Sonntag, 11. Januar 2026

Im Rhythmus der Jahreszeiten - Achtsamkeit, Kreativität, Empowerment


Für meine Rezension habe ich mir den Monat Januar aus dem Buch "Im Rhythmus der Jahreszeiten" von Stephanie Friedrich und Inken Wellpott herausgegriffen. Dieser Monat zeichnet sich durch Neubeginn und klare Stille aus, die das Buch mit liebevollen Inspirationen wunderbar einfängt. Im Januar laden Stephanie Friedrich und Inken Wellpott dazu ein, die frostige Jahreszeit mit nährenden Ritualen zu beginnen, die Frische und Wärme für kalte Tage schenken. Wie etwa durch ein Pflanzen-Terrarium bauen, Microgreens säen, warmes Ingwerwasser trinken oder Sauerteigbrot backen. Ein gesundes Frühstück mit Porridge und Shots aus Trockenpulver sorgt für einen starken Start, ergänzt durch eine warme Dusche, Yoga am Morgen oder einen belebenden Winterspaziergang. Zudem enthält der Januarteil kreative DIY-Projekte, die sowohl als Dekoration als auch für achtsame Selfcare-Momente verwendet werden können. Besonderen Wert legt das Buch auf Empowerment*: Es regt Übungen zum Innehalten an, sei es durch Ideenfindung für neue Routinen oder bewusste Morgenpraktiken in der winterlichen Klarheit, die helfen, sich auf die eigene Mitte zu besinnen. So wird der Januar als eine Zeit des stillen Neustarts und der vorausschauenden Einkehr gestaltet. Diese liebevollen Anregungen machen den Januar zu einer klaren, hoffnungsvollen Jahreszeit voller Wärme, Besinnung und kreativer Entfaltung - genau das Gefühl, das Stephanie Friedrich und Inken Wellpott mit ihrem Buch vermitteln.

"Im Rhythmus der Jahreszeiten. Achtsamkeit, Kreativität, Empowerment" von Stephanie Friedrich und Inken Wellpott ist ein zauberhaftes Kreativbuch, das uns auf eine innere und äußere Entdeckungsreise durch die Jahreszeiten und die Zyklen der Natur mitnimmt. Die Designerin Stephanie Friedrich und die Künstlerin Inken Wellpott haben gemeinsam mit der Keramikerin Diana Grädler für jeden Monat DIY-Projekte, Rezepte, Pflanzideen und Selfcare-Anregungen zusammengestellt, die zum Mitmachen einladen. Die hochwertigen, stimmungsvollen Fotos und liebevoll gestalteten Illustrationen machen das Buch zu einem inspirierenden Begleiter für alle, die ihren Alltag achtsamer und kreativer gestalten möchten.

Das Buch vermittelt auf einfühlsame Weise, wie eng unser Leben mit den Rhythmen der Natur verbunden ist. Monat für Monat eröffnet es Möglichkeiten, bewusst zu leben und Kraft aus den natürlichen Jahreszeiten zu schöpfen. Spielerisch und praxisnah zeigt es, wie man mit einfachen Mitteln das eigene Zuhause wohltuend gestalten und sich selbst stärken kann.

Für mich ist das ein wunderbarer Impulsgeber, gerade in der aktuellen Zeit, in der wir immer öfter nach Slow-Down, Naturverbundenheit und Selbstfürsorge suchen. Es ist ein Buch zum Verweilen, Entdecken und Genießen - für Menschen, die Freude an Kreativität, an saisonalen Ritualen und an persönlicher Weiterentwicklung haben.

Kurze Inhaltsangabe
  • Monatliche DIY-Projekte, Rezepte, Pflanzideen und Selfcare-Anregungen
  • zeitgenössischen Illustration mit Stillleben-Ästhetik, geprägt von flachen Farbflächen, klaren Linien und reduzierter, verspielter Botanik/Grafik von Inken Wellpot
  • begleitenden Fotos
  • handgeformte Nutz- und Dekokeramik im Stil von wabi-sabi oder rustikaler Studio-Keramik von Diana Grädler
  • Vermittlung von Bewusstheit und Naturverbundenheit
  • Kreativität und Empowerment* als Schwerpunkte

Infos des Verlages

Mitwirkung: Diana Grädler (Keramik), Inken Wellpott (Illustrationen)
Verlag: Freies Geistesleben
Gebundenes Buch, ca. 144 Seiten
Erscheinung: Oktober 2025
ISBN: 978-3-7725-3158-3
Preis: 28,00 €


Instagram-Links der Mitwirkenden

Das Buch kommt mit einem warmen, harmonischen Gesamtbild daher, das perfekt zur frostigen Januarstille und dem Neubeginn passt. Ideal zum Verschenken oder als eigener Schatz für kalte Abende und erste Vorsätze. Ich kann es allen herzlich empfehlen, die sich eine kreative, achtsame Begleitung durchs Jahreszeitenjahr wünschen.


