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Sonntag, 30. August 2026

August im Wipfelblick und September op Platt


Heute mache ich wieder bei der "12tel Blick"-Fotaktion von Eva Fuchs mit. Wie Ihr vielleicht wisst, habe ich mir dafür den Blick aus dem Kinderzimmerfenster in unseren Garten ausgesucht. Zwar sieht man dort nur die Wipfel unserer altehrwürdigen Bäume, doch genau dieser Blick begleitet mich schon seit vielen Jahren. Für das Projekt habe ich mich übrigens für ein anderes Bildformat entschieden. Um den Garten in seiner ganzen Breite zu zeigen, gefällt mir das Querformat einfach besser.

Mein Augustblick wirkt auf den ersten Blick noch immer wunderbar grün und sommerlich. Der wilde Wein hat sich von der Hitze offenbar wenig beeindrucken lassen und rankt weiterhin munter ins Fenster hinein. Auch die übrigen Baumkronen vermitteln zunächst den Eindruck eines üppigen Sommergartens. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich allerdings, dass dieser Sommer seine Spuren hinterlassen hat. Besonders die Korea Tanne fällt inzwischen auf. Sie hat viele Nadeln verloren und wirkt dadurch deutlich spärlicher und beinahe etwas durchsichtig. Auch der Ahorn hat bereits Blätter abgeworfen. Im gesamten Garten sieht es leider noch deutlicher aus. Viele kleinere Gehölze wie Schmetterlingsflieder, Vogelbeeren, Holunder und Haselnuss sind vertrocknet. Auch die junge Walnuss und Eiche haben unter der großen Hitze und Trockenheit sehr gelitten. Auf meinem kleinen Ausschnitt aus dem Kinderzimmerfenster ist davon zum Glück kaum etwas zu erkennen. Vielleicht ist genau das das Spannende an meinem 12tel Blick: Ein Foto erzählt nur einen kleinen Teil der Geschichte. Unter den grünen Wipfeln liegt ein Garten, der in diesem Sommer ordentlich kämpfen musste. Und deshalb hoffe ich jetzt schon sehr auf die nächste Veränderung. Ich warte sehnsüchtig auf den Herbst. Auf kühlere Tage, Regen, Nebel und das erste bunte Laub. Ich bin gespannt, wie mein vertrauter Wipfelblick aussehen wird, wenn sich das Grün langsam in Gold, Rot und Braun verwandelt.

Randnotiz August 2026: Der August hat uns am linken Niederrhein noch einmal ordentlich gefordert. Mitte des Monats kletterten die Temperaturen auf etwa 35 Grad. Gleichzeitig führte der Rhein außergewöhnlich wenig Wasser: Am 17. August fiel der Pegel in Duisburg Ruhrort auf nur 126 Zentimeter, bei einem langjährigen Mittelwasserstand von rund 426 Zentimetern. Kein Wunder, dass auch unser Garten unter der Hitze und Trockenheit gelitten hat. Umso dankbarer bin ich für unseren alten Baumbestand, der uns Schatten und ein angenehmeres Gartenklima schenkt. 





September - Ein niederrheinischer Jahreszeiten-Begleiter



"September bréngk de eerste Damp, morjens liggt de Növel op de Acker."
Übersetzung: "Der September bringt den ersten Dampf, morgens liegt der Nebel auf den Feldern."

Der September leitet den Herbst ein: Kühleren Nächten stehen tagsüber oft noch milde Temperaturen gegenüber, sodass sich morgens Nebel über Wiesen und Felder legt. Die Redewendung beschreibt dieses typische Bild sehr genau. Es ist die Zeit, in der Äpfel und Birnen reifen und die letzten Feldarbeiten vor dem Winter erledigt werden. Gleichzeitig spürt man, dass die helle Jahreszeit sich langsam verabschiedet.

Verlinkt: "Unser Jahresprojekt" von Andrea, *Mein Freund der Baum* von Astrid,

Sonntag, 2. August 2026

Juli im Wipfelblick und August op Platt


Heute mache ich wieder bei der "12tel Blick"-Fotaktion von Eva Fuchs mit. Wie Ihr vielleicht wisst, habe ich mir dafür den Blick aus dem Kinderzimmerfenster in unseren Garten ausgesucht. Zwar sieht man dort nur die Wipfel unserer altehrwürdigen Bäume, doch genau dieser Blick begleitet mich schon seit vielen Jahren. Für das Projekt habe ich mich übrigens für ein anderes Bildformat entschieden. Um den Garten in seiner ganzen Breite zu zeigen, gefällt mir das Querformat einfach besser.

Im Juli zeigt sich mein 12tel Blick auf den ersten Blick fast unverändert. Die Baumkronen stehen nun in ihrem vollsten Sommerkleid und bilden ein dichtes grünes Dach, das den Garten umschließt. Doch während die Bäume selbst kaum Veränderungen erkennen lassen, spielt in diesem Monat der Himmel die Hauptrolle. An diesem Abend verwandelte die untergehende Sonne den Horizont in ein leuchtendes Gemälde aus Gold, Apricot und zarten Rosatönen. Die mächtigen Baumriesen hoben sich als dunkle Silhouetten davon ab und wirkten fast wie eine Kulisse. Solche Augenblicke dauern oft nur wenige Minuten und doch bleiben sie lange in Erinnerung. Ich liebe diese stillen Sommerabende, wenn der Tag langsam zur Ruhe kommt, die Luft endlich etwas kühler wird und nur noch das leise Rauschen der Blätter zu hören ist. Dann wird mir jedes Mal bewusst, wie viel Glück wir mit unserem alten Baumbestand haben. Er schenkt uns nicht nur Schatten an heißen Tagen, sondern auch unzählige kleine Naturmomente, die man im Alltag viel zu leicht übersieht. Genau deshalb mag ich meinen 12tel Blick so sehr. Er zeigt nicht nur, wie sich die Natur im Laufe eines Jahres verändert, sondern hält auch diese flüchtigen Stimmungen fest, die sich niemals wieder genauso wiederholen.

