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Freitag, 11. September 2026

Kunterbunt durch die ersten Regentage (oder "Meet me in Autumn!")


Guten Morgen, Ihr Lieben! Was für eine Woche! Am vergangenen Samstag haben wir die Silberhochzeit lieber Freunde im Baerlagshof gefeiert und ich kann Euch sagen, es war ein rauschendes Fest. Die Tage davor waren voller kreativer Vorbereitungen. Fotos für die Feier aussuchen, Röschen drehen, Girlande binden und das Geschenk verpacken. Nun ist alles vorbei und irgendwie fehlt mir dieses kleine kreative Gewusel schon ein bissel. Am Samstag selbst wurde dann ausgiebig gefeiert. Die Fotobox war ständig belagert und hat uns mit sooo vielen schönen Bildern versorgt. Mit dabei waren viele liebe Freunde und irgendwann gesellte sich auch noch der Haselnussschnaps dazu.. ähem! Dass ich daran angeblich schuld war, weil ich die Getränke besorgt hatte, lasse ich jetzt einfach mal so stehen. Tsss..! Mein Schneiderlein und ich kennen uns nun schon über 25 Jahre und von uns beiden gab es natürlich auch einige alte Fotos zu sehen. Zusammen mit den neuen Bildern kam dann tatsächlich die Frage auf, ob wir Schwestern seien. Na, wenn das kein schönes Kompliment ist, oder?! Ich fand es jedenfalls ziemlich wunderbar! Und Komplimente gab es an diesem Abend tatsächlich auch einige. Nach 30 Jahren Kurzhaarschnitt lasse ich meine Haare in diesem Jahr wachsen und inzwischen kringeln sich die ersten Locken ganz ordentlich. Auch mein schwarzer Harem-Jumpsuit mit den spitzen, schwarzen Lackschuhen kam gut an. Da freut sich Frau natürlich.. lach! Für die größte Überraschung sorgte allerdings der Silberbräutigam selbst. Der sonst nicht tanzende Herr hatte extra eine komplette Country-Jive-Choreografie einstudiert und tanzte sie gemeinsam mit meinem Schneiderlein. Mit seiner Idee hat er seine Silberbraut wohl nicht nur überrascht, sondern ihr auch eine ganz besondere Freude gemacht. Die beiden sahen an diesem Abend einfach wunderbar zusammen aus. Nun sind die kreativen Tage und das schöne Fest vorbei und bei uns darf es wieder etwas gemütlicher werden. Die ersten Regentage sind da und im Wohnzimmer ist der Frühherbst schon ein bissel eingezogen. Auf dem dunkelgrünen Sofa liegen die kunterbunten Kissen in Herbstfarben und die Kürbiskissen und auf dem alten Holztisch steht mein Friday-Flowerday-Strauß. In der grünen Birnen-Vase leuchten zwei gelbe Sonnenblumen zwischen gelben und rosa Chrysanthemen, lila Strandflieder und rosa sowie orangegelben Gerbera. Dazu ein Becher Kürbis-Tee, Kerzenschein, der kleine senffarbene Kerzenhalter in Huhnform und all die kleinen Dinge, die bei mir sofort Herbstgefühle auslösen. Und auch der beige Leinenläufer mit seinen stilisierten Äpfeln passt wunderbar dazu, findet Ihr nicht auch?! Und dann liegt da noch mein wunderschöner Gewinn von der lieben Kirsten auf dem Tisch. Das Buch "Meet Me in Autumn" von Laurie Gilmore, dazu ein schönes Lesezeichen, ein Stift und ein leckerer Tee im Beutel. Ich habe mich sooo gefreut! Nochmal ein dickes Dankeschön, liebe Kirsten! Ich liebe den Herbst sehr und als großer Gilmore-Girls-Fan kann ein Buch mit diesem Titel eigentlich gar nicht passender sein. Erinnert Ihr Euch an die Gilmore-Girls? War da nicht ständig "Thanksgiving" oder "Weihnachten"? Wenn ich zurückdenke, sehe ich nur Kürbisse und Mais.. lach! So, meine Lieben. Nach einer so ereignisreichen Woche freue ich mich jetzt auf ein ruhiges Wochenende mit Blumen, Kerzenschein, Kürbis-Tee und feiner Lektüre. Draußen darf es ruhig regnen. Ich mache es mir drinnen gemütlich. Wobei.. am Samstag darf es doch nicht regnen und es sollte doch auch bitte sommerlich warm sein, denn da sind wir auf dem "KlangRevier Festival" hier in unserer Stadt. Mit Live-Musik, Sommerfeeling und der besonderen Schirrhof-Kulisse. Mein Großer ist da schon seit Wochen mit ehrenamtlich beschäftigt und freut sich wie Bolle darauf.