*Empowerment:
die eigenen Stärken wecken,
um selbstbestimmt zu handeln und
Verantwortung zu übernehmen.



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Rezept für mein warmes Porridge mit Haferflocken, Zimt und Apfel 
(für 1 Portion)

Zutaten
  • 50–60 g zarte Haferflocken
  • 250 ml Milch oder Pflanzendrink
  • 1 Apfel (gerieben oder in kleinen Würfeln)
  • ½–1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz

Optional: 1–2 TL Honig, Ahornsirup oder Agavendicksaft
Optional: gehackte Nüsse, Kerne oder Rosinen als Topping

Zubereitung

Apfel waschen, Kerngehäuse entfernen und fein reiben oder klein würfeln. Milch mit Haferflocken und der Prise Salz in einen kleinen Topf geben und unter Rühren aufkochen. Hitze reduzieren, Apfel und Zimt einrühren und alles 3–5 Minuten sanft köcheln lassen, bis das Porridge cremig ist.

Nach Wunsch süßen, in eine Schüssel füllen und mit extra Apfelstückchen, Nüssen oder etwas mehr Zimt toppen.


Rezept für meinen Superfood-Shot 

aus Trockenpulver mit Spirulina, Gerstengras, Matcha, Chlorella, Dulse und wilder Heidelbeere
(für 4–6 Shots, ca. 30–50 ml pro Shot)

Zutaten
  • ½ TL Spirulina-Pulver
  • ½ TL Gerstengras-Pulver
  • ½ TL Matcha-Pulver
  • ½ TL Chlorella-Pulver
  • ½ TL Dulse-Pulver (oder Algenflocken)
  • ½ TL wilde Heidelbeere-Pulver
  • 200 ml Wasser oder Kokoswasser (kalt)
  • Saft einer halben Zitrone oder Limette (für Frische)
Optional: Prise Ingwer- oder Pfefferpulver, Agave für Süße

Zubereitung

Alle Pulver in einem kleinen Mixer oder Shaker mischen, Zitronensaft und Wasser hinzufügen. 20–30 Sekunden hochmixen, bis keine Klümpchen mehr da sind und die Farbe gleichmäßig grün ist. In Shot-Gläser füllen und/oder sofort trinken. Ideal morgens auf nüchternen Magen für maximale Nährstoffaufnahme. Tipp: Mit Apfel- oder Ananassaft strecken für milderen Geschmack.

Freitag, 9. Januar 2026

Weiße Wintertulpen (oder "Marshmellow Snowman!")


Brr.. meine Lieben, kommt schnell rein und wärmt Euch auf. Was für eine Eiseskälte! Möchtet Ihr auch einen warmen Kakao? Ihr könnt ihn wahlweise mit Kuhmilch oder mit Mandelmilch haben, ganz wie es Euch beliebt. Wer von Euch möchte denn auch einen "Mashmellow Snowman" dazu vernaschen? Sind die kleinen Kerle nicht niedlich? Und sie passen ganz wunderbar zu der neuen "Schneemann-Challenge" von den Kreativtanten, nicht wahr?! Heute habe ich weiße Tulpen, Tannengrün und Schneebeeren in der Vase. Die Kombination Tulpen und Tannengrün gefällt mir im Januar irgendwie immer. In diesem Jahr habe ich noch Schneebeeren aus dem Garten dazugesteckt. Oder wie mein Göttergatte meinte: "Oh, mit Knallerbsen!". Lach! Wie war denn Eure Woche? Meine war ruhig und entspannt, also genau gegenteilig zu den letzten beiden Wochen im alten Jahr. Denn gerade zum Jahresende geht es im kleinen "Weltlädchen" (es sind übrigens streng genommen drei Weltläden: Ka-Li, Moers & Osterath plus dem RVZ und dem Fairrhein-Verein) drunter und drüber. Ich habe in den letzten beiden Wochen des alten Jahres jeden Tag 8-10 Stunden gearbeitet. Nur am 1. und 2. Weihnachtstag und an Neujahr zum Glück nicht. Letzten Sonntag sind wir endlich mit den drei Inventuren und dem gemeinsamen Jahresabschluss fertig geworden. Hurra ;) Ich hatte also noch genügend Zeit dieses wunderbare Winterwetter zu genießen. Schnee am Niederrhein - wer hätte das gedacht?! Ich finde das einfach großartig, denn wie Ihr vielleicht noch in Erinnerung habt, regt sich bei mir in jedem Jahr eine gewisse Schneesehnsucht.. lach! Leider wird heute ja ein Wettereinbruch erwartet. Die Temperaturen sollen nur für ein paar Stunden ansteigen und Regen bringen um dann in der Nacht auf -7 Grad zu fallen. Das Sturmtief Elli soll Chaos und Verwüstung bringen, sogar von einem Blizzard ist die Rede. Herrjeh! Ich hoffe, es hört sich schlimmer als es wird.