Randnotiz Juli 2026: Nach dem außergewöhnlich heißen Juni fühlte sich der Juli fast wie eine kleine Verschnaufpause an. Die Bäume standen nun in ihrem dichtesten Sommergrün und bildeten ein schützendes Blätterdach. Besonders an den langen Sommerabenden, wenn sich der Himmel in warme Orange-, Apricot- und Rosatöne färbte, wurde mein 12tel Blick zu einem Ort, an dem ich den Tag gerne ausklingen ließ. Leider machte der Himmel seine Versprechen nur selten wahr. Immer wieder zogen dunkle Wolken auf, doch unsere kleine Stadt ging meist leer aus. So blieb die Hoffnung auf ergiebigen Sommerregen auch im Juli unerfüllt.



August - Ein niederrheinischer Jahreszeiten-Begleiter



"August is Früchtetied, de Sünn steiht heet op de Äcker, un dat, wat reif is, witt inholt."
Übersetzung: "August ist Fruchtzeit, die Sonne steht heiß über den Feldern, und alles, was reif ist, wird eingebracht."

Der August steht ganz im Zeichen der Ernte von Obst, Beeren, Kartoffeln und vielem, was in Gärten und auf den Feldern gewachsen ist. Jetzt zeigt sich, was der Sommer hervorgebracht hat: Die Arbeit der letzten Monate wird sichtbar und die Ernte will bei gutem Wetter eingebracht werden, bevor Regen oder Kühle sie gefährden. Die Redewendung spiegelt diese Zeit der Reife und des Sammelns wieder: Einerseits ist der August noch ein warmer Sommermonat, andererseits liegt schon der erste Hauch von Spätsommer in der Luft. Für die Menschen auf dem Land bedeutete er Fülle, aber auch Arbeit und Verantwortung.

Herkunft: Mündlicher Gebrauch am Niederrhein seit dem 19. Jahrhundert.


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Willkommen zu meinem Jahreszeiten-Begleiter

Mit dieser Reihe möchte ich Euch die traditionellen Monatsreden und Sprüche vom Niederrhein näherbringen. Sie erzählen von Wetter, Natur, Landwirtschaft und dem Leben vergangener Generationen. Jeden Monat stelle ich Euch eine mundartliche Redewendung vor, übersetze sie ins Hochdeutsche und erkläre ihren Ursprung und ihre Bedeutung. Vielleicht habt Ihr ja Lust, mich ein Jahr lang durch die niederrheinischen Jahreszeiten zu begleiten.

Verlinkt: "Unser Jahresprojekt" von Andrea, *Mein Freund der Baum* von Astrid,

Sonntag, 5. Juli 2026

Juni im Wipfelblick und Juli op Platt

Guten Morgen, meine Lieben. Heute gibt es schon wieder eine kleine Neuerung auf meinem Blog. In den vergangenen Monaten sind einige meiner regelmäßigen Blogprojekte zusammengekommen und ich habe gemerkt, dass ich sie wunderbar in einem gemeinsamen Monatsbeitrag vereinen kann. Keine Sorge, jedes Projekt behält natürlich seinen eigenen Platz. Der 12tel Blick und mein Jahreszeiten-Begleiter bleiben zwei eigenständige Reihen. Sie ziehen lediglich gemeinsam durch den Monat. Ich finde, das macht den Beitrag abwechslungsreicher und Ihr könnt gleich zwei kleine Reisen durch den Niederrhein mit mir unternehmen. Also schaut zuerst mit mir hinauf in die Baumkronen und anschließend werfen wir gemeinsam einen Blick auf eine alte niederrheinische Redewendung.


12tel-Blick - Juni / Ein Wipfelbild


Heute mache ich wieder bei der "12tel Blick"-Fotoaktion von Eva Fuchs mit. Wie Ihr vielleicht wisst, habe ich mir dafür den Blick aus dem Kinderzimmerfenster in unseren Garten ausgesucht. Zwar sieht man dort nur die Wipfel unserer altehrwürdigen Bäume, doch genau dieser Blick begleitet mich schon seit vielen Jahren. Für das Projekt habe ich mich übrigens für ein anderes Bildformat entschieden. Um den Garten in seiner ganzen Breite zu zeigen, gefällt mir das Querformat einfach besser. 

Im Juni ist aus meinem Wipfelblick ein grünes Dach geworden. Wo im Frühjahr noch einzelne Zweige den Himmel freigaben, haben sich die Baumkronen inzwischen zu einem dichten Blättermeer geschlossen. Nur noch vereinzelt blitzt das Blau des Himmels hindurch. Stattdessen tanzt das Sonnenlicht in unzähligen Grüntönen durch die Blätter und der Wind lässt die Kronen sanft rauschen. Gerade in den vergangenen Hitzetagen habe ich diesen Blick besonders geschätzt. Während draußen Temperaturen von weit über 30 Grad herrschten, wirkten die hohen Bäume wie eine schützende Oase. Wenn der Wind durch die Wipfel strich und die Blätter rauschten, fühlte ich mich jedes Mal ein wenig wie am Meer. Genau dieses Rauschen liebe ich. Es schenkt mir Ruhe und lässt die Hitze für einen Moment vergessen. Genau deshalb mag ich meinen 12tel Blick so sehr. Er zeigt nicht nur, wie sich die Natur im Laufe eines Jahres verändert, sondern erinnert mich auch daran, wie gut uns Bäume tun. Sie schenken Schatten, kühlen ihre Umgebung und machen selbst heiße Sommertage ein wenig erträglicher.

Randnotiz Juni 2026: Der Juni wird vielen wohl als einer der heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Erinnerung bleiben. Am Niederrhein kletterten die Temperaturen an mehreren Tagen deutlich über die 35-Grad-Marke. Umso dankbarer bin ich für unseren alten Baumbestand. Gerade in Zeiten wie diesen spürt man, wie wertvoll große Bäume für Mensch, Tier und Klima sind.



Juli - Ein niederrheinischer Jahreszeiten-Begleiter



"Juli is Hee-tied, de Sünn brennt op de Kopp, aver dat Hee mutt dröge."
Übersetzung: "Juli ist Heuzeit, die Sonne brennt auf den Kopf, aber das Heu muss trocknen."

