Donnerstag, 29. Januar 2026

12tel Blick - Januar / Ein Wipfelbild

Eigentlich war meine Idee für den 12tel Blick 2026 (eine Fotoaktion von Eva aka "verfuchstundzugenäht") in diesem Jahr schon ganz konkret, doch dann geschah etwas, das mich sofort umdenken ließ: am Montag, den 19. Januar 2026, konnte man hier bei uns am Niederrhein tatsächlich die Aurora borealis (das Nordlicht) sehen. Über unserem Waldgarten leuchteten grüne und rötliche Schlieren. Fast unwirklich schön, als hätte jemand mit einem magischen Pinsel über den Himmel gestrichen. Hachz.. ich bin hin und weg.. lach! Zwar ist mir kein perfektes Foto gelungen, aber ich mag diesen besonderen (Augen-)Blick aus unserem Kinderzimmerfenster trotzdem sehr. Denn das leicht verschwommene Licht spiegelt genau das Staunen und die Aufregung dieses Moments wieder.

Dass man die Polarlichter diesmal sogar hier im Westen Deutschlands sehen konnte, lag an einer besonders starken Sonnenaktivität. Bei sogenannten Sonneneruptionen schleudert die Sonne geladene Teilchen ins All, die, wenn sie auf das Erdmagnetfeld treffen, in den oberen Luftschichten zum Leuchten gebracht werden. Meist passiert das weit im Norden, doch wenn der Sonnensturm kräftig genug ist, erreichen diese Teilchen auch unsere Breiten. Dann verzaubern die Farben des Nordlichts für kurze Zeit sogar den Himmel über dem Niederrhein.

So wurde mein erster 12tel Blick in diesem Jahr unerwartet himmlisch.. lach! Ein magisches Zeichen dafür, dass man offen bleiben sollte für das, was die Natur einem schenkt. Ich bin gespannt, wie sich dieser Blick durchs Kinderzimmerfenster im Laufe des Jahres verändern wird und welche Himmelsbilder dabei entstehen. Seid Ihr auch neugierig?




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Freitag, 23. Januar 2026

Bunte Hyazinthen



Guten Morgen, meine Lieben! Wie schön, dass Ihr da seid! Ich habe schon das Hoftor knarren hören. Kaffee oder Tee? Was darf ich Euch anbieten? Mein Großer hat am Sonntag seinen 24. Geburtstag gefeiert: 13 große und kleine Freunde kamen, um ihn hochleben zu lassen. Das kleine Haus war pickepacke voll. Auch die liebe Oma kam zum Gratulieren und fühlte sich anscheinend pudelwohl inmitten der fröhlichen Bande. Mit dem Geburtstag meines Großen verschwindet auch das letzte Weihnachtsfunkeln in den Tiefen unseres Kellers und bunte Hyazinthen finden den Weg in unser Heim. Es ist schon fast zur Tradition geworden, dass der Geburtstagstrauß meines Großen aus fröhlichen Hyazinthen besteht. Ein kleiner Frühlingsgruß sozusagen, obwohl an Frühling noch gar nicht zu denken ist. Auch wenn heute die Temperaturen auf Plusgrade ansteigen sollen und ein graues Wochenende uns bevorsteht, soll nächste Woche der Winter zurück kommen. Aber so soll es auch sein und ehrlich gesagt, bin ich auch froh und dankbar, dass wir noch die Jahreszeiten genießen können. Habt Ihr gerade den verrückten Kater gesehen? Sobald er sein Lieblingsspielzeug in die Pfoten bekommt, geht hier die Post ab. Dann wirbelt sein wuscheliges Langhaarfell mit den tanzenden Staubteilchen im Sonnenschein um die Wette. Man könnte meinen, ihm scheint dabei die Sonne aus dem.. ähm.. Ihr wisst schon.. lach! So, nun muss ich aber los, mein Hundemädchen Julie wartet auch schon auf mich. Was habt Ihr denn heute Schönes vor? Erzählt doch mal.

