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Freitag, 16. August 2024

Weidenzweige - vom Winde verweht


Guten Morgen, meine Lieben! Heute nehme ich Euch mit in unseren Hof, dort wo auch der alte Holztisch steht und für eine kurze Pause zum Verweilen einlädt. Hier hat der verregnete Sommer ganze Arbeit geleistet, denn statt dass das Holz langsam verwittert und eine silbrigschimmernde Patina bekommt oder sich an den einfachen Tontöpfen der erste Kalk absetzt, findet man eher Grünspan (und Entendreck). Doch ich liebe es, wenn der Garten eine Patina bekommt, auch wenn sie in diesem Jahr eher Grün ist. Deshalb sind die Pflanzen in unserem Wald-Garten so gewählt, dass dieser Effekt noch unterstrichen wird. Da gibt es Hauswurz, Mühlenbeckia, Stacheldrahtpflanzen, Fetthennen, Hortensien, Funkien und Farne. Denn auch wenn saisonale Pflanzen sich dazu gesellen, sind meine sanftgrünen Lieblinge mehr oder weniger das ganze Jahr im Garten und geben ihm eine verwunschene Patina. Die Unwetter der vergangenen Tage haben dieses Mal unsere kleine Stadt und unseren Garten verschont, so haben zwar Blitze und Donner den Starkregen begleitet und heftige Winde die altehrwürdigen Bäume kräftig geschüttelt, doch bis auf lose Äste und Blätter ist nichts schlimmeres passiert. Was für ein Glück! Auf der rechten Seite des Rheins sah es ganz anders. Besonders die nächst größere Stadt Duisburg hat es schlimm getroffen. Die armen Menschen! Achje..! Doch nun zum Friday-Flowerday: Habt Ihr gerade meinen rustikalen Einmach-Topf gesehen? In ihm stehen einige vom Winde verwehte Weidenzweige. Da sie auch so wunderbar silbrig schimmern habe ich sie kurzerhand auf den alten Zinktisch gestellt. Sieht das nicht bezaubernd aus?! Ich mag es so gerne. Habt Ihr etwas Schönes jetzt am Wochenenden vor? Mein Göttergatte und ich haben Karten für das Freilichtheater hier bei uns oben am Kloster. "Exit Casablanca" wird vom NN Theater gespielt und wir freuen uns schon sehr darauf! Die Aufführungen vom NN Theater sind einfach immer herrlich originell! Hoffentlich bleibt es trocken. So, meine Lieben. Ich muss leider Schluss machen. Die Arbeit ruft. 

Habt ein wundervolles August-Wochenende!
Herzlichst, Nicole


Wie Ihr vielleicht wisst, habe ich am letzten Juli-Tag Geburtstag gefeiert, allerdings nicht zu Hause sondern am Xantener Nordsee. Deshalb habe ich auch meine Geburtstagspost etwas später erhalten. Mein Großer hat sie für mich zu Hause aus dem Briefkasten geholt und gesammelt. Was war das für eine Freude als ich nach Hause kam und ein richtiges kleines Päckchen überreicht bekommen habe. Voll schön! 

Deshalb ein herzliches Dankeschön und einen lieben Drücker an:

Monika (Strohblümchen), Manu (Bienchen), Claudia, (Notizblog mit Gans), Kirsten (Karte als Windlicht), Nicole (Blumenkranz auf Mint), Jutta (Zitrone), Claudia (blaues Kaninchen) und Astrid (Waschbär mit Partyhütchen). 

Ihr Lieben, ich habe mich so sehr über Eure schöne Post und Eure lieben Worte gefreut! 




verlinkt mit: *Friday-Flowerday**Niwibo sucht*

Donnerstag, 24. Februar 2022

Meine tapferen Hühner


Die letzten Tage waren von Sturm, Regen und Hagel geprägt, sogar Organböen waren in unserem Garten zu messen, doch heute strahlt eine frühlingswarme Sonne von einem blitzeblauen Himmel. Vorsichtig bahne ich mir einen sicheren Weg zum hinteren Teil unseres ehemaligen Waldgartens. Äste, Zapfen, Baumstämme alles liegt nur grob sortiert auf meiner Wildblumenwiese. Heute müssen meine armen gestressten Hühner mal ein wenig Freiheit bekommen, die letzten Tage und Nächte waren für meine gefiederteten Gartenfreunde fürchterlich anstrengend. Die Lautstärke der verschiedenen Stürme mag ich mir gar nicht vorstellen. Das Dröhnen, Rauschen, Knarzen und Knallen, immer dann wenn ein Baum entwurzelt oder abgerissen ist, war schon bei geschlossenem Fenster im Haus kaum zu ertragen. Immer wieder blicke ich besorgt in die Wipfel der verbliebenen hohen Bäume. Einige dicke Äste, dick wie mancher jüngerer Baum, hängen abgerissen in den Baumkronen. Besonders die Kiefer und die Zeder sehen gefährlich aus. Schon von weitem kann ich meine fröhliche Hühnerbande hören, sie gackern lauthals so als ob wüssten, dass es nun endlich wieder nach draußen gehen wird. Das ganze Aussengehege steht unter Wasser, so hoch das unsere kleinste weiße Henne einen schlammigen Bauch bekommen hat. Ich drücke das hübsche Holztörchen auf und bemerke das auch die Holz-Ornamente nicht mehr ganz in Ordnung sind. Dem Apfel fehlt der Stiel und dem Igel der Popo. Doch für weitere Begutachtungen bleibt mir keine Zeit. Ein Huhn nach dem nächsten drängt sich an mir vorbei. Sie wollen den herrlichen Sonnentag genießen. Und genau das habe ich heute auch vor!


