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Donnerstag, 4. Juni 2026

Im wilden Garten (oder "Plausch am Gartenzaun!")



Habt Ihr Lust auf einen kleinen Rundgang durch den Garten? Dann kommt doch gerne herein. Direkt hinter dem Hoftor steht meine neue, antike Zinkbadewanne. Ich freue mich immer noch wie Bolle über diesen Anblick. Sie ist mit Wasser und Entengrütze gefüllt und auch eine Seerose wartet auf ihren Auftritt. Ich bin schon gespannt, ob und wann sich was tut. Ein bisschen weiter im Himbeergärtchen summt und brummt es, ständig ist irgendwo eine Hummel oder eine Biene unterwegs und sogar die ersten leuchtend roten Himbeeren verstecken sich zwischen den grünen Blättern. Noch sind es nicht viele, aber jeden Tag werden es mehr. Kaum sind sie reif, landen sie auch schon in meiner Schüssel. Oder direkt in meinen Mund. So eine sonnenwarme Himbeere schmeckt einfach zu gut, findet Ihr nicht auch?! Ach herrje.. die alte Mistgabel lehnt noch immer am Schuppen. Ich wollte sie doch weggeräumt haben bevor Ihr da seid.. tss! Wo habe ich nur meine Gedanken. Und seht nur, die kleinen, stacheligen Kastanien sitzen fest in ihren grünen Hüllen. Es ist schon erstaunlich, wie schnell die Natur jetzt aufholt, oder?! Der majestätische Fingerhut hat sich wieder einen Platz ausgesucht, den ich niemals für ihn vorgesehen hätte und der filigrane Storchschnabel sieht das offenbar genauso. Beide wachsen einfach dort, wo der Wind sie hinweht. Auch die frisch gefüllten Hochbeete kommen langsam in Schwung. Nach den ersten beiden kalten Maiwochen wird es aber auch Zeit. Schon verrückt, wie warm und trocken die letzten beiden Wochen plötzlich waren, nicht wahr? Die frisch gefüllten Gießkannen am Mühlsteinbrunnen hatten jedenfalls keine Pause. Nach jedem Gießen fülle ich sie wieder auf, denn das abgestandene Wasser tut den Pflanzen gut, hat mir mein Vater selig erklärt. Am verwitterten Staketenzaun wiegt sich das hohe, wilde Gras im Wind. Einen mähfreien Mai brauchen wir hinten nicht, hier darf die Natur ihren Lauf nehmen. Genau deshalb lieben unsere Hühner diesen Gartenraum so sehr. Wo die Hühner jetzt sind möchtet Ihr wissen? Leider müssen die Hühner unter dem Walnussbaum im geschützten Außenstall bleiben. Denn der Habicht zieht regelmäßig seine Kreise über unserem Grundstück, wahrscheinlich hat er Junge, die er füttern muss. Doch glaubt mir, die Hühner würden jetzt eigentlich lieber durch den Garten spazieren. Habt Ihr gerade die zarten, hellgrünen Walnüsse gesehen? Kaum zu glauben, wie viele es sind, oder?! Pssst.. schaut mal! Mitten im hohen, weichen Gras, direkt am Staketenzaun, schläft ein Igel. Seht Ihr die kleinen Pfötchen? So entspannt liegt er dort. Sein kleiner, erfreulich runder Körper hebt und senkt sich mit jedem ruhigen Atemzug. Ist das nicht niedlich? Doch nun kommt, wir gehen vorsichtig weiter und wir wollen ihn schließlich nicht wecken. 



Herzlich willkommen beim vierten "Plausch am Gartenzaun". Unsere kleine Donnerstagsrunde freut sich wieder über alles, was das Herz ein bisschen grüner macht: Gartenmomente, Blüten, Tiere, Naturbeobachtungen, Selbstgemachtes oder einfach schöne Augenblicke draußen. Macht es Euch gemütlich, schaut Euch um und entdeckt viele schöne Beiträge. Wenn Ihr mögt, verlinkt gern Euren passenden Blogbeitrag weiter unten. Die Linkparty bleibt wie immer bis Dienstagabend um 18.00 Uhr geöffnet. Ich freue mich schon sehr auf unseren nächsten Gartenzaunplausch mit Euch.


You are invited to the Inlinkz link party!