Der Juli steht ganz im Zeichen der Heu- und oft schon der Getreideernte. Die Arbeit auf den Wiesen und Feldern ist schwer, staubig und heiß, doch sie duldet keinen Aufschub: Das Gras muss bei Sonnenschein trocknen, bevor Regen es verdirbt. Die Redewendung spiegelt diesen Widerspruch: körperliche Anstrengung in der Sommerhitze und gleichzeitig die Erleichterung, wenn das Heu endlich eingefahren ist. Für die Tiere bedeutete es Futter für den Winter. In früheren Zeiten eine Frage des Überlebens.

Herkunft: Mündlicher Gebrauch am Niederrhein seit dem 19. Jahrhundert.

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Willkommen zu meinem Jahreszeiten-Begleiter

Mit dieser Reihe möchte ich Euch die traditionellen Monatsreden und Sprüche vom Niederrhein näherbringen. Sie erzählen von Wetter, Natur, Landwirtschaft und dem Leben vergangener Generationen. Jeden Monat stelle ich Euch eine mundartliche Redewendung vor, übersetze sie ins Hochdeutsche und erkläre ihren Ursprung und ihre Bedeutung. Vielleicht habt Ihr ja Lust, mich ein Jahr lang durch die niederrheinischen Jahreszeiten zu begleiten.

Sonntag, 7. Juni 2026

Juni - Ein niederrheinischer Jahreszeiten-Begleiter


„Juni bréngk Sonn un Lücht, dat Korn kriegt Färg un Gewicht.“

Übersetzung: „Der Juni bringt Sonne und Licht, das Korn bekommt Farbe und Gewicht.“

Im Juni reifen die Getreidefelder sichtbar heran; die Halme werden schwerer, die Ähren voller. Die Tage sind lang, und die Sonne hat genug Kraft, um Wachstum und Fülle zu schenken. Die Redewendung macht deutlich, wie wichtig dieser Monat für die kommende Ernte war: Blieb die Sonne aus, fürchtete man um Brot und Futter. Gleichzeitig beginnt für die Menschen eine leichtere Zeit, in der nach der harten Frühjahrsaussaat etwas Ruhe einkehrt.

Herkunft: Mündlicher Gebrauch am Niederrhein seit dem 19. Jahrhundert.


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Willkommen zu meinem Jahreszeiten-Begleiter: 
Die 12 Monate in Redewendungen vom Niederrhein

Guten Morgen, meine Lieben, in meinem neuen Blogprojekt nehme ich Euch mit auf eine ganz besondere Reise durch das Jahr und zwar mit den traditionellen Monatsreden und Sprüchen, die hier am Niederrhein in Mundart überliefert sind. Jeder Monat hat seine eigene Stimmung, seine typischen Wetterkapriolen, seine Landwirtschaftszeiten und seine festlichen Bräuche. Diese vielschichtige Verbindung von Natur, Alltag und Sprache zeigt sich wunderbar in den alten Redewendungen, die ich für Euch gesammelt, übersetzt und mit Erklärungen versehen habe. Doch bevor wir starten, möchte ich kurz etwas zur Sprache sagen: Der niederrheinische Dialekt ist eine lebendige Ausdrucksform, die über viele Generationen hinweg gepflegt wurde. Er klingt weich, melodisch und oft ein wenig "singend". Seine Wörter und Wendungen tragen Spuren des Niederländischen und Rheinischen in sich: ein spannendes Zeugnis der Grenznähe und der bewegten Geschichte unserer Region. Viele ältere Menschen hier können diesen Dialekt noch fließend sprechen, doch selbst wer ihn nicht mehr alltäglich nutzt, erkennt in ihm sofort Vertrautheit, Heimat und Wärme.

Ihr findet hier jeweils:
  • Die mundartliche Redewendung des Monats, so wie sie seit dem 19. Jahrhundert mündlich überliefert wird,
  • Eine genaue Übersetzung ins Hochdeutsche für vollständiges Verständnis,
  • Eine Erklärung, die Herkunft und Bedeutung des Spruchs beleuchtet,
  • Und natürlich die saisonale Atmosphäre, in der die Aussage ihren Ursprung hat.

Mit dieser Reihe möchte ich Euch nicht nur eine Sprache und Kultur näherbringen, sondern auch die Rhythmen und Traditionen eines Naturjahres am Niederrhein erlebbar machen. Es ist eine Einladung, die Jahreszeiten bewusster wahrzunehmen und die kleinen Zeichen der Natur zu sehen: von frostigen Januartagen über die ersten Blüten im Mai bis zum wohligen Kerzenschein im Dezember. Begleitet mich auf diesem Weg! Taucht ein in die Sprache, die Landschaft und die Jahreszeiten, spürt mit mir gemeinsam das Leben hier am Niederrhein in all seinen Facetten und lasst Euch inspirieren für eure eigene Jahreszeitengestaltung.


Van Hart’n willkamen bi mi!
Dat Niköleken


Verlinkt mit: *Jahresprojekt 2026*

Sonntag, 3. Mai 2026

Mai - Ein niederrheinischer Jahreszeiten-Begleiter



„Im Mai, do löwt dat Läwen, allens stäht in Bloes.“

Übersetzung: „Im Mai, da läuft das Leben, alles steht in Blüte.“

Der Mai wird am Niederrhein als der eigentliche Frühlingsmonat empfunden: Obstbäume blühen, Wiesen werden saftig grün und überall ist Vogelgesang zu hören. Die Redewendung betont dieses Aufblühen des Lebens und nicht nur in der Natur, sondern auch im Dorf: Maibaum, Kirmes, erste Feste im Freien. Der Mai galt schon im 19. Jahrhundert als "Liebes- und Brautmonat", in dem sich Paare fanden und Verlobungen gefeiert wurden.

Herkunft: Mündlicher Gebrauch am Niederrhein seit dem 19. Jahrhundert.