Verlinkt: "Winterglück" von Loretta und Wolfgang, *Natur-Donnerstag* von Elke

Sonntag, 20. Februar 2022

Adieu, geliebter Waldgarten!

Die Stürme der vergangenen Tage haben in unserem Garten gewütet und nun ist aus unserem Waldgarten ein Chaosgarten geworden. Bis gestern Abend mussten 12 Bäume dran glauben. Der höchste Baum war eine 20 m hohe Fichte. Ich bin untröstlich. Mein Märchenwald ist Geschichte. Ich weiß noch wie wir das erste Mal im Garten gestanden haben. Mein Mann sagte damals "Egal wie es im Haus aussieht, wir nehmen es. Dieser Garten wird unser Zuhause." Da hatte der Garten noch ca. 142 Bäume. Gezählt habe ich es nicht, aber ich glaube, es sind jetzt noch ca. 30, wovon in den nächsten Tagen noch einige weichen werden. Auch eine riesige Kiefer wird weichen müssen. Mit ihrer Fällung wir ein Gartenraum von ca. 40 qm frei. Heute Abend ist wieder ein Sturm vorausgesagt. Drückt bitte die Daumen, dass unsere vom Wind angehobene Kiefer stehen bleibt. Wir haben sie zwar mit Stahlseilen gesichert, doch ab das ausreichend ist? Ach, ja... So, meine Lieben ich muss los. Unsere Hündin will laufen und dann geht es wieder in den Garten. Aufräumen.

Euch einen schönen Sonntag!
Lasst Euch nicht wegwehen.
Herzlichst, Nicole


Verlinkt: "Winterglück" von Loretta und Wolfgang, *Natur-Donnerstag* von Elke,"Mein Freund der Baum" von Astrid


Nachtrag: 
Tsss.. da habe ich wohl vergessen auf "veröffentlichen" zu drücken.

Freitag, 18. Februar 2022

Sturmtief "Ylenia" (oder "Weiße Tulpensterne")



Donnerstag, den 17.02.2022 15.35 Uhr

Während ich diesen Post schreibe, fegt draußen der Sturmwind ums Haus und Hagelkörner prasseln gegen die Fensterscheiben und dass obwohl der Himmel blau mit überwiegend hellen Schäfchenwolken ist. Die Geräuschkulisse, die zu mir aus dem Garten dringt, ist beängstigend. Die hohen altwürdigen Bäume knarzen und ächzen im Wind und die Kettensäge meines Göttergatten heult immer wieder laut auf. Drei Bäume hat die Sturmfront uns letzte Nacht genommen, drei weitere über den Tag und es könnten noch mehr werden. Immer wieder höre ich draußen ein dumpfes Poltern und ich frage mich, was nun jetzt schon wieder passiert ist. Soll ich doch einfach mal gucken gehen? Aber nein, ich soll im Haus bleiben, draußen im Garten ist es viel zu riskant, sagt mein Mann. Normalerweise wäre mein Göttergatte auch noch gar nicht nach draußen gegangen, doch ein Baum ist auf den Holzschuppen unseres freundlichen "Keine-Hühner-mehr"-Nachbarn gefallen und da dieser sein ganzes Haus nur mit Holz beheizt muss der Weg und der völlig zerlegte Unterstand leergeräumt werden. Ich seufze leise und greife zu meinem fast kalten Kaffee. Auch wenn es mir in der Seele leid tut, die alten Bäume müssen alle zur Sicherheit gefällt oder zumindest gekürzt werden. Da hilft keine Jammern und Wehklagen.

So, und nun noch ein liebes Dankeschön an Lene und Claudia für die herzige Post! Ich habe mich wie Bolle gefreut!


Passt auf Euch auf und lasst Euch nicht weg pusten!
Herzlichst, Nicole