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Mittwoch, 4. Februar 2026

Garten in Salbeigrün (oder "Minnie auf Abwegen!")



Beschwingt laufe ich im Sonnenschein durch unseren Garten. Sieben Grad sind es heute und es weht ein kräftiger Ostwind. Jedes noch so kleines Fleckchen Schnee ist geschmolzen und das feiern anscheinend die Spatzen in der dichten Koniferen-Hecke unseres Nachbarn. Was für ein Gezwitscher! Ich grinse leise vor mich hin und laufe hinter meiner hübschen Hündin Julie her, die plötzlich abrupt stehen bleibt und sich nach mir umschaut. "Nanu, was hat sie denn bloß?", denke ich nur für mich und gehe etwas schneller. Erschrocken bleibe ich stehen und sehe ein Federbündel direkt neben der alten Zinkwanne liegen. "Oh, nein!", rufe ich aus, als ich das Gefieder meiner kleinen Antwerpener Bartzwerghenne Minnie erkenne. Doch was ist das? Beim genauen Hinschauen sehe ich wie sich die kleine Minnie im Dreck suhlt und sich immer wieder Erde über ihren zarten Körper wirft. Ganz offensichtlich genießt sie ihr Sandbad sehr. Erleichtert seufze ich auf. Zum Glück geht es ihr gut. Doch Moment mal! Warum ist sie überhaupt im Garten unterwegs? Es herrscht doch noch Aufstallpflicht wegen der Vogelgrippe. Da muss doch jemand die Tür vom Stall nicht ganz geschlossen haben. Stirnrunzelt gehe ich zum Hühnerhaus und umrunde es suchend. Nein, die Tür ist fest zu. Dann sehe ich es, dass ein Nagetier versucht hat in den Stall zu kommen und ein Loch in die Stallecke gemacht hat. Da Minnie die kleinste Henne im Stall ist, hat sie direkt die Chance ergriffen und einen kleinen Ausflug in den Garten unternommen. Ach, ich verstehe das so gut. Mir tut das Federvieh sehr leid! Schon seit Wochen dürfen sie nicht durch den Garten laufen. Ich lasse Minnie noch einen Moment ihr Badeglück und betrachte unsere Hochbeete. Karg und leer stehen sie vor unserem kleinen Wäldchen, direkt neben dem Hühnerstall, nur die kräftige Salbeipflanze sticht aus dem mittleren Beet heraus. Sie gibt dem Garten eine frische Farbe und es scheint in diesem Augenblick als ob sich der Winterhimmel anpassen wollen würde.

Liebe Gartengrüße, Nicole

Dienstag, 4. November 2025

Unsere Hochbeete im November


Guten Morgen, Ihr Lieben! Habt Ihr Lust auf einen gemütlichen Spaziergang zu unseren Hochbeeten? Wenn der Herbst sich langsam zurückzieht, zeigt sich die Natur noch einmal in einem ganz besonderen Gewand. Das bunte Laub leuchtet in warmen Braun- und Gelbtönen, während die letzten kräftigen Tomaten und die würzige Kapuzinerkresse stimmungsvoll die Beete färben. Der Wasserschlauch hängt noch unaugeräumt an der Wasserentnahmestelle und erinnert uns an die noch notwendigen Gartenarbeiten, die der Wintervorbereitung dienen. Die orangeroten Kürbisse setzen leuchtende Akzente und erfreuen nicht nur das Auge, sondern auch meinen Göttergatten, der sich über die prächtigen roten Peperoni besonders freut: ein kleines Feuer im Garten, das die Atmosphäre der kommenden kalten Tage vertreibt. Die Hühner, die wir nun wegen der aktuellen Stallpflicht aufgrund der Vogelgrippe besonders schützen, lassen es sich drinnen im Stall gut gehen, auch wenn ihr fröhliches Gackern und Scharren hier im Garten sehr fehlt. Und trotzdem - spürt Ihr auch diese ruhige Kraft, die im Garten jetzt wohnt? Die Stille, die nur vom Rascheln der Blätter und dem sanften Klang der Natur unterbrochen wird? Ein Garten im November lädt uns ein, innezuhalten, zu beobachten und die letzten Farben des Jahres aufzusaugen, bevor der Winter ihn sanft zur Ruhe bittet.

Genießt die leisen Momente in dieser Übergangszeit 
und lasst Euch von der friedvollen Stimmung 
der Natur verzaubern.

