende September hält sich das Grün hartnäckig und bei fast 29 Grad fühlt sich der Herbst noch ziemlich weit entfernt an. Mein Wipfelblick zeigt also weiterhin viel Grün, doch es ist ein Grün, das inzwischen deutlich von diesem außergewöhnlich trockenen Sommer erzählt.

Randnotiz September 2026: Auch der September blieb am Niederrhein viel zu trocken. Der Regen fehlte und der Rheinpegel in Duisburg-Ruhrort sank Ende des Monats erneut auf einen historischen Tiefstand. Gleichzeitig brachte uns der September noch einmal fast 30 Grad. Garten und Natur warten deshalb weiterhin sehnsüchtig auf Regen. Der Herbst darf gerne kommen, am liebsten mit ausgiebigem Landregen.


Oktober - Ein niederrheinischer Jahreszeiten-Begleiter




"Je fröüher dat Louw em Oktober fällt, je frochtbarer wet dat nöchste Johr."
Übersetzung: "Je früher das Laub im Oktober fällt, desto fruchtbarer wird das nächste Jahr."

Der Oktober bringt die ersten deutlichen Zeichen des Herbstes: Die Blätter färben sich und fallen von den Bäumen, während die Tage kürzer und die Nächte kühler werden. Die alte Wetterregel verbindet das fallende Laub mit der Hoffnung auf ein fruchtbares kommendes Jahr. Es ist die Zeit, in der die letzten Früchte geerntet, die Gärten auf den Winter vorbereitet und die Felder für die kommende Ruhezeit zurückgelassen werden. Gleichzeitig zeigt sich die Natur noch einmal in ihrer ganzen Farbenpracht, bevor das Gartenjahr langsam zur Ruhe kommt.

Donnerstag, 1. Oktober 2026

September im Vorgarten (oder "Plausch am Gartenzaun!")

Der September hat unseren Vorgarten in ein kleines spätsommerliches Gartenreich verwandelt. Noch ist alles üppig grün, doch dazwischen leuchten Gelb und Violett. Die hohen Sonnenblumen nicken im Wind und die Septemberastern setzen kräftige Farbtupfer. Am schönsten ist der Vorgarten für mich am Morgen. Dann fällt die Sonne hinein und lässt die Blüten leuchten. Die Sonnenblumen wirken fast golden und auch die violetten Astern kommen wunderbar zur Geltung. Später wird es schattiger und ruhiger, doch überall blüht und raschelt es weiter. Mittendrin liegt die kleine runde Kiesfläche mit unserer hohen Roststele und der Schale. Rostbraun und ein wenig verwittert passt sie wunderbar zwischen die üppige Bepflanzung. Während der Gartensaison darf in der Schale immer wieder etwas anderes wachsen. Wenn der Garten im Winter zur Ruhe kommt, kann darin stattdessen ein kleines Feuer brennen. Rund um die Kiesfläche darf unser Vorgarten einfach wachsen. Nichts ist akkurat, Stauden ragen über die Wege und Gräser bewegen sich im Wind. Genau das liebe ich. Zwischen altem Backstein, Rost, Blüten und ganz viel Grün entsteht nun, in seinem ersten Gartenjahr, eine ganz eigene Atmosphäre. Der September ist für mich eine wunderschöne Zwischenzeit. Der Sommer ist noch spürbar und gleichzeitig kündigt sich der Herbst schon ganz leise an. Morgens liegt manchmal ein Hauch Kühle in der Luft und das warme Licht lässt den Vorgarten noch einmal richtig strahlen. Bald bekommt auch die rostige Schale ihr kleines Herbstkleid. Das rosa Heidekraut steht schon bereit und ich bin gespannt, wie es zwischen Rost und den letzten Sommerblumen wirken wird. Ein paar Schritte vor die Haustür reichen und schon bin ich mittendrin in dieser kleinen Welt aus Blüten, Gräsern, altem Backstein und dem leisen Rascheln des Septembers.


Wer die ganze Historie sehen möchte, kann gerne >hier< klicken!


Plausch am Gartenzaun

Herzlich willkommen beim dreizenten "Plausch am Gartenzaun".  Ab Oktober treffen wir uns nicht mehr jeden Donnerstag, sondern immer am ersten Donnerstag im Monat  zu unserem Gartenplausch. Dafür bleibt die Linkparty dann einen ganzen Monat geöffnet und Ihr habt ganz in Ruhe Zeit, Eure Gartenmomente mit uns zu teilen. Ob Blüten, Tiere, Naturbeobachtungen, Selbstgemachtes oder einfach schöne Augenblicke draußen, alles, was das Herz ein bisschen grüner macht, ist herzlich willkommen. Macht es Euch gemütlich, schaut Euch um und entdeckt viele schöne Beiträge. Wenn Ihr mögt, verlinkt gern Euren passenden Blogbeitrag weiter unten. Ich freue mich sehr, dass unser Gartenplausch auch in dieser neuen Form weitergeht und bin gespannt auf viele schöne Gartengeschichten, die uns durch den Monat begleiten.




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