Dienstag, 24. März 2026

Zarte Triebe und trittfeste Fugenpflanzen



Spürt Ihr auch diesen kribbelnden Frühlingszauber in der Natur oder in den Gärten? Bei uns im neu gestalteten Vorgarten, von Martin Luyven erdacht und verwirklicht, pulsiert der Boden vor leiser, hoffnungsvoller Energie. Ein nachhaltiges, naturnahes Wunder, das sich langsam, aber sicher entfaltet, obwohl nur das Kaukasus-Vergissmeinnicht seine zarten himmelblauen Blüten entfaltet hat. Unsere geliebten lila Krokusse, die wir gerettet haben, sind bereits verblüht und ruhen nun bis zum nächsten Frühjahr, doch schaut Euch diese vielversprechenden, zarten Triebe an: Kaukasus-Vergissmeinnicht, Knoten-Storchschnabel, Waldmeister, Christrose, Berg-Flockenblume, Blut-Weiderich, Schafgarbe, Nelkenwurz, Kleine Bibernelle, Großer Wiesenknopf, Wald-Schmiele und Hohes Pfeifengras. Alles gedeiht prächtig, hält Struktur und wächst vor sich hin. Wunderbar, nicht wahr?! Von der Goldnessel werden wir uns allerdings wieder verabschiedet, sie steht seit kurzem auf der EU-Liste invasiver Pflanzen, weil sie sich durch Ausläufer aggressiv ausbreitet und heimische Arten verdrängt. Deshalb kommt Martin nochmal und ersetzt sie durch andere artschonende Schönheiten im Beet.


Parallel dazu habe ich für den natürlichen, unkrautfreien Gehweg rund um unser Backsteinhaus Fugenpflanzen von Lumigreen.de bestellt. Der Thymian 'Albiflorus' (0,5 l) soll dichte Polster (ca. 5–7 cm hoch) bilden, himmlisch duften und trittfest für leichten Fußverkehr sein, also auch ideal als bienenfreundlicher Rasenersatz. Das Sternmoos 'Green Moss' (0,5 l) ergänzt mit seinem moosigen Grün und Sternblüten feuchtere Stellen. Beide werde ich teilen (Wurzelballen mit Messer portionieren), in sandiges Substrat setzen und wachsen lassen. So der Plan.. lach! Meine Bestellung ist jetzt frisch im Karton angekommen. Alle Wurzeln waren intakt, vital und gut verpackt. Die Herkunft der für europäische Bedingungen akklimatisierten Pflanzen hatte ich leider übersehen (Slowakei - nicht ganz klimaneutral), doch die Lieferung nach NRW war unter 48 Stunden, die Preise fair und es gab einen mega freundlichen Support.


WERBUNG (Kooperation, ehrliche Meinung)


Freitag, 20. März 2026

Von gelben Osterglocken und rosa Hyazinthen

Guten Morgen, meine Lieben. Wie schön, dass Ihr wieder hintenrum gekommen seid oder wird es Euch zu viel hier bei mir in der Küche? Wenn ja, können wir das beim nächsten Mal wieder ändern. Aber nun erstmal eine Tasse Kaffee, oder?! Einen Becher Tee gibt es natürlich auch. Greift gerne zu! Letztens in der "Aktuellen Stunde" des WDR wurde ein Bericht über einen Ostermarkt gezeigt und ein Interview ließ mich schmunzeln: "Meine Lieblingsblumen sind die Osterglocken!", erklärte ein kleine Mädchen mit langen Zöpfen, "Weil sie den Osterhasen anlocken!". Ach, so ist das! Das habe ich nicht geahnt, aber jetzt wo ich weiß, habe ich natürlich wieder Osterglocken in der Vase.. lach! Ihr doch jetzt bestimmt auch, oder?! Habt Ihr gerade die hübsche Osterpost auf der kleinen Wäscheleine gesehen? Die hübschen Hennen hat mir die liebe Mano geschickt und es ist schon witzig wie die Hühnchen von Nina den Weg zu mir finden, nicht wahr?! Liebe Mano, danke, dass Du mich so lieb bedacht hast und Dir, liebe Nina, sagt ich danke für Deine wunderbare Stempelkunst. Auch von der lieben Kirsten lag bereits Osterpost im Briefkasten. Habt Ihr den süßen lila Hasen gesehen? Ganz lieben Dank dafür liebe Kirsten. Und habt Ihr was Schönes am Wochenende vor? Ich muss morgen arbeiten, denn wir vom (kleinen Weltladen) Fair-Rhein haben morgen ein großes Netzwerktreffen aller Fair-Hanels-Aktivist:innen der Umgebung. Ihr könnt gerne vorbeikommen. Es findet von 11 - 15.30 Uhr in Moers im Bollwerk 107 statt. So, meine Lieben. Ich muss los. Ein paar Vorbereitungen für das große Event warten noch auf mich.


