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Mittwoch, 28. April 2021

Geocaching (oder "Muggelalarm!")


Wie Ihr vielleicht wisst, ist eines unserer liebsten Familienhobbys das "Geocachen". Wir sind nun seit 13 Jahren Geocacher und haben mit unseren Jungs schon einige Caches gefunden. Es ist einfach klasse auf eine geführte "Schatzsuche" in die Natur zu gehen. Ich habe hier auf meinem Blog sogar ein eigenes Label >hier< dafür. Warum ich genervt bin? Auf meiner heimatlichen Lieblingsrunde (Rehe, Dachs, Fuchs, Rebhühner und Co. waren dort immer unterwegs) in der Baerlag ist jetzt ein Multi-Cache, bei dem man am Waldrand bis zu 10 m in den Wald hineinlaufen muss um den jeweiligen Cache mit Hilfe einer Teleskop-Stange aus den Bäumen zu angeln. Die ganze Strecke lang..! Äste werden abgebrochen, Unterholz zertreten, alte Reh-Pfade ignoriert und auch die Muggel-Ehre (man darf von Nicht-Cachern nicht gesehen werden) wird außer Acht gelassen. Die Geocacher stehen zu zweit (oder noch mehr) am Waldesrand, angeln in den Bäumen und zerstören dabei unachtsam den Lebenskreislauf vieler Wald- und Feldbewohner. Am liebsten würde ich sie jedes Mal zur Rede stellen. Dabei ist es doch auch eines meiner liebsten Hobbys.. seufz! Oh, weh - jetzt ist es mit mir durchgegangen. Sorry. Aber manchmal muss man einfach auch mal schimpfen.

Doch möchte ich Euch nicht so genervt gehen lassen, habt Ihr Lust auf eine kleine Familiengeschichte? Ich habe diese Anekdote auf der Suche nach unseren Geocache-Erlebnissen wiederentdeckt. Da waren die Jungs noch klein und mein Mamaherz ist beim Lesen und Erinnern wieder fast geschmolzen >hier<. Viel Freude damit.


Donnerstag, 5. November 2020

Goldene Novembertage (oder "Eine heimatliche Schanzen-Tour")


Mein Großer und ich sind gemeinsam in heimatlichen Gefilden unterwegs. Die Sonne scheint golden von einem fast wolkenlosen blauen Himmel auf uns herunter und ein Zug Kraniche fliegt rufend über uns hinweg. Wir sind im Dachsbruch nahe des alten Kloster Kamp unterwegs. Fragend blicke ich meinen Großen an: "Weißt du eigentlich, dass es hier ganz in der Nähe eine alte Wallanlage gibt?". Mein Großer schüttelt verneinend den Kopf und blickt mich interessiert an, denn Geschichte ist sein Steckenpferd. Schon als er ein Kindergartenkind war, wollte er Archäologe werden und das ließ ihn auch später auf dem Gymnasium Latein als zweite Fremdsprache und nun im Abitur "Geschichte" wählen. "Aber warum und wann die Fossa Eugeniana angelegt wurde, weißt du?!". "Na klar, Mama!", mein Großer grinst mich wissend an, "Während des Dreißigjährigen Krieges begannen die Spanier mit dem Bau der Fossa Eugeniana. Der Kanal sollte den Rhein mit der Maas verbinden und führt direkt an unserem alten Kloster Kamp vorbei.". Genau!", wohlwollend grinse ich zurück, "Und um diese Baumaßnahmen gegen die Niederländer zu schützen wurden eben mehrere Wallanlagen gebaut. Eine davon ist ganz in der Nähe.". "Sollen wir uns die mal anschauen, Mama?", mein Großer sieht mich fragend an und blickt dann auf sein Smartphone, "In der Nähe ist sogar direkt ein Geocache!".  "Das machen wir!", antworte ich vergnügt und rufe unsere Hündin zu mir, da ich in der Ferne einige Feldhasen entdecke. Sicher ist sicher. "Die Wallanlange ist sogar denkmalgeschützt.", fahre ich weiter fort und füge bedauernd hinzu, "Aber leider wird sie überhaupt nicht gepflegt und nicht mehr lange, dann hat die Natur sie zur Strecke gebracht.". Mein Großer zieht missbilligend seine Stirn in Falten: "Das wäre aber eine Schande!". Ich nicke zustimmend und suche nach der richtigen Bezeichnung des Walles: "Verflixt, wie nennt man denn einen Wall noch?". "Fort?", schlägt mir mein Großer nun auch überlegend vor. Vehement schüttele ich den Kopf: "Nee.. warte.. ich weiß es wieder! Schanze heißt es hier bei uns. Genau Schanze!". Kurz darauf sind wir angekommen und auf einem stark verwitterten Denkmal-Schild erfahren wir, dass die Schanze St. Maria zwischen 1626 und 1633 erbaut wurde. Was für ein herrliche Schanzentour!

