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Dienstag, 26. Juni 2018

Die Sache mit dem Plastik


Mit großen Augen sitzen mein Göttergatte und ich vor dem Fernseher und sehen uns die Plastikteppiche an, die in Größe ganzer Kontinente im Nordpazifik treiben. Aufmerksam hören wir zu und erfahren, dass das Dilemma schon hier bei uns am Rhein anfängt. Mikroplastik (das sind so winzig kleine Teilchen, dass sie in jeden Organismus eindringen können) ist sogar bereits in unserem Grundwasser zu finden und lässt sich von den Klärwerken nicht mehr herausfiltern. "Wir müssen etwas ändern!", sage ich laut zu meinem Göttergatten und meine es auch. Doch das wird kein leichtes Unterfangen. Denn wenn ich ehrlich bin, sehe ich bei uns im Haus immer noch überall Plastik und dass, wo wir doch schon seit Jahren unseren ökologischen Fussabdruck (bitte lesen!) verkleinern und Plastik vermeiden wollen. Im Badezimmer liegt meine Bio-Kosmetik, eingehüllt in Plastik. In der Küche das Vollwert-Müsli, welches ich im Bio-Laden kaufe, verpackt in Plastik. Das Bio-Gemüse vom konventionellen Supermarkt, verschweißt in Plastik. Die leckere fair gehandelte Bitter-Schokolade, verpackt in Plastik und zum krönenden Abschluss tritt man im Kinderzimmer zuweilen auf kleine Plastik-Bausteine. Mit ganz schlechtem Gewissen, ja fast schon heimlich, schleppen mein Göttergatte und ich mindestens einmal die Woche einen vollgestopften Müllsack voller Plastik zur gelben Tonne. So geht das nicht weiter - wir müssen umdenken! Und zwar sofort! Und Ihr? Wie groß ist Euer ökologischer Fußabdruck? Verzichtet Ihr auf Plastik?

Mittwoch, 22. November 2017

Dreizehn Fakten über mich und das Feuer


1. Ich liebe heimelige Feuerstellen. Ob drinnen im Boller-Ofen 
oder draußen ein Lagerfeuer - ganz egal!

2. Meine frühsten Kindheitserinnerungen haben mit bollernden Kohleöfen zu tun. (Daran hat mich übrigens Katala erinnert. Dankeschön dafür!)



3. Denn wenn wir baden wollten, musste zuerst das bitterkalte Badezimmer vorgewärmt und das Badewasser erhitzt werden. Ein Heißwasserboiler wurde dafür von meiner Mutter eingeheizt - mit Holz und Kohle. Zuerst durfte mein Vater baden (wobei er sich sowieso nach einem anstrengenden und vor allem dreckigen Arbeitstag untertage auch immer in der "Waschkaue" der Zeche wusch) und dann wir Kinder. Wann meine Mutti gebadet hat weiß ich gar nicht?! Tsss..! Wenn ich dann aus der Badewanne gehoben wurde, wurde ich direkt in ein großes Handtuch gehüllt und in die gute Stube getragen. Dort bollerte bereits unser Kachelofen. Geheizt wurde immer mit Kohle - schließlich arbeiteten alle Männer unserer Familie im Bergwerk.

4. Einmal hat meine Mutti mich mit zuviel Schwung vor den Ofen gestellt und ich habe mir dolle den Poppes verbrannt. Ich habe geheult wie ein Schlosshund - das könnt Ihr mir glauben.



5. Ich musste noch nie für ein wärmendes Feuerchen Holz hacken. Das erledigen immer meine "Männer" für mich. Mein Göttergatte ist da ein Könner, denn in immer gleichen Abständen kann man bei ihm das Beil auf die Holzstämme krachen hören. Manchmal kommt noch ein dumpfes Poltern hinzu, dann fliegt der Holzscheit weiter als geplant. Es ist für mich ein heimeliges Geräusch, denn es verspricht uns kuschelige Novemberabende. (Außerdem genieße ich seinen Anblick - da bin ich ganz Frau.)

6. Für das Einräumen der Holzscheite ist die ganze Familie zuständig, sogar unser Kleiner muss dann tatkräftig mit anpacken. Es ist für mich ein zufriedenes Gefühl das Brennholzregal draußen gut gefüllt zu wissen.

7. Besonders mein Großer macht hervorragende Feuerchen. Eben ein echter Pfadfinder - durch und durch. Er braucht mittlerweile noch nicht einmal ein Streichholz oder ein Feuerzeug dafür.