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Willkommen zu meinem Jahreszeiten-Begleiter: 
Die 12 Monate in Redewendungen vom Niederrhein

Guten Morgen, meine Lieben, in meinem neuen Blogprojekt nehme ich Euch mit auf eine ganz besondere Reise durch das Jahr und zwar mit den traditionellen Monatsreden und Sprüchen, die hier am Niederrhein in Mundart überliefert sind. Jeder Monat hat seine eigene Stimmung, seine typischen Wetterkapriolen, seine Landwirtschaftszeiten und seine festlichen Bräuche. Diese vielschichtige Verbindung von Natur, Alltag und Sprache zeigt sich wunderbar in den alten Redewendungen, die ich für Euch gesammelt, übersetzt und mit Erklärungen versehen habe. Doch bevor wir starten, möchte ich kurz etwas zur Sprache sagen: Der niederrheinische Dialekt ist eine lebendige Ausdrucksform, die über viele Generationen hinweg gepflegt wurde. Er klingt weich, melodisch und oft ein wenig "singend". Seine Wörter und Wendungen tragen Spuren des Niederländischen und Rheinischen in sich: ein spannendes Zeugnis der Grenznähe und der bewegten Geschichte unserer Region. Viele ältere Menschen hier können diesen Dialekt noch fließend sprechen, doch selbst wer ihn nicht mehr alltäglich nutzt, erkennt in ihm sofort Vertrautheit, Heimat und Wärme.

Ihr findet hier jeweils:
  • Die mundartliche Redewendung des Monats, so wie sie seit dem 19. Jahrhundert mündlich überliefert wird,
  • Eine genaue Übersetzung ins Hochdeutsche für vollständiges Verständnis,
  • Eine Erklärung, die Herkunft und Bedeutung des Spruchs beleuchtet,
  • Und natürlich die saisonale Atmosphäre, in der die Aussage ihren Ursprung hat.

Mit dieser Reihe möchte ich Euch nicht nur eine Sprache und Kultur näherbringen, sondern auch die Rhythmen und Traditionen eines Naturjahres am Niederrhein erlebbar machen. Es ist eine Einladung, die Jahreszeiten bewusster wahrzunehmen und die kleinen Zeichen der Natur zu sehen: von frostigen Januartagen über die ersten Blüten im Mai bis zum wohligen Kerzenschein im Dezember. Begleitet mich auf diesem Weg! Taucht ein in die Sprache, die Landschaft und die Jahreszeiten, spürt mit mir gemeinsam das Leben hier am Niederrhein in all seinen Facetten und lasst Euch inspirieren für eure eigene Jahreszeitengestaltung.

Van Hart’n willkamen bi mi!
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Kloster Kamp, Bader'sche Haus

Mittwoch, 1. April 2026

April - Ein niederrheinischer Jahreszeiten-Begleiter



"April, April, he weet selver nich, wat he will."

Übersetzung: "April, April, er weiß selbst nicht, was er will."


Der April gilt am Niederrhein als launischer Monat, in dem Sonne, Regen, Wind und sogar Schnee sich in kurzer Folge abwechseln. Der Name kommt vom lateinischen “aperire” (öffnen), da die Natur sich nun öffnet und Büsche und Bäume austreiben. Die Bauern beobachteten das Wetter im April besonders genau, denn ein später Frost konnte Blüten und junge Saat gefährden. So entstand die Redewendung, die den unberechenbaren Charakter dieses Übergangsmonats treffend einfängt. 


Herkunft: Mündlicher Gebrauch am Niederrhein seit dem 19. Jahrhundert.


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Die 12 Monate in Redewendungen vom Niederrhein

Guten Morgen, meine Lieben, in meinem neuen Blogprojekt nehme ich Euch mit auf eine ganz besondere Reise durch das Jahr und zwar mit den traditionellen Monatsreden und Sprüchen, die hier am Niederrhein in Mundart überliefert sind. Jeder Monat hat seine eigene Stimmung, seine typischen Wetterkapriolen, seine Landwirtschaftszeiten und seine festlichen Bräuche. Diese vielschichtige Verbindung von Natur, Alltag und Sprache zeigt sich wunderbar in den alten Redewendungen, die ich für Euch gesammelt, übersetzt und mit Erklärungen versehen habe. Doch bevor wir starten, möchte ich kurz etwas zur Sprache sagen: Der niederrheinische Dialekt ist eine lebendige Ausdrucksform, die über viele Generationen hinweg gepflegt wurde. Er klingt weich, melodisch und oft ein wenig "singend". Seine Wörter und Wendungen tragen Spuren des Niederländischen und Rheinischen in sich: ein spannendes Zeugnis der Grenznähe und der bewegten Geschichte unserer Region. Viele ältere Menschen hier können diesen Dialekt noch fließend sprechen, doch selbst wer ihn nicht mehr alltäglich nutzt, erkennt in ihm sofort Vertrautheit, Heimat und Wärme.

Ihr findet hier jeweils:
  • Die mundartliche Redewendung des Monats, so wie sie seit dem 19. Jahrhundert mündlich überliefert wird,
  • Eine genaue Übersetzung ins Hochdeutsche für vollständiges Verständnis,
  • Eine Erklärung, die Herkunft und Bedeutung des Spruchs beleuchtet,
  • Und natürlich die saisonale Atmosphäre, in der die Aussage ihren Ursprung hat.

Mit dieser Reihe möchte ich Euch nicht nur eine Sprache und Kultur näherbringen, sondern auch die Rhythmen und Traditionen eines Naturjahres am Niederrhein erlebbar machen. Es ist eine Einladung, die Jahreszeiten bewusster wahrzunehmen und die kleinen Zeichen der Natur zu sehen: von frostigen Januartagen über die ersten Blüten im Mai bis zum wohligen Kerzenschein im Dezember. Begleitet mich auf diesem Weg! Taucht ein in die Sprache, die Landschaft und die Jahreszeiten, spürt mit mir gemeinsam das Leben hier am Niederrhein in all seinen Facetten und lasst Euch inspirieren für eure eigene Jahreszeitengestaltung. 