Freitag, 27. Januar 2017

Der Winter kann auch rosa


Guten Morgen, meine Lieben! Ist das nicht ein herrliches Winterwetterchen? Genau so liebe ich es. Frostig kalt und strahlend blauer Himmel. Wenn dann noch die Wintersonne rosarot hinter dem zugefrorenen See untergeht, füllt sich mein Herz mit Zufriedenheit. Geht es Euch auch so? Ich kann in der freien Natur wunderbar abschalten und die Welt um mich herum vergessen. Deshalb sind mein Göttergatte und ich gemeinsam mit unserer Hündin gestern noch eine große Runde um den See gelaufen und haben mit Erstaunen festgestellt, dass der See so fest zugefroren war, dass man auf ihm laufen könnte. (Allerdings weisen an jeder Abzweigung Hinweisschilder daraufhin, dass das verboten ist!) Nur ein kleines Eckchen im See war noch eisfrei. Was für ein Glück für die Schwäne, Enten und Wasserhühner. Als wir dann wieder nach Hause kamen, waren wir zwar verfroren, aber wir hatten ein breites Lächeln im Gesicht. Mit heißem Orangen-Tee und einem guten Buch haben wir es uns dann auf dem Sofa gemütlich gemacht. Einfach herrlich - sage ich Euch. Auf heute Abend freue ich mich auch schon. Dann werden mein Göttergatte und ich nämlich mal wieder Zweisamkeit genießen dürfen. "Tall and Short Stories from Ireland" heißt es im benachbarten Stadthaus. Ich bin gespannt. Und was wir sonst noch an diesem Wochenende vorhaben? Wir wollen den halben Tag im Schlafanzug herumgammeln, eine kleine Geocaching-Tour machen, Gesellschaftsspiele spielen, Geschichten hören oder lesen und einbissel Werkeln. Hurra!

Ich wünsche Euch ein zauberhaftes Wochenende
mit ganz vielen wunderbaren Glücksmomenten!
Herzlichst, Nicole


Verlinkt mit: 

Sonntag, 3. April 2016

Irgendwo am Niederrhein (oder eine Geocaching-Tour)


Habe ich Euch eigentlich schon erzählt, dass wir als liebstes Familienhobby geocachen gehen? Geocaching* = Plastikdosen verstecken und suchen? (Bitte jetzt nicht hinterfragen, ob es ökologisch wertvoll ist.. grins verlegen!) Heute sah es nach anfänglichen Regen, nicht so aus, als ob wir diesem Hobby frönen könnten, doch kurz gegen Mittag verzogen sich die Wolken und die Sonne kam hervor. Also schnell ein Picknick zusammengestellt, die Kinder gerufen, den Hund eingepackt und los ging es. Natürlich werde ich nicht verraten, wo es hinging. Ich will ja nicht als Muggelfreund hingestellt werden (Muggel sind alle nicht Eingeweihten). Dennoch kann ich Euch sagen, wir waren irgendwo am Niederrhein. Wir starteten an einem großen Reiterhof. Dann ging es weiter an saftigen Wiesen, Weiden und typischen Spargelfeldern vorbei, direkt in den Wald. (Habt Ihr das "Anlieger frei-Schild" gesehen? Wie lange es da wohl schon steht.. kicher?!) Die verrücktesten Verstecke kann man beim Geocachen entdecken. In alten Baumwurzeln eine wasserdichte Tüte, in hohlen Bäumen kleine Filmdosen oder selbst ein nachgemachter Stein kann ein Cache sein. Während bei meinen drei Männer das Schatzfieber ausgebrochen war, habe ich zusätzlich noch Ausschau nach Frühlingsboten gehalten. Da waren kleine ausgesetzte Perlhyazinthen mitten im Wald, rosafarbene Zierjohannisblüten am Feldrain oder ein Teppich voller Scharbockskraut direkt hinter der Bank, an welcher wir unser Picknick ausgepackt hatten. Die Sonne schien warm vom Himmel herab und einige flatterhafte Zitronenfalter begleiteten uns. Nur das Zwitschern der Vögel war zu hören und das träge Brummeln der Hummel. Sogar an einer kleiner Schafsherde (mit den voluminösesten Schafen überhaupt!) kamen wir vorbei. Ob sie wohl extra für Lotta dagestanden haben? Sie sammelt nämlich heute bei "Bunt ist die Welt" frühlingshafte Spaziergänge. 

Meine Sonntagsfreude = Geocaching*
Verlinkt mit *Naturkinder* von Caro

*Geocaching lässt sich am besten als eine Art moderner Schnitzeljagd beschreiben. Kurz und allgemein gefasst: Es gibt Leute, die verstecken irgendwo Dosen voller kleiner netter Dinge sowie einem Logbuch, und veröffentlichen das Versteck in Form von Koordinaten im Internet. Dies lesen andere, merken sich die Koordinaten und nutzen ihr GPS-Gerät, um die Schätze zu finden. Dann wird eine Kleinigkeit aus dem Inhalt ausgetauscht, der Besuch geloggt und die Dose wieder an derselben Stelle versteckt - für den Nächsten. Nähere Infos: >hier<