Habt ein schönes (und vielleicht faires?) 
Wochenende, meine Lieben. 
Herzlichst, Nicole

Danke, liebe Mano und liebe Kirsten!




Donnerstag, 12. März 2026

Ein naturnaher Vorgarten - Planung und Umsetzung




Unser Vorgarten (74 qm) hat ein neues Gesicht bekommen! Jetzt nachdem unsere alten Spalierobstbäume Vergangenheit sind, konnten und mussten wir den Bereich neu gestalten. Natürlich haben wir etwas gesucht das zu uns passt und nachhaltig funktioniert. Dank der wunderbaren Planung und Umsetzung von Martin Luyven von Gartenbau Luyven ist daraus ein Ort entstanden, der sich mit der Zeit weiterentwickeln darf. Unser Wünsche waren klar: Wiederverwendung statt Neuware, um Ressourcen zu schonen. Ein Bienen- und Vogelparadies mit nektar- und fruchtreichen heimischen Pflanzen für ganzjähriges Futter und Versteck. Selbstregulierend durch Bodendecker als „lebende Mulchschicht" für natürliche Unkrautunterdrückung und minimale Pflege. Alles versickerungsoffen mit  lokalen Materialien. Statt nur auf neue Materialien zu setzen, haben wir Altes wiederverwendet. Das alte Altstadtpflaster aus unserer ehemaligen Garagenauffahrt rahmt nun unseren kleinen Sitzplatz, der noch mit regionalen Rheinkies verfüllt werden muss ist. Von hier führen neu arrangierte Gehwegplatten als Trittsteine durch die Bepflanzung. Rechts wächst unsere Kupfer-Felsenbirne als Strauch heran. Sie blüht sehr früh und versorgt Bienen und Hummeln mit den ersten Nektartropfen, wenn sonst noch nichts los ist. Auf der linken Seite formen drei Zierapfel-Spalierbäumchen einen natürlichen Sichtschutz für unsere Fenster. Ihre Blüten sind ein Fest für Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge, später die kleinen Äpfel ein Buffet für Singvögel wie Amseln und Meisen. Schon jetzt hüpfen sie neugierig dazwischen. Zwischen Steinen und Platten breiten sich erste Teppiche aus Kaukasus-Vergissmeinnicht, das hier echtes „Waldboden-Feeling" bringt, Knoten-Storchschnabel, Schafgarbe, Waldmeister und Goldnessel aus. Der Storchschnabel lockt Hummeln, Wespen und Schwebfliegen an. Waldmeister duftet im Schatten himmlisch mit seinen Sternblüten und die wintergrüne Goldnessel ist ein Pollen-Magnet für Hummelarten. Der Boden wurde mit Humus angereichert, der direkt von einem Niederrheinischen Förster aus dem heimischen Wald kommt: pur regional, ohne exotische Fruchtreste oder Zusatzstoffe. Diese „lebende Mulchschicht" verdrängt Unkraut, hält Feuchtigkeit und bietet Versteck und Futter für kleine Gartenfreunde. Für Artenvielfalt sorgen heimische Spezialisten: Christrose als Winterblüher für die ersten Bienen, Berg-Flockenblume mit nektarreichen Blüten für Frühsommer-Hummeln, Blut-Weiderich, der an sonnigen Tagen hoffentlich nur so summt, Schafgarbe als Klassiker für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge mit ihren nektarreichen Doldenblüten, Nelkenwurz mit Dauerblüte für Schmetterlinge und Raupen, Kleine Bibernelle als Futterquelle für seltene Falter wie das Bibernell-Widderchen sowie Großer Wiesenknopf. Im Winter halten Halme von Wald-Schmiele und Hohem Pfeifengras Struktur, bieten Insekten Unterschlupf und Vögeln Samen. Noch ist es kein fertiges Bild, sondern ein Prozess: ein lebendiges Zusammenspiel von Pflanzen, Bienen, Vögeln und Jahreszeiten. Ein Garten, der mit uns wächst und Ressourcen schont. Doch noch sind die Stauden klein und die Gehölze schlank. Dennoch man spürt, das hier was entsteht und darauf freuen wir uns sehr.

Fensterblick

Update: 20.03.2026





Werbung von ganzem Herzen:
Realisiert und mit viel Liebe zum Detail entworfen wurde das gesamte Konzept von Martin Luyven von Gartenbau Luyven. Herzlichen Dank für diese grüne Visitenkarte, die uns jeden Tag aufs Neue begeistert!