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Archivbild: 07. April 2021

Sonntag, 1. März 2026

März - Ein niederrheinischer Jahreszeiten-Begleiter


"Ichst der März waarm und faan, weed der April störmesch saan."

Übersetzung: "Ist der März warm und fein, wird der April stürmisch sein."

Der März lockt mit milden Tagen und täuscht einen frühen Frühling vor, doch der April rächt sich mit Stürmen und Kälte, die die jungen Pflanzen bedrohen. Bauern wussten: Zu frühe Wärme führt oft zu späteren Schäden in Feld und Garten. Die Natur hält sich noch bedeckt, und wer zu früh aussät, geht ein Risiko ein.


Herkunft: Niederrheinische Bauernweisheit, mündlich überliefert seit dem 19. Jahrhundert.


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Die 12 Monate in Redewendungen vom Niederrhein

Guten Morgen, meine Lieben, in meinem neuen Blogprojekt nehme ich Euch mit auf eine ganz besondere Reise durch das Jahr und zwar mit den traditionellen Monatsreden und Sprüchen, die hier am Niederrhein in Mundart überliefert sind. Jeder Monat hat seine eigene Stimmung, seine typischen Wetterkapriolen, seine Landwirtschaftszeiten und seine festlichen Bräuche. Diese vielschichtige Verbindung von Natur, Alltag und Sprache zeigt sich wunderbar in den alten Redewendungen, die ich für Euch gesammelt, übersetzt und mit Erklärungen versehen habe. Doch bevor wir starten, möchte ich kurz etwas zur Sprache sagen: Der niederrheinische Dialekt ist eine lebendige Ausdrucksform, die über viele Generationen hinweg gepflegt wurde. Er klingt weich, melodisch und oft ein wenig "singend". Seine Wörter und Wendungen tragen Spuren des Niederländischen und Rheinischen in sich: ein spannendes Zeugnis der Grenznähe und der bewegten Geschichte unserer Region. Viele ältere Menschen hier können diesen Dialekt noch fließend sprechen, doch selbst wer ihn nicht mehr alltäglich nutzt, erkennt in ihm sofort Vertrautheit, Heimat und Wärme.

Ihr findet hier jeweils:
  • Die mundartliche Redewendung des Monats, so wie sie seit dem 19. Jahrhundert mündlich überliefert wird,
  • Eine genaue Übersetzung ins Hochdeutsche für vollständiges Verständnis,
  • Eine Erklärung, die Herkunft und Bedeutung des Spruchs beleuchtet,
  • Und natürlich die saisonale Atmosphäre, in der die Aussage ihren Ursprung hat.

Mit dieser Reihe möchte ich Euch nicht nur eine Sprache und Kultur näherbringen, sondern auch die Rhythmen und Traditionen eines Naturjahres am Niederrhein erlebbar machen. Es ist eine Einladung, die Jahreszeiten bewusster wahrzunehmen und die kleinen Zeichen der Natur zu sehen: von frostigen Januartagen über die ersten Blüten im Mai bis zum wohligen Kerzenschein im Dezember. Begleitet mich auf diesem Weg! Taucht ein in die Sprache, die Landschaft und die Jahreszeiten, spürt mit mir gemeinsam das Leben hier am Niederrhein in all seinen Facetten und lasst Euch inspirieren für eure eigene Jahreszeitengestaltung.


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Der Schlehdorn, auch Schwarzdorn
oder Schlehe genannt,
ist ein dorniger Strauch bis 4 m hoch
mit weißer Blüte im März/April vor dem Laub.
Das oben gezeigte Foto habe ich allerdings
schon am 27.02.2026 gemacht.
Sonnig, wolkenlos,18 °C

Sonntag, 1. Februar 2026

Februar - Ein niederrheinischer Jahreszeiten-Begleiter



"Föbuari bläst de Wind so kalt, dat de Kinner nich mehr naar de School wüllt."

Übersetzung: "Im Februar bläst der Wind so kalt, dass die Kinder nicht mehr zur Schule gehen wollen."

Der Februar bringt oft eisigen Wind mit sich, der den Winter noch einmal spürbar macht. Die Kinder blieben daher manchmal lieber zuhause. Früher nannte man den Februar auch „Hornung“, da in dieser Zeit das Geweih der Hirsche abgeworfen wurde.

Herkunft: Regional gebräuchlich im 19. Jahrhundert.

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Guten Morgen, meine Lieben, in meinem neuen Blogprojekt nehme ich Euch mit auf eine ganz besondere Reise durch das Jahr und zwar mit den traditionellen Monatsreden und Sprüchen, die hier am Niederrhein in Mundart überliefert sind. Jeder Monat hat seine eigene Stimmung, seine typischen Wetterkapriolen, seine Landwirtschaftszeiten und seine festlichen Bräuche. Diese vielschichtige Verbindung von Natur, Alltag und Sprache zeigt sich wunderbar in den alten Redewendungen, die ich für Euch gesammelt, übersetzt und mit Erklärungen versehen habe. Doch bevor wir starten, möchte ich kurz etwas zur Sprache sagen: Der niederrheinische Dialekt ist eine lebendige Ausdrucksform, die über viele Generationen hinweg gepflegt wurde. Er klingt weich, melodisch und oft ein wenig "singend". Seine Wörter und Wendungen tragen Spuren des Niederländischen und Rheinischen in sich: ein spannendes Zeugnis der Grenznähe und der bewegten Geschichte unserer Region. Viele ältere Menschen hier können diesen Dialekt noch fließend sprechen, doch selbst wer ihn nicht mehr alltäglich nutzt, erkennt in ihm sofort Vertrautheit, Heimat und Wärme.

Ihr findet hier jeweils:
  • Die mundartliche Redewendung des Monats, so wie sie seit dem 19. Jahrhundert mündlich überliefert wird,
  • Eine genaue Übersetzung ins Hochdeutsche für vollständiges Verständnis,
  • Eine Erklärung, die Herkunft und Bedeutung des Spruchs beleuchtet,
  • Und natürlich die saisonale Atmosphäre, in der die Aussage ihren Ursprung hat.