8. Ich hasse es den Kachelofen zu putzen. Dieses schwarze Geschmiere an der Ofen-Scheibe nervt mich total.


9. Mein Lieblingsgericht über dem Feuer gekocht ist Chili-Con-Carne. Es schmeckt mir erst richtig gut, wenn es schon eine ganze Zeit lang über dem Feuer gehangen hat. Am besten passt ein selbstgebackenes Landbrot dazu.

10. Auch BratäpfelBannocks oder Waffeln mit einer guten Tasse Kaffee schmecken wirklich gut. (Auch wenn der Kaffee immer viel zu stark ist.)

11. Jedes Jahr freue ich mich auf die Maronenzeit. Esskastanien über dem offenen Feuer zu rösten ist ein Genuss und ein Spaß für die ganze Familie.



12. Ich finde ein Lagerfeuer ist Romantik pur. Am schönsten finde ich, wenn man mit guten Freunden gemütlich um das Lagerfeuer sitzt und es leise gesungen wird. Wenn dann noch eine Gitarre mit am Start ist, kommen mir manchmal vor Rührung die Tränen.. ach, nee.. das ist ja immer der Rauch!

13. Gerade wenn es draußen wieder kälter wird und die Feuchtigkeit durch die Kleidung dringt, finde ich nichts einladender als in ein Heim mit einem bollernden Ofen oder mit einem offenen Kamin zu kommen. Es ist diese ganz besondere Wärme, die ein Zuhause noch heimeliger macht.


Verlinkt mit: "Feuer" von Astrid,



Liebe Astrid, vielen Dank für diesen schönen Anreiz. Einen Post für Deine Linkparty im November zu verfassen, hat mir besonders viel Freude gemacht, denn unser jährliches Herbstfest mit unseren Freunden ist aus familiären Gründen leider ausgefallen. Dank Dir konnte ich wenigstens in Erinnerungen schwelgen. Ganz herzliche Grüße, Nicole

Sonntag, 19. Februar 2017

Ein Blick ins Badezimmer


Wir haben keine Badewanne. Ich brauche auch keine. Ich bin ein Warmduscher. Aber das jeden Morgen, sonst bin ich nicht zu gebrauchen. So, oder so ähnlich habe ich schon des öfteren argumentiert, wenn es um unser Badezimmer ging. Doch in den letzten Wochen habe ich mich ein paar Mal dabei ertappt, wie ich mich seufzend nach einem heißen Wannenbad gesehnt habe. Ich habe dann an weiße Schaumberge gedacht, sanften Kerzenschein und an ein gutes Buch. Ganz alleine - nur für mich. In Gedanken habe ich mich wohlig in das wohltemperierte Wasser gleiten lassen und bei Bedarf einfach noch einmal den Wasserhahn aufgedreht. Hachz.. das wäre eine Wonne! Dabei mag ich unser Badezimmer sehr. Ich weiß noch ganz genau, wie wir es geplant haben und wie wir dabei doch über unser Budget hinausgeschossen sind. Es musste ja unbedingt italienischer Antik-Marmor sein und eine freihängende Regendusche (die ich noch nie benutzt habe, sondern ganz am Anfang nur einmal ausprobiert habe). Dann haben wir keine alten Eiche-Balken gefunden und der Schreiner musste extra für uns das Eiche-Holz räuchern. Ich kann Euch sagen, nach zig Wochen ohne Badezimmer war dann die Freude über das fertige Badezimmer groß. Die Entscheidung nur eine ebenerdige Dusche einzubauen haben damals mein Göttergatte und ich gemeinsam getroffen. Obwohl ich zugeben muss, dass ich die treibende Kraft war auf eine Badewanne zu verzichten... tssss! Ich Dummie.