Euch ein schönes Wochenende, meine Lieben.
Herzlichst, Nicole

Sonntag, 18. Januar 2026

24 ♥



 Happy Birthday, my son!

#ilovemyson #ilovebeeingamum #mysonshine #eldestson #24

Freitag, 16. Januar 2026

Hyazinthe an Fliegenpilz



Guten Morgen, meine Lieben. Wie schön, dass Ihr heute wieder hier seid. Habt Ihr Lust auf einen warmen Tee oder einen vollmundigen Kaffee? Meine Winter-Tassen stehen noch schon bereit. Auch wenn der Schnee der vergangenen Tagen bereits geschmolzen ist und die Temperaturen deutlich wieder im Plus sind, fühle ich mich noch ganz beseelt angesicht der traumhaft schönen Winterwelt. Eine geschlossene Schneedecke am linken Niederrhein - wer hätte das gedacht? Meine Schneesehnsucht ist auf jeden Fall für diesen Winter befriedigt.. lach! Erinnert Ihr Euch noch an die kleine Weihnachtsgans, die mir mein Göttergatte unter anderem geschenkt hat? Sie steht immer noch auf dem Weichholzbuffet, direkt neben meinen selbstgefilzten Fliegenpilze im Schatten einer weißen Hyazinthe. Sehen die Fliegenpilze nicht zuckersüß aus? Ich habe zuerst die Pilze trockengefilzt und sie dann jeweils in eine große Walnussschalen-Hälfte gesetzt. Damit sie nicht umfallen habe ich noch grüne Filzwolle in die Ritze gestopft. Niedlich, oder? Die hübschen Fliegenpilze, die weißen Hyazinthe und das grüne Winter-Geschirr waren übrigens für unser Neujahrsfrühstück gedacht. Nun ist es bereits Mitte Januar und ich habe sie immer noch nicht weggeräumt.. tss! Sie sehen aber auch dekorativ auf dem Buffetschrank aus, nicht wahr?! So, genug geplaudert! In zwei Tagen haben mein Großer und unser Januarmädchen Geburtstag, da heißt es Vorräte auffüllen und Kuchen backen. Mein Ältester wird schon 24. Und ehrlich? Ich kann es manchmal selber nicht glauben.


Auf kleine Glücke und gemeinsame Momente!
Herzlichst, Nicole


Mittwoch, 14. Januar 2026

Von Tauwetter, Wintervögeln und Eichhörnchen



Regungslos stehe ich an unserem Esszimmerfenster und beobachte wie fleißig unsere kleinen gefiederten Freunde in das neue Vogelfutterhäuschen fliegen. Meisen aller Art fliegen das transparente Häuschen an und ich bin glücklich mich für dieses Vogelfutterhäuschen entschieden zu haben. Ab und an gesellt sich noch ein Rotkehlchen dazu und auf dem Boden unter dem Futterhäuschen hüpft munter eine Amsel hin und her und piekt die Reste auf. Trotz des emsigen Treiben gelingt es mir selten einen der munteren Gartenvögel zu fotografieren, doch das finde ich nicht weiter schlimm, solange ich sie zählen kann. Mein Blick schweift in die Ferne wo mehrere Ringeltauben vor der großen Fichte den bereits vom Schnee befreiten Boden nach Futter absuchen. Es ist wärmer geworden und an manchen Stellen ist der Schnee der letzten Tage schon geschmolzen. Einige freche Elstern hüpfen in den Ästen unseres Ahornbaumes und Rabenkrähen ziehen über den Garten. Das ist kein gutes Zeichen, denn wenn Rabenvögel gemeinsam mit Elstern am Himmel sind, ist der Mäusebussard nicht mehr weit. Ich suche mit meinem Blick die Wipfel in unserem Waldgarten ab und entdecke ihn auch schon. Wahrscheinlich hat er ein Auge auf die Tauben geworfen, denn meine Hühner befinden sich im Stall. Die Vogelgrippe fordert hier bei uns wieder die Stallpflicht ein. In der Ferne höre ich durch das geschlossene Fenster ein leises Pochen, von dem ich weiß, dass da der Buntspecht am Werk ist. Sein Ruf ist mir schon vorher aufgefallen. Doch was ist das? Ein rotes Eichhörnchen hangelt sich gekonnt am Blauregen hoch und schaut durch das Erkerfenster in die Küche. Ich grinse amüsiert und tatsächlich gelingt es mir den putzigen kleinen Gesellen zu fotografieren. Regelmäsig kommt das rote Huschpuscheli mutig ans Haus und hofft auf Nüsse oder andere Leckereien, die ich gerne für das hübsche Tier bereitlege. Ich kenne den kleinen Kerl schon seit seiner Geburt und freue mich sehr, dass er nicht scheu geworden ist. Ein Blick auf die Uhr sagt mir, dass die vom NABU vorgegebene Stunde vorüber ist und auch das rote Eichhörnchen springt auf und davon. Meine Stunde der Wintervögel ist zu Ende. 