Herzliche Gartengrüße Nicole


P.S. Habt Ihr gerade gesehen, dass sich bei uns im Garten eine Amerikanische Roteiche ganz von selbst angesiedelt hat? Das ist besonders spannend, da sie in diesem Jahr zum "Baum des Jahres 2025" gekürt wurde. Die Amerikanische Roteiche zeichnet sich durch ihre beeindruckende Herbstfärbung, ihr schnelles Wachstum und ihre hohe Trockenheitstoleranz aus, weshalb sie im Zuge des Klimawandels als Hoffnungsträger für deutsche Wälder gilt. Obwohl sie heute als klimaresistent angesehen und forstwirtschaftlich genutzt wird, gibt es Diskussionen über ihre ökologische Auswirkung. Deshalb beobachten wir natürlich genau, wie sich die Roteiche entwickelt, denn als Neophyt kann sie auch Einfluss auf das heimische Ökosystem nehmen. Es ist für mich ein besonderes Erlebnis, diesen Baum so nah wachsen zu sehen und gleichzeitig die Verantwortung für die Natur im Blick zu behalten. 

Die Roteiche schicke ich mit einem lieben Gruß zu Astrid - "Mein Freund der Baum".

Sonntag, 12. Oktober 2025

Herbstfarben im Garten



Guten Morgen, Ihr Lieben! Habt Ihr Lust auf einen entspannten und entschleunigenden Spaziergang durch unseren herbstlichen Garten? Er trägt jetzt ein farbenfrohes Oktoberkleid. Schaut nur, wie der Wilde Wein die Fassade unseres Haus mit seinen Blättern in den prächtigen Farben Pink, Lila und strahlendem Rot wunderbar umhüllt. Ist das nicht einfach ein herrlicher Anblick? Hachz.. ich mag diesen Anblick sehr! Hört Ihr auch das sanfte Rauschen der Blätter unserer schlanken Birke, deren warmes Gelb und Gold mich immer wieder aufs Neue verzaubern? Es wirkt fast so, als würde sie dem Garten ein fröhliches Herbstlied singen. Schaut mal dort am Mühlsteinbrunnen, den kleinen Zierapfelbaum! Seine kleinen roten Früchte geben diesen versteckten und tiefgrünen Gartenbereich eine munterer Heiterkeit, findet Ihr nicht auch?! Genau wie die Fliegenpilze, die am Fusse der jüngeren Birke wachsen. Ich bin immer wieder freudig überrascht, wenn ich sie im Garten entdecke.Doch lasst uns weiter gehen, Vorbei an unserem rustikalen Holz-Pavillon, das von einem üppigen Amselbrotbaum mit seinen leuchtend roten Beeren eingerahmt wird. Könnt Ihr die friedvolle, fast magische Stimmung spüren, die aus dem satten Grün der Blätter und den warmen Farben der Beeren entsteht? Und nicht nur die Amsel tun sich an seinen Beeren gütlich, auch die Eichhörnchen lieben die roten Früchte gerne. Doch nun sind wir auch schon am Hühnerhaus unter dem Walnussbaum angekommen. Es steht direkt neben unseren Hochbeeten. Dort hängen noch die letzten grünen und sonnengelben Tomaten, während die runden, orangeroten Kürbisse leuchtende Akzente setzen. Der kräftige Mangold mit seinen satten Blättern und die würzige Kapuzinerkresse verleihen dem Beet auch jetzt im Herbst noch frische Ausstrahlung und auch unserem Speiseplan einen gewissen Pfiff. Wenn wir nun den gemulchten Wegen folgen, sehen wir wie gerne unsere fröhliche Hühnerschar hier zwischen all den schönen Herbstfarben und der ruhigen Atmosphäre die der Garten ausstrahlt, unterwegs ist. Spürt Ihr auch diese wohltuende Ruhe, die der Garten in dieser goldenen Jahreszeit verströmt? Es ist, als ob dieses harmonische Spiel aus farbenfrohen Blättern, duftenden Pflanzen und lebendiger Natur die Welt draußen ausblenden könnte, nicht wahr?!

Ihr Lieben, genießt die goldenen Stunden, 
sammelt die Schönheit des Augenblicks und 
lasst Euch von der Ruhe und 
dem Fülle des Herbstes verzaubern. 
Herzlichst Nicole