Habt einen schönen Freitag 

und ein wunderbares Wochenende! 

Herzlichst Nicole


"Meet me in Autumn" von Laurie Gilmore

Gilmore Girls but make it spicy 

Als Jeanies Tante ihr das geliebte Pumpkin Spice Café in der Kleinstadt Dream Harbor schenkt, ergreift sie die Chance auf einen Neuanfang abseits ihres langweiligen Schreibtischjobs. Dort angekommen trifft sie auf den Farmer Logan, der nichts für den Klatsch und Tratsch der quirligen Kleinstadtbewohner übrighat und lieber für sich bleibt. Doch Jeanies Ankunft bringt Logans Routinen durcheinander, und er will nichts mit der irritierend unbekümmerten Frau zu tun haben auch wenn er sich auf unerklärliche Weise zu ihr hingezogen fühlt. Kann Jeanies fröhliche Einstellung den mürrischen, aber attraktiven Logan überzeugen, oder hat das City Girl die einzige Person in der Stadt gefunden, die nicht ihrem Charme oder ihren Pumpkin Spice Lattes erliegt?



Für Kirstens Stromkästen-Sammlung!



Sonntag, 15. Februar 2026

Schottische Hochlandrinder am Niederrhein


Noch bevor sich die Sonne ganz am Horizont zeigt, sind mein Göttergatte und ich gemeinsam mit unserer hübschen Hündin Julie unterwegs am Rande des Hochwaldes. Frühnebel hängt zart in den Wiesen, die Sonne bricht golden durch die feinen Schwaden und ein 12 Grad milder Februarwind streicht über die noch brachliegenden Felder. Die Luft duftet nach Erde und jungem Grün, vermischt mit einer feuchten Kühle. Im Hintergrund hört man die Jäger im Niederkamperwald und auf den Feldern, was Julie unruhig werden und sie dicht bei mir bleiben lässt. Auf der Huteweide* vor dem Baerlagshof, zwischen Leucht und Niederkamperwald, stehen die schottischen Hochlandrinder vom Prangshof** und nur ein Stacheldrahtzaun trennt uns. Neugierig kommen die hübschen Rinder, deren Zottelfell satt in der Sonne glänzt, an den Zaun. Sie sind zwar nicht so groß wie erwartet, dafür aber von eindrucksvoller, friedlicher Präsenz und ihre großen Hörner verleihen ihnen Würde. Kombiniert mit dem zotteligen Fell wirken sie urtümlich und unerschütterlich friedlich. Ich reiche die Hundeleine meinem Göttergatten und gehe ich noch etwas näher an den Zaun. Eine Kuh und ein Bulle sind besonders zutraulich und kommen neugierig näher. Kurz vor dem Zaun bleiben sie stehen und lassen mich ein paar Fotos machen. Als sie zärtlich ihre Nasen aneinander reiben, seufze ich vor Entzücken auf und bin dankbar diesen Moment voller Vertrauen erleben zu dürfen. Einzelne Grünfinken fliegen zwitschernd über die Weide und ihr Zwitschern passt wunderbar zu diesem frühlingshaften Moment. 



*Hutewiese: Traditionelle baumgespickte Weide aus der Hutewirtschaft: lichte Flächen mit Hutebäumen, wo Rinder ganzjährig grasen und Schatten finden. Historisch (ab dem Hochmittelalter) im Niederrhein verbreitet, entstanden durch Viehhaltung ohne Rodung.

**Der Prangshof in Kleinholthuysen ist ein niederrheinischer Vierkanthof aus dem 14. Jahrhundert. Dort betreiben Sven und Kathrin Kuypers seit 2005 nachhaltige Landwirtschaft mit etwa 30 schottischen Hochlandrindern aus registrierter Zuchtlinie. Die robusten Tiere grasen 365 Tage im Jahr, erhalten kein Kraftfutter und jedes Kalb bleibt neun Monate bei der Mutter.


P.S. Ich habe den Text gekürzt. Wer wissen möchte wie er "in echt" endet, liest jetzt einfach weiter:

Doch dann knallt in der Nähe ein Schuss eines Jagdgewehr und Julie drängt sich mit eingezogenen Schwanz dicht an das Knie meines Göttergatten. Diesmal seufze ich vor Missbilligung und nicke meinem Göttergatten zu: "Komm' lass uns nach Hause gehen!".


verlinkt: *Montatsspaziergang*

Freitag, 7. November 2025

Amaryllis im November


Guten Morgen, meine Lieben, ist es denn zu glauben? Der erste Amaryllisstrauß der Saison steht bereits auf unserem Esstisch und bringt mit seinen prächtigen Blüten ein wunderbares Leuchten in die herbstliche Zeit. So strahlend und intensiv rot, dass ich immer wieder innehalte und mich an seiner Schönheit erfreue. Es sieht schon fast einwenig adventlich aus, nicht wahr?! Doch erst einmal ein herzliches Hallo! Möchtet Ihr lieber Kaffee oder Tee? Sagt es nur, beides habe ich für Euch da. Dieses Wochenende ist bei uns voll von besonderen Momenten: Am Wochenende feiert die Grundschule in der Nachbarschaft das Sankt-Martin-Fest, ein wunderschöner, besinnlicher Brauch, der mit seinen Laternen und Geschichte so viel Wärme in die dunkler werdenden Abende zaubert, und genau deshalb haben wir schnell die Papiermonster von Halloween aus den Fenstern genommen und wie in jedem Jahr die Laternen aus der Kindheit unserer Söhne hineingehangen. Mir wird bei diesem Anblick immer ganz heimelig zu Mute, allerdings schleicht sich auch ein Gefühl von Wehmut ein. Kennt Ihr diese Stimmung? Achja.. ! Habt Ihr etwas Schönes am Wochenende vor? Wir überlegen, ob wir zum inspirierenden "Novemberleuchten" in Keppelen und zum heimeligen "Novemberlichter" im Haus Ingenray gehen. Beide Märkte sind ganz wunderbar! Was sonst noch so war? Bei uns im kleinen Weltladen geht es gerade richtig rund: Sankt Martin, Weihnachten und die Orangenaktion möchten arbeitstechnisch bedient werden und das ist echt eine enorme Aufgabe. Am Mittwoch hatte ich alleine Dienst und Abends waren wir schon beinahe ausverkauft, so viel war los. Gestern war ich den ganzen Tag draußen unterwegs: erst gemeinsam mit meinem Göttergatten schon um 07:00 Uhr auf einem ausgedehnten Spaziergang durch die Natur, dann am Vormittag mit meiner Schwiegermama auf dem Friedhof und am späten Nachmittag zog es mich zusammen mit meinem Schneiderlein in die Baerlag und für einen Plausch bei Kaffee und Kuchen in den nahegelegenen Baerlaghof. Natürlich war mein Hundemädchen Julie immer an meiner Seite und hat genau wie ich die frische Luft sichtlich genossen. Ach, Ihr Lieben, ich bin so froh, dass ich meine Stundenanzahl im Weltladen reduziert habe, denn es sind solche besonderen Tage, die mich inspiriert und erfüllt in die Jahreszeiten eintauchen lassen. Und ich bin von Herzen dankbar, all diese kleinen Wunder erleben zu dürfen. So, meine Lieben, ich muss los: 