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Die NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ findet 2026 bereits zum 16. Mal statt und läuft derzeit. Eine Stunde lang zählen Teilnehmer Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park.​

So funktioniert die Teilnahme:
Man wählt einen festen Beobachtungspunkt und notiert von jeder Art die höchste Anzahl Vögel, die gleichzeitig in der Stunde sichtbar sind, auch wenn sie wegfliegen und wiederkommen. Ein gefülltes Vogelhäuschen macht die Beobachtung leichter, besonders bei aktuellem Winterwetter.​

Meldefrist und Links:
Ergebnisse könnt Ihr noch bis zum 19. Januar 2026 online >hier< über das NABU-Formular melden.4


Meine Zählergebnisse

2 Amseln
1 Mönchsgrasmücke?
2 Rotkehlchen
1 Heckenbraunelle
3 Kohlmeisen
5 Blaumeise
2 Tannenmeisen
1 Haubenmeise
1 Mäusebussard
4 Ringeltauben
1 Buntspecht
4 Elstern

zig Rabenkrähen

Auch einen Zug Kraniche von ca. 40 Tieren konnte ich beobachten:
Kamper Wald, 10.01.2026 um 12:06 Uhr

Informationen "Kranichzug aktuell" vom NABU >hier<


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Dienstag, 13. Januar 2026

Ein Schneemann als Zaungast


Während ich die erste Schneekugel in diesem Winter forme, schallt durch den Garten ein knarzender Lautsprecher. Eine mir wohlbekannte Stimme ermahnt mit ernstem Ton: „Achtung, Achtung! Dies ist eine Durchsage. Es ist nicht erlaubt, eine Schneeballschlacht zu machen. Keine Schneeballschlacht!“. Es ist die Stimme einer lieben Freundin, die an der nahe gelegenen Grundschule Rektorin ist. Ich grinse breit, setze die fertige Kugel auf den Zaunpfahl unseres Staketenzauns und sage zur ihr: "Na, wie gut, dass du ein Schneemann werden sollst.". Mit bereits eisigen Händen rolle ich die zweite Kugel für den Kopf durch den pudrigen Schnee. Sie ist kleiner und runder und bekommt von mir Augen und Mund aus Efeubeeren. Eine angespitzte kleine orangene Geburtstagskerze wird die Nase und ein kleiner Blumentopf der Hut. Vorsichtig setzte ich nun die zweite Kugel auf die erste Kugel und betrachte meinen kleinen Schneemann. Ach, da fehlt ja noch was. Er hat gar keine Arme! Ich schaue mich rasch um, sammle schnell etwas Birkenreisig auf und stecke kurze biegsame Birkenäste als Arme hinein. Während ich den kleinen Zaungast fotografiere, fängt es wieder an zu schneien und schneller als gedacht ist der kleine Schneemann kaum noch zu sehen. Mein Schneemann. Ein flüchtiger Wintergast, der still im Flockentanz entschwindet.