Meine Sonntagsfreude = unserer Badezimmer


Verlinkt mit: Lotta's "Bunt ist die Welt" , "Sweet Home" von Doreen

Freitag, 25. März 2016

Ostern im Badezimmer


Guten Morgen, meine Lieben! Heute nehme ich Euch einfach mal mit ins Badezimmer. Ich fand es letztens bei Lotta so schön mal ins Badezimmer zu schauen, da dachte ich vielleicht gefällt Euch ja auch mal bei mir ein Badezimmer-Einblick. (Für die Aufnahmen habe ich übrigens extra unsere Zahnputzbecher mit den ollen Zahnbürsten und den verschiedenen Zahnpasten weggeräumt.. ähem!) In meiner Vase habe ich ein paar Weidenkätzchen-Zweige und zwei Perlhyazinthen, beides aus unserem Garten (Obwohl ich es eigentlich gar nicht mag unseren Garten zu plündern. Schon komisch, gelle?!). Das kleine Holz-Schaf habe ich von einem Stadtbummel in Kempen, einer wunderschönen kleinen niederrheinischen Stadt mit historischer Altstadt, mitgebracht und es kurzerhand unter unsere Käseglocke gestellt. Ist das nicht niedlich?! Die feinduftende Oster-Seife aus Schafsmilch ist aus unserem Lieblingsbiomarkt. Also, unser Badezimmer ist osterfrisch.. grins! Morgen muss ich nur noch den Hof gründlich reinigen, dann kann Ostern kommen! Und was habt Ihr noch alles vor Ostern zu erledigen?

Ich wünsche Euch einen friedvollen und besinnlichen Karfreitag! Herzlichst, Nicole


Verlinkt mit: *Friday-Flowerday* von Helga, *Floral Friday Fotos* by Nick, "Frühlingszeit im Bloggerland" von Lotta

Donnerstag, 12. November 2015

Warme Füße gefällig?


"Ich habe ganz kalte Füße, Mama!", mein Kleiner steht mit durchnässten Turnschuhen vor der Haustür. "Na, dann komm mal mit ins Bad. Ich lasse dir ein Fußbad ein!", lächle ich meinen Kleinen an. "Nee, das ist mir zu langweilig!", mein Kleiner schaut mich maulig an. "Ist es nicht!", erwidere ich entschieden, "Zieh schon mal deine Schuhe und Strümpfe aus und komm dann ins Bad.". Schnell laufe ich ins Bad um unseren Holzzuber zu füllen, doch nicht nur warmes Wasser kommt in den Zuber, sondern auch einige unserer gesammelten Kastanien. Denn die Kastanie ist durchblutungsfördernd und so werden kalte Füße schnell wieder warm, aber das ist nicht der Trick an meinem wärmenden Fußbad. Murrend kommt mein Kleiner ins Bad und schaut überrascht in den Zuber. "Meinst du, du schaffst es alle Kastanien mit den Füßen aus dem Bottich zu angeln?!", fragend grinse ich meinen Kleinen an. "Na, und ob!", mein Kleiner grinst zurück. Die Kastanienangelei beginnt: mein Kleiner probiert die verschiedensten Möglichkeiten aus, ob mit den Zehen und mit beiden Füßen. "So, alle Kastanien sind draußen!", verkündet er quietschvergnügt: "Und weißt du was, Mama? Meine Füße sind wieder schön warm. Das machen wir jetzt immer so!".

Verlinkt:
*Naturkinder* von Caro

Dienstag, 13. Oktober 2015

Kleinkariert (oder eine Katze macht was sie will)


Zufrieden sortiere ich die sauberen Handtücher in unseren Jutesack im Badezimmer ein. Wunderbar duftig, kuschelig und warm kommen sie gerade aus unserem Trockner. Das ist die letzte Hausarbeit für heute, dann kann ich endlich an der Yoyo-Brosche für Nadia weiterwerkeln. Summend verlasse ich das Badezimmer und setze mich an unseren Esstisch. Um mich herum herrscht kreatives Chaos. Angefangene Wollknäule liegen neben kleinen Stoffresten und meine alte Dose mit Omas Knöpfen steht griffbereit auf dem Tisch. Zuerst schneide ich aus dem kleinkarierten Stoff einen Kreis aus und arbeite mich dann nach dieser Anleitung vorwärts. Nun kommt noch eine kleine, weiße Häkelblume dazu und ein Herzchen-Knopf aus den 1980ern krönt die kleine Brosche. Bemerkenswert still ist es im Haus. Meine Jungs sind bei den Pfadfindern und unsere Hündin liegt ruhig neben mir. Draußen prasselt der Regen an den Fensterscheiben. Wo ist denn nur unsere kleine Katze? Suchend blicke ich mich um. Nein, auf dem Sofa liegt sie nicht und auch der alte Ohrensessel aus Korb steht einsam und verlassen da. Ihr ahnt es schon, wo ich findig werde, nicht wahr?! Unsere kleine Katzin Bremse hat es sich auf den frischen Handtüchern bequem gemacht. Wohlig schnurrend liegt das alte Schätzchen auf dem Stapel und genießt die duftige Wärme. 

verlinkt mit: