Freitag, 16. Januar 2026

Hyazinthe an Fliegenpilz



Guten Morgen, meine Lieben. Wie schön, dass Ihr heute wieder hier seid. Habt Ihr Lust auf einen warmen Tee oder einen vollmundigen Kaffee? Meine Winter-Tassen stehen noch schon bereit. Auch wenn der Schnee der vergangenen Tagen bereits geschmolzen ist und die Temperaturen deutlich wieder im Plus sind, fühle ich mich noch ganz beseelt angesicht der traumhaft schönen Winterwelt. Eine geschlossene Schneedecke am linken Niederrhein - wer hätte das gedacht? Meine Schneesehnsucht ist auf jeden Fall für diesen Winter befriedigt.. lach! Erinnert Ihr Euch noch an die kleine Weihnachtsgans, die mir mein Göttergatte unter anderem geschenkt hat? Sie steht immer noch auf dem Weichholzbuffet, direkt neben meinen selbstgefilzten Fliegenpilze im Schatten einer weißen Hyazinthe. Sehen die Fliegenpilze nicht zuckersüß aus? Ich habe zuerst die Pilze trockengefilzt und sie dann jeweils in eine große Walnussschalen-Hälfte gesetzt. Damit sie nicht umfallen habe ich noch grüne Filzwolle in die Ritze gestopft. Niedlich, oder? Die hübschen Fliegenpilze, die weißen Hyazinthe und das grüne Winter-Geschirr waren übrigens für unser Neujahrsfrühstück gedacht. Nun ist es bereits Mitte Januar und ich habe sie immer noch nicht weggeräumt.. tss! Sie sehen aber auch dekorativ auf dem Buffetschrank aus, nicht wahr?! So, genug geplaudert! In zwei Tagen haben mein Großer und unser Januarmädchen Geburtstag, da heißt es Vorräte auffüllen und Kuchen backen. Mein Ältester wird schon 24. Und ehrlich? Ich kann es manchmal selber nicht glauben.


Auf kleine Glücke und gemeinsame Momente!
Herzlichst, Nicole


Mittwoch, 14. Januar 2026

Von Tauwetter, Wintervögeln und Eichhörnchen



Regungslos stehe ich an unserem Esszimmerfenster und beobachte wie fleißig unsere kleinen gefiederten Freunde in das neue Vogelfutterhäuschen fliegen. Meisen aller Art fliegen das transparente Häuschen an und ich bin glücklich mich für dieses Vogelfutterhäuschen entschieden zu haben. Ab und an gesellt sich noch ein Rotkehlchen dazu und auf dem Boden unter dem Futterhäuschen hüpft munter eine Amsel hin und her und piekt die Reste auf. Trotz des emsigen Treiben gelingt es mir selten einen der munteren Gartenvögel zu fotografieren, doch das finde ich nicht weiter schlimm, solange ich sie zählen kann. Mein Blick schweift in die Ferne wo mehrere Ringeltauben vor der großen Fichte den bereits vom Schnee befreiten Boden nach Futter absuchen. Es ist wärmer geworden und an manchen Stellen ist der Schnee der letzten Tage schon geschmolzen. Einige freche Elstern hüpfen in den Ästen unseres Ahornbaumes und Rabenkrähen ziehen über den Garten. Das ist kein gutes Zeichen, denn wenn Rabenvögel gemeinsam mit Elstern am Himmel sind, ist der Mäusebussard nicht mehr weit. Ich suche mit meinem Blick die Wipfel in unserem Waldgarten ab und entdecke ihn auch schon. Wahrscheinlich hat er ein Auge auf die Tauben geworfen, denn meine Hühner befinden sich im Stall. Die Vogelgrippe fordert hier bei uns wieder die Stallpflicht ein. In der Ferne höre ich durch das geschlossene Fenster ein leises Pochen, von dem ich weiß, dass da der Buntspecht am Werk ist. Sein Ruf ist mir schon vorher aufgefallen. Doch was ist das? Ein rotes Eichhörnchen hangelt sich gekonnt am Blauregen hoch und schaut durch das Erkerfenster in die Küche. Ich grinse amüsiert und tatsächlich gelingt es mir den putzigen kleinen Gesellen zu fotografieren. Regelmäsig kommt das rote Huschpuscheli mutig ans Haus und hofft auf Nüsse oder andere Leckereien, die ich gerne für das hübsche Tier bereitlege. Ich kenne den kleinen Kerl schon seit seiner Geburt und freue mich sehr, dass er nicht scheu geworden ist. Ein Blick auf die Uhr sagt mir, dass die vom NABU vorgegebene Stunde vorüber ist und auch das rote Eichhörnchen springt auf und davon. Meine Stunde der Wintervögel ist zu Ende. 


***************************


Die NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ findet 2026 bereits zum 16. Mal statt und läuft derzeit. Eine Stunde lang zählen Teilnehmer Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park.​

So funktioniert die Teilnahme:
Man wählt einen festen Beobachtungspunkt und notiert von jeder Art die höchste Anzahl Vögel, die gleichzeitig in der Stunde sichtbar sind, auch wenn sie wegfliegen und wiederkommen. Ein gefülltes Vogelhäuschen macht die Beobachtung leichter, besonders bei aktuellem Winterwetter.​

Meldefrist und Links:
Ergebnisse könnt Ihr noch bis zum 19. Januar 2026 online >hier< über das NABU-Formular melden.4


Meine Zählergebnisse

2 Amseln
1 Mönchsgrasmücke?
2 Rotkehlchen
1 Heckenbraunelle
3 Kohlmeisen
5 Blaumeise
2 Tannenmeisen
1 Haubenmeise
1 Mäusebussard
4 Ringeltauben
1 Buntspecht
4 Elstern

zig Rabenkrähen

Auch einen Zug Kraniche von ca. 40 Tieren konnte ich beobachten:
Kamper Wald, 10.01.2026 um 12:06 Uhr

Informationen "Kranichzug aktuell" vom NABU >hier<


***************************




Dienstag, 13. Januar 2026

Ein Schneemann als Zaungast


Während ich die erste Schneekugel in diesem Winter forme, schallt durch den Garten ein knarzender Lautsprecher. Eine mir wohlbekannte Stimme ermahnt mit ernstem Ton: „Achtung, Achtung! Dies ist eine Durchsage. Es ist nicht erlaubt, eine Schneeballschlacht zu machen. Keine Schneeballschlacht!“. Es ist die Stimme einer lieben Freundin, die an der nahe gelegenen Grundschule Rektorin ist. Ich grinse breit, setze die fertige Kugel auf den Zaunpfahl unseres Staketenzauns und sage zur ihr: "Na, wie gut, dass du ein Schneemann werden sollst.". Mit bereits eisigen Händen rolle ich die zweite Kugel für den Kopf durch den pudrigen Schnee. Sie ist kleiner und runder und bekommt von mir Augen und Mund aus Efeubeeren. Eine angespitzte kleine orangene Geburtstagskerze wird die Nase und ein kleiner Blumentopf der Hut. Vorsichtig setzte ich nun die zweite Kugel auf die erste Kugel und betrachte meinen kleinen Schneemann. Ach, da fehlt ja noch was. Er hat gar keine Arme! Ich schaue mich rasch um, sammle schnell etwas Birkenreisig auf und stecke kurze biegsame Birkenäste als Arme hinein. Während ich den kleinen Zaungast fotografiere, fängt es wieder an zu schneien und schneller als gedacht ist der kleine Schneemann kaum noch zu sehen. Mein Schneemann. Ein flüchtiger Wintergast, der still im Flockentanz entschwindet.


Sonntag, 11. Januar 2026

Im Rhythmus der Jahreszeiten - Achtsamkeit, Kreativität, Empowerment


Für meine Rezension habe ich mir den Monat Januar aus dem Buch "Im Rhythmus der Jahreszeiten" von Stephanie Friedrich und Inken Wellpott herausgegriffen. Dieser Monat zeichnet sich durch Neubeginn und klare Stille aus, die das Buch mit liebevollen Inspirationen wunderbar einfängt. Im Januar laden Stephanie Friedrich und Inken Wellpott dazu ein, die frostige Jahreszeit mit nährenden Ritualen zu beginnen, die Frische und Wärme für kalte Tage schenken. Wie etwa durch ein Pflanzen-Terrarium bauen, Microgreens säen, warmes Ingwerwasser trinken oder Sauerteigbrot backen. Ein gesundes Frühstück mit Porridge und Shots aus Trockenpulver sorgt für einen starken Start, ergänzt durch eine warme Dusche, Yoga am Morgen oder einen belebenden Winterspaziergang. Zudem enthält der Januarteil kreative DIY-Projekte, die sowohl als Dekoration als auch für achtsame Selfcare-Momente verwendet werden können. Besonderen Wert legt das Buch auf Empowerment*: Es regt Übungen zum Innehalten an, sei es durch Ideenfindung für neue Routinen oder bewusste Morgenpraktiken in der winterlichen Klarheit, die helfen, sich auf die eigene Mitte zu besinnen. So wird der Januar als eine Zeit des stillen Neustarts und der vorausschauenden Einkehr gestaltet. Diese liebevollen Anregungen machen den Januar zu einer klaren, hoffnungsvollen Jahreszeit voller Wärme, Besinnung und kreativer Entfaltung, genau das Gefühl, das Stephanie Friedrich und Inken Wellpott mit ihrem Buch vermitteln.

"Im Rhythmus der Jahreszeiten. Achtsamkeit, Kreativität, Empowerment" von Stephanie Friedrich und Inken Wellpott ist ein zauberhaftes Kreativbuch, das uns auf eine innere und äußere Entdeckungsreise durch die Jahreszeiten und die Zyklen der Natur mitnimmt. Die Designerin Stephanie Friedrich und die Künstlerin Inken Wellpott haben gemeinsam mit der Keramikerin Diana Grädler für jeden Monat DIY-Projekte, Rezepte, Pflanzideen und Selfcare-Anregungen zusammengestellt, die zum Mitmachen einladen. Die hochwertigen, stimmungsvollen Fotos und liebevoll gestalteten Illustrationen machen das Buch zu einem inspirierenden Begleiter für alle, die ihren Alltag achtsamer und kreativer gestalten möchten.

Das Buch vermittelt auf einfühlsame Weise, wie eng unser Leben mit den Rhythmen der Natur verbunden ist. Monat für Monat eröffnet es Möglichkeiten, bewusst zu leben und Kraft aus den natürlichen Jahreszeiten zu schöpfen. Spielerisch und praxisnah zeigt es, wie man mit einfachen Mitteln das eigene Zuhause wohltuend gestalten und sich selbst stärken kann.

Für mich ist das ein wunderbarer Impulsgeber, gerade in der aktuellen Zeit, in der wir immer öfter nach Slow-Down, Naturverbundenheit und Selbstfürsorge suchen. Es ist ein Buch zum Verweilen, Entdecken und Genießen. Für Menschen, die Freude an Kreativität, an saisonalen Ritualen und an persönlicher Weiterentwicklung haben.

Kurze Inhaltsangabe
  • Monatliche DIY-Projekte, Rezepte, Pflanzideen und Selfcare-Anregungen
  • zeitgenössischen Illustration mit Stillleben-Ästhetik, geprägt von flachen Farbflächen, klaren Linien und reduzierter, verspielter Botanik/Grafik von Inken Wellpot
  • begleitenden Fotos
  • handgeformte Nutz- und Dekokeramik im Stil von wabi-sabi oder rustikaler Studio-Keramik von Diana Grädler
  • Vermittlung von Bewusstheit und Naturverbundenheit
  • Kreativität und Empowerment* als Schwerpunkte

Infos des Verlages

Mitwirkung: Diana Grädler (Keramik), Inken Wellpott (Illustrationen)
Verlag: Freies Geistesleben
Gebundenes Buch, ca. 144 Seiten
Erscheinung: Oktober 2025
ISBN: 978-3-7725-3158-3
Preis: 28,00 €


Instagram-Links der Mitwirkenden

Das Buch kommt mit einem warmen, harmonischen Gesamtbild daher, das perfekt zur frostigen Januarstille und dem Neubeginn passt. Ideal zum Verschenken oder als eigener Schatz für kalte Abende und erste Vorsätze. Ich kann es allen herzlich empfehlen, die sich eine kreative, achtsame Begleitung durchs Jahreszeitenjahr wünschen.


*Empowerment:
die eigenen Stärken wecken,
um selbstbestimmt zu handeln und
Verantwortung zu übernehmen.



{Werbung}



Rezept für mein warmes Porridge mit Haferflocken, Zimt und Apfel 
(für 1 Portion)

Zutaten
  • 50–60 g zarte Haferflocken
  • 250 ml Milch oder Pflanzendrink
  • 1 Apfel (gerieben oder in kleinen Würfeln)
  • ½–1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz

Optional: 1–2 TL Honig, Ahornsirup oder Agavendicksaft
Optional: gehackte Nüsse, Kerne oder Rosinen als Topping

Zubereitung

Apfel waschen, Kerngehäuse entfernen und fein reiben oder klein würfeln. Milch mit Haferflocken und der Prise Salz in einen kleinen Topf geben und unter Rühren aufkochen. Hitze reduzieren, Apfel und Zimt einrühren und alles 3–5 Minuten sanft köcheln lassen, bis das Porridge cremig ist.

Nach Wunsch süßen, in eine Schüssel füllen und mit extra Apfelstückchen, Nüssen oder etwas mehr Zimt toppen.


Rezept für meinen Superfood-Shot 

aus Trockenpulver mit Spirulina, Gerstengras, Matcha, Chlorella, Dulse und wilder Heidelbeere
(für 4–6 Shots, ca. 30–50 ml pro Shot)

Zutaten
  • ½ TL Spirulina-Pulver
  • ½ TL Gerstengras-Pulver
  • ½ TL Matcha-Pulver
  • ½ TL Chlorella-Pulver
  • ½ TL Dulse-Pulver (oder Algenflocken)
  • ½ TL wilde Heidelbeere-Pulver
  • 200 ml Wasser oder Kokoswasser (kalt)
  • Saft einer halben Zitrone oder Limette (für Frische)
Optional: Prise Ingwer- oder Pfefferpulver, Agave für Süße

Zubereitung

Alle Pulver in einem kleinen Mixer oder Shaker mischen, Zitronensaft und Wasser hinzufügen. 20–30 Sekunden hochmixen, bis keine Klümpchen mehr da sind und die Farbe gleichmäßig grün ist. In Shot-Gläser füllen und/oder sofort trinken. Ideal morgens auf nüchternen Magen für maximale Nährstoffaufnahme. Tipp: Mit Apfel- oder Ananassaft strecken für milderen Geschmack.