In diesem Sinne wünsche ich Euch
ein hoffentliches entspanntes Januarwochenende!
Herzlicht, Nicole

Mittwoch, 7. Januar 2026

A,B,C, Die Katze lief im Schnee


A, B, C, 
Die Katze lief im Schnee, 
Und als sie dann nach Hause kam, 
Da hatt' sie weiße Stiefel an, 
O jemine, o jemine, 
Die Katze lief im Schnee.


Der Text stammt als Volksüberlieferung aus 
Thüringen Mitte des 19. Jahrhunderts, 
die Melodie wird Karl Simrock (1802–1876) zugeschrieben, 
der sie 1848 in seiner Sammlung „Kinderlieder“ 
veröffentlichte. Erste Varianten kursierten jedoch schon 
um 1800 mündlich im Raum Sachsen/Thüringen.





verlinkt mit: *Niwibo sucht*

Sonntag, 4. Januar 2026

Januar - Ein niederrheinischer Jahreszeiten-Begleiter



"Wat kun dat hüre, dat mutt de Jannewaahr sien!"

Übersetzung: "Was man hier hört, das muss wohl das neue Jahr sein!"

Der Januar ist der Beginn eines neuen Jahres. Eine Zeit des Neubeginns und der ruhigen Einkehr. Mit frostklirrender Luft breitet sich in der Natur eine klare Stille aus. Die Redensart erinnert daran, dieses frische Jahreslicht bewusst wahrzunehmen. Noch aufgewärmt vom Holzfeuer, halten wir Ausschau auf das, was kommen mag. Der Januar war früher auch als "Hartung" bekannt. Ein Ausdruck, der die Kälte und Härte dieser Zeit beschreibt und die Wichtigkeit vorausschauender Vorratshaltung betonte.

Herkunft: Mündlicher Gebrauch am Niederrhein seit dem 19. Jahrhundert.


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Willkommen zu meinem Jahreszeiten-Begleiter: 
Die 12 Monate in Redewendungen vom Niederrhein

Guten Morgen, meine Lieben, in meinem neuen Blogprojekt nehme ich Euch mit auf eine ganz besondere Reise durch das Jahr und zwar mit den traditionellen Monatsreden und Sprüchen, die hier am Niederrhein in Mundart überliefert sind. Jeder Monat hat seine eigene Stimmung, seine typischen Wetterkapriolen, seine Landwirtschaftszeiten und seine festlichen Bräuche. Diese vielschichtige Verbindung von Natur, Alltag und Sprache zeigt sich wunderbar in den alten Redewendungen, die ich für Euch gesammelt, übersetzt und mit Erklärungen versehen habe. Doch bevor wir starten, möchte ich kurz etwas zur Sprache sagen: Der niederrheinische Dialekt ist eine lebendige Ausdrucksform, die über viele Generationen hinweg gepflegt wurde. Er klingt weich, melodisch und oft ein wenig "singend". Seine Wörter und Wendungen tragen Spuren des Niederländischen und Rheinischen in sich: ein spannendes Zeugnis der Grenznähe und der bewegten Geschichte unserer Region. Viele ältere Menschen hier können diesen Dialekt noch fließend sprechen, doch selbst wer ihn nicht mehr alltäglich nutzt, erkennt in ihm sofort Vertrautheit, Heimat und Wärme.