Genießt die Natur, Eure Lieben 
und die schönen Momente des Alltags.
Herzlichst Nicole

Freitag, 19. September 2025

Von roten Hagebutten und lila Herbstastern


Guten Morgen, meine Lieben! Wie schön, dass Ihr da seid. Habt Ihr es mitgebekommen? Heute und morgen soll die Sonne von einem herrlichen Spätsommerhimmel herabstrahlen. Bis Mittag soll es noch ziemlich frisch sein, doch dann lockt die Sonne uns nach draußen, um die warmen Strahlen und die sommerlichen Temperaturen in vollen Zügen zu genießen. Hachz.. wäre das nicht wunderbar?! Wenn dann noch ein leichter Südwind uns sanft die warmen Herbstdüfte heran trägt, wird es wirklich ein perfekter Tag, um die vielleicht letzten Sonnenstunden zu feiern und das prachtvolle Farbenspiel in der Natur oder im Garten zu bewundern. Ich finde den Anblick der roten Hagebutten und der lila Herbstastern jedenfalls herrlich! Wie war denn Eure Woche? Meine war sehr abwechslungsreich. Ich habe endlich ein neues kleines Auto (die schlichte Variante meines vorherigen Autos) bekommen und am Mittwoch haben wir im kleinen Weltladen in großer Runde eine Mitarbeiterin verabschiedet: zuerst haben wir eine kleine Kräuterwanderung oben am Kloster gemacht und sind schließlich im Baerlaghof eingekehrt. Ein schöner Abend! Allerdings wäre es mir lieber, wenn die Kollegin Freundin bliebe.. snief! Habt Ihr etwas Schönes am Wochenende vor? Wir wollen auf jeden Fall am Sonntag zum Erntedankfest mit Bauernmarkt zur Dorenburg und ob wir zur Herbstpartie am Kloster wollen, ist noch nicht entschieden. Wir waren jetzt seit 2021 in jedem Jahr dort und es war bisher immer das Gleiche. Die gleichen Zelte und Aussteller.. seufz! Irgendwie hatte ich etwas mehr Schwung erwartet. So meine Lieben, ich muss los. Julie, unser süßes Hundemädchen wartet schon auf mich. Sie hatte übrigens vorgestern Geburtstag und ist jetzt schon 12 Jahre alt. Büah.. die Zeit vergeht viel zu schnell, findet Ihr nicht auch?!


Ihr Lieben, die Luft ist erfüllt von Vorfreude auf den kommenden Herbst, doch heute bleibt die Wärme noch unser liebster Begleiter. Ein Tag, der Lust macht auf Spaziergänge, Gartenmomente und all die kleinen Freuden, die der Spätsommer uns schenkt. Genießt es!
Herzlichst Nicole

P.S.
Ach, habe ich Euch eigentlich erzählt, dass nach unserem Urlaub eine winzigkleine Überraschungim Garten auf uns gewartet hat? Ein zuckersüßes Piepen hatte sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen und zu meiner Freude lief ein flauschiges Küken durch den Hühnerstall. Da hatte mein Sohnemann wohl ein Ei übersehen.. lach! Ich freue mich schon darauf, wenn es groß genug um mit den anderen Hühnern im Garten frei laufen zu können. Noch ist es zu unaufmerksam was die Gefahren angeht, denn der Habicht sitzt leider immer noch hin und wieder in der großen Zeder und wartet auf Frühstück.



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