Mit dieser Reihe möchte ich Euch nicht nur eine Sprache und Kultur näherbringen, sondern auch die Rhythmen und Traditionen eines Naturjahres am Niederrhein erlebbar machen. Es ist eine Einladung, die Jahreszeiten bewusster wahrzunehmen und die kleinen Zeichen der Natur zu sehen: von frostigen Januartagen über die ersten Blüten im Mai bis zum wohligen Kerzenschein im Dezember. Begleitet mich auf diesem Weg! Taucht ein in die Sprache, die Landschaft und die Jahreszeiten, spürt mit mir gemeinsam das Leben hier am Niederrhein in all seinen Facetten und lasst Euch inspirieren für eure eigene Jahreszeitengestaltung.


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*Archivbild
Krefeld, Hülser Berg
Wildtiergehege
im Februar 2021

Sonntag, 4. Januar 2026

Januar - Ein niederrheinischer Jahreszeiten-Begleiter



"Wat kun dat hüre, dat mutt de Jannewaahr sien!"

Übersetzung: "Was man hier hört, das muss wohl das neue Jahr sein!"

Der Januar ist der Beginn eines neuen Jahres. Eine Zeit des Neubeginns und der ruhigen Einkehr. Mit frostklirrender Luft breitet sich in der Natur eine klare Stille aus. Die Redensart erinnert daran, dieses frische Jahreslicht bewusst wahrzunehmen. Noch aufgewärmt vom Holzfeuer, halten wir Ausschau auf das, was kommen mag. Der Januar war früher auch als "Hartung" bekannt. Ein Ausdruck, der die Kälte und Härte dieser Zeit beschreibt und die Wichtigkeit vorausschauender Vorratshaltung betonte.

Herkunft: Mündlicher Gebrauch am Niederrhein seit dem 19. Jahrhundert.


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Guten Morgen, meine Lieben, in meinem neuen Blogprojekt nehme ich Euch mit auf eine ganz besondere Reise durch das Jahr und zwar mit den traditionellen Monatsreden und Sprüchen, die hier am Niederrhein in Mundart überliefert sind. Jeder Monat hat seine eigene Stimmung, seine typischen Wetterkapriolen, seine Landwirtschaftszeiten und seine festlichen Bräuche. Diese vielschichtige Verbindung von Natur, Alltag und Sprache zeigt sich wunderbar in den alten Redewendungen, die ich für Euch gesammelt, übersetzt und mit Erklärungen versehen habe. Doch bevor wir starten, möchte ich kurz etwas zur Sprache sagen: Der niederrheinische Dialekt ist eine lebendige Ausdrucksform, die über viele Generationen hinweg gepflegt wurde. Er klingt weich, melodisch und oft ein wenig "singend". Seine Wörter und Wendungen tragen Spuren des Niederländischen und Rheinischen in sich: ein spannendes Zeugnis der Grenznähe und der bewegten Geschichte unserer Region. Viele ältere Menschen hier können diesen Dialekt noch fließend sprechen, doch selbst wer ihn nicht mehr alltäglich nutzt, erkennt in ihm sofort Vertrautheit, Heimat und Wärme.

Ihr findet hier jeweils:
  • Die mundartliche Redewendung des Monats, so wie sie seit dem 19. Jahrhundert mündlich überliefert wird,
  • Eine genaue Übersetzung ins Hochdeutsche für vollständiges Verständnis,
  • Eine Erklärung, die Herkunft und Bedeutung des Spruchs beleuchtet,
  • Und natürlich die saisonale Atmosphäre, in der die Aussage ihren Ursprung hat.

Mit dieser Reihe möchte ich Euch nicht nur eine Sprache und Kultur näherbringen, sondern auch die Rhythmen und Traditionen eines Naturjahres am Niederrhein erlebbar machen. Es ist eine Einladung, die Jahreszeiten bewusster wahrzunehmen und die kleinen Zeichen der Natur zu sehen: von frostigen Januartagen über die ersten Blüten im Mai bis zum wohligen Kerzenschein im Dezember. Begleitet mich auf diesem Weg! Taucht ein in die Sprache, die Landschaft und die Jahreszeiten, spürt mit mir gemeinsam das Leben hier am Niederrhein in all seinen Facetten und lasst Euch inspirieren für eure eigene Jahreszeitengestaltung.


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Sonntag, 5. Dezember 2021

Kalender: Dezember - Julmond

 

Es ist Dezember. Heiligenmond, Heilsmond, Christmond, Wending, Julmond oder Julmonat nannten ihn unsere Vorfahren. Das Julfest, die altnordische, heidnische Feier der Wintersonnwende am 21. Dezember geht auf das altnordische Wort "Jol" zurück und wurde aus dem Schwedischen ("Jul" = Rad) übernommen. Das Julfest war das größte Fest der Germanen. In den Rauhnächten ruhte jede Arbeit. Sonnwendfeuer wurden entzündet und Julräder zu Tal gerollt, sie sollten die Sonne wieder zurückrufen. Das Julfest selbst wurde später auf das christliche Weihnachtsfest übertragen und auch der (Jul-)Kranz fand gemeinsam mit dem Sammeln der immergrünen Zweigen (wie etwa Efeu, Buchsbaum, Eibe, Fichte, Mistel, Tanne, Stechpalme, Kiefer Wacholder und vielen weiteren) einen festen Platz im heimischen, christlichen Brauchtum. Denn diesen Pflanzen wurden schützende und heilende Kräfte zugeschrieben. Selbst das Binden des Kranzes war und ist ein magischer Akt, denn so kann man seine Wünsche und Vorstellungen für das kommende Jahr mit einbinden und das vergangene Jahr Revue passieren lassen. 