Ihr findet hier jeweils:
  • Die mundartliche Redewendung des Monats, so wie sie seit dem 19. Jahrhundert mündlich überliefert wird,
  • Eine genaue Übersetzung ins Hochdeutsche für vollständiges Verständnis,
  • Eine Erklärung, die Herkunft und Bedeutung des Spruchs beleuchtet,
  • Und natürlich die saisonale Atmosphäre, in der die Aussage ihren Ursprung hat.

Mit dieser Reihe möchte ich Euch nicht nur eine Sprache und Kultur näherbringen, sondern auch die Rhythmen und Traditionen eines Naturjahres am Niederrhein erlebbar machen. Es ist eine Einladung, die Jahreszeiten bewusster wahrzunehmen und die kleinen Zeichen der Natur zu sehen: von frostigen Januartagen über die ersten Blüten im Mai bis zum wohligen Kerzenschein im Dezember. Begleitet mich auf diesem Weg! Taucht ein in die Sprache, die Landschaft und die Jahreszeiten, spürt mit mir gemeinsam das Leben hier am Niederrhein in all seinen Facetten und lasst Euch inspirieren für eure eigene Jahreszeitengestaltung.


Van Hart’n willkamen bi mi!
Dat Niköleken


verlinkt mit: *Niwibo sucht*

Donnerstag, 1. Januar 2026

Mittwoch, 31. Dezember 2025

12tel Blick 2025 - Dezember / Breiter Weg

"Gatter Breiter Weg"


Heute mache ich wieder bei der "12tel Blick – Fotoaktion“ von Eva aka „verfuchstundzugenäht" mit. Für meinen diesjährigen 12tel Blick sind wir nach wie vor direkt hinter dem Dachsberg in den Feldern unserer Klosterstadt unterwegs, doch im Dezember hat sich die Stimmung spürbar verändert. Dies ist der letzte Post der 12tel-Blick-Reihe 2025 für dieses Jahr und diesen Standort. Ein leiser Abschluss nach einem spannenden Jahreszyklus. Das typische Niederrhein-Winterwetter mit seiner milden, oft nebligen und regnerischen Art prägte die letzten Wochen: grau-trübe Tage mit weichem Licht und seltenem Frost. Die Fotos entstanden am selben Tag wie mein Dezember-Morgengruß, noch bevor sich die Sonne ganz am Horizont zeigte, mit silberglänzendem Himmel, feuchtem Nebel und frischer Winterluft, die nach Erde und nassem Laub duftete. Seit Heiligabend fallen jedoch die nächtlichen Temperaturen unter null, Pfützen gefrieren, während die Tage hell und freundlich, aber eisekalt sind. Schnee gab es keinen und die Aussichten auf Neujahr machen nur wenig Hoffnung. Auf der Weide fehlt weiterhin jede Spur von "Weide-Gästen". Weder Rinder noch Schafe beleben das Bild und so liegt die Weide still und unberührt hinter dem Gatter. Der Boden ist feucht, Pfützen glänzen im zarten Morgenlicht oder zeigen nun eine dünne Eisschicht. Die Acker-Flächen wirken abgeräumt und glattgezogen, nur hier und da zeichnen sich Spuren früherer Bearbeitung ab. Die Bäume am Wegesrand zeigen ihr Wintergerüst. Die Rosskastanie hat ihr Laub verloren, feine Äste weben sich wie ein dunkles Netz vor den Himmel. Auch der Birnbaum wirkt durchscheinend, seine kahlen Zweige lassen die ferne Landschaft sanft erahnen. Der Hoerstgener Kendel fließt still und dunkel als schmale Rinne, halb verdeckt von braunen Gräsern am Ufer, nun mit einer zarten Eisschicht bedeckt. Die Geräusche sind leiser: Rascheln, vereinzelte Rufe. Die Natur hält inne, atmet tief durch - passend zu den mystischen Rauhnächten. Die Farbpalette ist monochrom: Grau-, Blau- und Brauntöne, gedämpftes Wintergrün von Hecken und Wiesen, die Ruhe und Tiefe schenken. Linien und Strukturen treten hervor. Gatter, Zäune, kahle Äste malen eine klare, stille Szene inmitten des dunstigen Morgen. So rundet der Dezember-12tel-Blick das Jahr ab: voller leiser Magie, wie ein Gruß des Winters, der zum Innehalten einlädt. 


"Hoerstgener Kendel"




Bildergallerie

"Hoerstgener Kendel"


"Gatter Breiter Weg"


Kommt gut ins neue Jahr!
Herzlichst Nicole