Während langsam die Sonne rosafarben den sanft türkisfarbenen Frühlingshimmel erklimmt, schreiten mein Göttergatte und ich zügig aus. Unsere hübsche Hündin Julie ist wie immer an unserer Seite und bleibt nur stehen, wenn ein Mäuschen ein für uns unhörbares Geräusch macht. In den Ästen der knorrigen Kopfweiden singt eine Amsel ihr frühes Morgenlied und Stare, Rotkehlchen und Buchfinken begleiten sie dabei. Meisen aller Art fliegen lustig von einem Baum zum anderen und dann und wann ist das hohle Gurren mehrerer Türkentaube zu hören, die fleißig ihr Nest bauen. Während wir an gepflegten Kopfweiden, kräftig grünen Feuchtwiesen und fast überfüllten Wasserläufen vorbeikommen, wird die Luft langsam wärmer. An die zwanzig Grad sollen es heute werden, doch das merkt man an diesem fast noch winterlichen Morgen nicht. Die wohlige Wärme des Frühling erreicht hier bei uns am Niederrhein erst am Nachmittag ihren Höhepunkt. In der Ferne, mitten auf dem Feld, schlagen Hasen liebestoll ihre Haken. Ein Schauspiel, das uns immer wieder lächelnd inne halten lässt. Doch weiter geht es durch die frühlingshafte niederrheinische Landschaft. Das zarte Grün sprießt überall und auch das Scharbockskraut macht sich langsam auf den Weg die Feldraine mit seinen hübschen gelben Blüten zu schmücken. Auf einer alten, fast vergessenen Obstwiese stehen noch ungeschorene Schafe, über deren wolligen Köpfen kleine Atemwölckchen tanzen. Ihr dumpfes Blöcken und ihr deutlich hörbares Rupfen des saftig grünen Grases gesellt sich nun zu den eifrigen Vogelstimmen. Hachz.. das ist ein Frühlingsmorgen wie wir ihn gerne mögen!
Verlinkt mit: "Frühlingsglück" von Loretta und Wolfgang, *Natur-Donnerstag* von Elke, "Mein Freund der Baum" von Astrid, "Monatsspaziergang" von Kristina








