Verlinkt: "Unser Jahresprojekt" von Andrea, "Natur-Donnerstag" von Elke

Mittwoch, 3. November 2021

Kalender: November - Nebelmond


Es ist November. Nebelmonat, Windmond, Nebelung, Nebling oder Nebelmond nannten ihn unsere Vorfahren. Bezeichnungen, die wohl schlicht auf eine gute Beobachtungsgabe unserer Ahnen beruhen. Doch trägt der Monat November im Volksmund auch den Beinamen "Totenmonat", da er oftmals kalt, düster und ungemütlich daher kommt. Seine Attribute wie "Tod" und "Sterben" werden zudem noch mit dem christlichen Fest Allerheiligen und seinen Gedenktagen Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag hier bei uns verstärkt. Für Christen steht der November wie kein anderer Monat für das Gedenken an die Verstorbenen.

Verlinkt: "Unser Jahresprojekt" von Andrea, "Natur-Donnerstag" von Elke

Freitag, 1. Oktober 2021

Kalender: Oktober - Weinmond



Es ist Oktober. Unsere Vorfahren nannten ihn auch Weinmonat oder Weinmond. Beide Bezeichnungen gehen auf die lateinischen Wörter "vinum" (= Wein) und "demere" (= abnehmen) zurück, so dass von einem "Weinlesemonat" gesprochen werden kann. Sogar der Windmonat geht volksetymologisch auf den "kleinen Weinmonat" zurück, der für den 10. oder 11. Monat gebräuchlich ist. Hier bei uns im Ort hat die Weinlese noch nie eine große Rolle gespielt, auch wenn die Mönche am Kloster immer Wein angebaut haben. Unsere Gegend ist bekannt für ihr gutes Bier. Viele von Euch kennen sicherlich das 'Diebels Alt'. Ein Bier welches hier in Deutschland der Inbegriff des Altbiers geworden ist. Seit 1878 wird es in dem kleinen Nachbarörtchen Issum gebraut und ist so zum Inbegriff und Botschafter der Bierkultur unserer ganzen Region geworden. Sein dunkles Spezialmalz und die obergärige Brauart verleihen 'Diebels Alt' einen frischen und unverwechselbaren Geschmack, den Bierkenner auf der ganzen Welt zu schätzen wissen.


Verlinkt: "Unser Jahresprojekt" von Andrea, "Natur-Donnerstag" von Elke

(Werbung unbezahlt und unbeauftragt)

Mittwoch, 1. September 2021

Kalender: September - Herbstmond


Es ist September. Unsere Vorfahren nannten ihn auch Scheiding, Holzmonat, Herbsting und Herbstmond. Am 22. oder 23. September ist die Tagundnachtgleiche: die Sonne steht in der Äquatorebene der Erde und geht an diesem Tag genau im Osten auf und genau im Westen unter. An einem dieser beiden Tage beginnt, astronomisch gesehen, der Herbst und mit dem Beginn des Herbstes feierten in frühen Zeiten die Menschen ihr Erntedankfest. Es war und ist ein fröhliches, beschwingtes Fest, denn wir danken Gott und Mutter Natur für ihre Gaben. Die Ernte ist bereits vielerorts eingebracht. Die Arbeit des Sommers ist getan. Das wussten besonders unsere Ahnen zu schätzen und so entstand auch der Brauchtum der Kirmes, auch Jahrmarkt oder Kirchweih genannt. Mit Tanz, Gesang, Spiel und lachenden Kindern wurde in der Gemeinde das Erntedankfest gefeiert. Ein Höhepunkt für die Gemeinschaft. Doch war es nun auch an der Zeit für den kommenden Winter einen Vorrat anzulegen. Gemüse wurde geputzt und eingemacht oder eingelegt, Marmeladengläser wurden gefüllt und Früchte, Beeren, Pilze, Samen und Nüsse gesammelt. Natürlich wurde für die nahenden dunklen Stunden auch das Gemüt mit bunten Farben und warmen Licht gefüllt. Das haben die Menschen seit jeher gewußt, tun wir es ihnen doch nach.

Verlinkt: "Unser Jahresprojekt" von Andrea, "Natur-Donnerstag" von Elke

Mittwoch, 4. August 2021

Kalender: August - Ährenmond



Es ist August. Es ist der Auftakt für die große Ernte, die bis Ende September vollbracht sein sollte. Der August wurde in der Vergangenheit von besonders heißen Tagen, den sogenannten Hundstagen, geprägt. Traditionell bezeichnen die Hundstage, deren Ursprung aus dem 14. Jahrhundert stammt und seit dem vom 23.07. bis 23.08. andauern, eine sommerliche Hitzeperiode. (Aus astronomischer Sicht beginnen die Hundstage mit dem ersten sichtbaren Aufgang des Hauptsterns Sirius des Sternbilds "Großer Hund". Jedoch hat sich durch die Präzession der Erdachse die Zeit der Hundstage um etwa vier Wochen verlagert. Der Aufgang des Sterns Sirius ist in Deutschland mittlerweile erst ab dem 30. August zu beobachten. Aber zurück zum August:) Ährenmond, Sichelmonat, Erntemond oder auch Erntemonat nannten ihn unsere Vorfahren und sind auf das althochdeutsche Wort "arnoti" zu "ar(a)n" (= Ernte) zurückzuführen. Auf den Feldern herrscht Hochbetrieb, denn die Ernte muss rechtzeitig eingeholt werden. Es ist immer ein Wettlauf mit dem Wetter und der Reife, denn manchmal entscheiden Stunden, wann der richtige Zeitpunkt ist.  Die "neuere" Bezeichnung August verdanken wir allerdings dem ersten römischen Kaiser Augustus (31. v. Chr. bis 14. n. Chr.) - Alleinherrscher des Römischen Reiches.


Verlinkt: "Unser Jahresprojekt" von Andrea, "Natur-Donnerstag" von Elke

Donnerstag, 1. Juli 2021

Kalender: Heuet - Juli

 

Es ist Juli. Hochsommer pur. Der Juli ist in unseren Breitengraden der wärmste Monat im Jahr und das Juli-Wetter hat wesentlichen Einfluss auf die Güte und die Menge unserer Ernte. Heuet, Heuert, Heumond nannten ihn unsere Vorfahren. "Heuet" ist die süddeutsche Kurzform für den Heumonat, da zu dieser Zeit und in dieser Region die Heuernte stattfand. Dank des milden Klimas hier bei uns am linken Niederrhein findet die erste Heuernte zu mancher Verwunderung oft schon im Juni statt. Eine zweite Heuernte erfolgt dann im Juli oder spätestens im August. Andere alte Namen für den Monat Juli sind Bären- oder Honigmonat, da in alten Zeiten mit dem reifen Honig naschende Bären häufiger zu sehen waren. Der letzte sichere Nachweis (Rote Buch der Stadt Münster) von Braunbären (Ursus arctos) hier bei uns in der Nähe war übrigens 1446 in der 100 km entfernten Bauernschaft Albersloh.


Verlinkt: "Unser Jahresprojekt" von Andrea, "Natur-Donnerstag" von Elke

Dienstag, 1. Juni 2021

Kalender: Juni - Brachet


Es ist Juni, der Beginn eines hoffentlich schönen Sommers. Ein Sommer mit Freunden, Familie, Festen, Bräuchen und natürlich mit perfekt warmen Sommertagen und Sommernächten. Brachet, Brachmond, Brachmonat, Rosenmond, Erdbeermond, Sonnwend nannten ihn unsere Vorfahren. "Brachet" ist die Kurzform für den Brachmonat oder Brachmond, da in ihm bei der Dreifelderwirtschaft das Brachfeld bearbeitet wurde. Außerdem enthält der Juni den Tag der Sonnenwende (Sonnwend), der auf der Nordhalbkugel der längste Tag mit der kürzesten Nacht des Jahres ist. In Gärtnerkreisen spricht man auch vom Rosenmond, da die Rosenblüte im Juni ihren Höhepunkt erreicht. Die "neuere" Bezeichnung Juni verdanken wir allerdings der römischen Göttin Juno (Göttin der Ehe und Beschützerin von Rom).


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Mittwoch, 5. Mai 2021

Kalender: Mai - Wonnemonat


Endlich ist es soweit, der Mai ist gekommen und mit ihm hält das Grün der Natur Einzug. Nicht umsonst heißt es in der Volksweise "Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus". Die Butter der Kühe (die das Glück haben auf einer Weide zu stehen) wird durch die saftig grünen Weiden rahmig gelb und es ist eine Wonne, die Lust der Kühe bei ihrem Weideaustritt zu beobachten. Damit sind wir auch schon bei schon bei der Namensgebung. Wonnemonat oder Wonnemond nannten unsere Vorfahren den Mai, denn er ist der Weidemonat, der althochdeutsch "winni-, wunnimanod" und mittelhochdeutsch "wunne-, winnemanot" hieß. "wunni" (= Freude, Lust) und "wunne" (= Lust-, Weideplatz) sind wiederum auf gotisc "winja" (= Weide, Futter) und germanisch "wunjo" oder "wun" (= lieben, zufrieden sein) zurückzuführen. 

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Donnerstag, 1. April 2021

Kalender: April - Ostermond



Es ist April. Ostermond oder Ostermonat nannten ihn unsere Vorfahren. Die Namensgebung findet ihren Ursprung im Osterfest, welches nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert wird. Auch die Himmelsrichtung "Osten", dort wo die Sonne aufgeht und jeder neue Tag beginnt, ist von Bedeutung. Bereits mit der vergangenen Frühlingstagundnachtgleiche am 21.März hat der Frühling Einzug gehalten und die Natur zeigt uns nun im April ungebremst das aufkeimende Leben: die prallen Knospen der Obstbäume bersten auf und die ersten grünen Wildkräuter sprießen. Im Hühnerstall sitzen die Hühner gluckend auf ihren Nestern und das fröhliche Piepsen der ersten Küken ist zu hören. Neugeborene Lämmer und Zieglein hüpfen über saftige Weiden und junge Feldhasen drücken sich tief in die Mulden der gegrubberten Felder. Für uns beginnt nun die Gartenzeit.


Verlinkt: "Unser Jahresprojekt" von Andrea, "Natur-Donnerstag" von Jutta, "Gartenglück" von Loretta und Wolfgang

Dienstag, 2. März 2021

Kalender: März - Lenzing



Es ist März. Lenzing oder auch Lenz, Lenzmonat und Lenzmond nannten ihn unsere Vorfahren. Die alten Namen sind aus dem althochdeutschen "lenzo" oder "lengzo" abgeleitet und bedeuten Frühling. Die Tage werden immer länger und die Natur erwacht von den Sonnenstrahlen aus ihrem Winterschlaf. Die Welt füllt sich über Nacht mit frühlingshaften Farben, Düften und Tönen. Doch noch ist es hier bei uns am linken Niederrhein nicht soweit. Denn auch wenn es sich momentan nach Frühling anfühlt, wissen wir, dass es oft zu späten Frösten kommen kann. Wir haben also noch genügend Zeit um zu planen, Ideen zu sammeln, (Garten-)Werkzeuge zu überprüfen und gegebenenfalls instand zu setzen und einige kleine Pflänzchen auf der Fensterbank vorzuziehen.


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Donnerstag, 4. Februar 2021

Kalender: Februar - Hornung


Es ist Februar. Hornung nannten ihn unsere Vorfahren, da der Rothirsch in diesem Monat sein Geweih abwirft und neue (Geweih-)Stangen wachsen können. Die Zeit scheint still zu stehen und das Warten auf das erste frische Grün in der Natur zieht sich grau und kalt wie ein regnerischer Februartag in die Länge. Die von der Natur verordnete Winterpause ermahnt uns Langmut zu zeigen, denn jedes Wachstum, jedes Gedeihen und jedes Genesen beruht auf Geduld. Umso schöner wird es sein, wenn die ersten Schneeglöckchen im Wind zittern und das Leben, gerade in diesen besonderen Zeiten, langsam wieder Schwung bekommt.


Geduld, nur Geduld!
Der Frühling ist nah.

Aus "Tomte Tummetott"
von Astrid Lindgren



Verlinkt: "Unser Jahresprojekt" von Andrea, "Natur-Donnerstag" von Jutta, "Winterglück" von Loretta und Wolfgang