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Sonntag, 14. Juni 2026

Kunstvoll bemalte Stromkästen



Heute bin ich endlich bei Kirstens ("Lila-Laune-Träume") Stromkasten-Challenge mit dabei. Die Idee ihrer Stromkasten-Challenge gefällt mir nämlich schon so lange sehr, doch habe ich bisher noch nie bewusst Stromkästen entdecken können. Ganz anders als Kirsten, denn immer wieder zeigt sie uns, wie kreativ und liebevoll viele dieser unscheinbaren Kästen gestaltet werden. Als Kirsten dann sogar für mich recherchiert hat, in welcher nahegelegenen Stadt ich gute Chancen auf bemalte Stromkästen habe, konnte ich natürlich nicht widerstehen. Ganz lieben Dank dafür, Kirsten! Du bist ein Schatz! Also habe ich bei unserem Besuch in der Grafschaft Moers diesmal die Augen offen gehalten. Und was soll ich sagen? Ich wurde tatsächlich fündig. Gleich vierzehn verschiedene Motive habe ich entdeckt und natürlich auch direkt für Euch fotografiert. Zu entdecken gab es rote Kirschen vor einem himmelblauen Wolkenhimmel, eine Wespe (oder soll es eine Biene sein? Ich bin mir nicht sicher!) auf einer Blumenwiese und einen Feldhasen zwischen bunten Blüten, eine gemütliche Katze saß mit einer Tasse Tee zwischen Herbstblättern und auf einem weiteren Stromkasten blühten gleich drei verschiedene Blumen: eine blaue Iris, eine rosafarbene Rose und eine gelbe Lilie. Auch zwei turtelnde Stadttauben hatten ihren Platz gefunden und ein Saxophon sorgte für einen musikalischen Akzent. Sogar ein Marktstand mit Gemüse unter einer rot-weiß gestreiften Markise war dabei. Und stellt Euch vor: In der Auslage lagen sogar Kürbisse. Wie für mich gemacht! Außerdem entdeckte ich eine bunte Wiese mit Mohn, Korn- und Butterblumen sowie einem blauen Schmetterling. Zum Schluss begegneten mir noch zwei verführerische Cupcakes und ein Stromkasten, der mit Blättern in vielen verschiedenen Grüntönen gestaltet war. Am besten gefallen haben mir allerdings die beiden Hausgänse. Ihr wisst ja, wie gerne ich dieses Federvieh mag. Dass eine von ihnen sogar mit Taucherbrille auf Tauchstation ging, hat mich besonders zum Schmunzeln gebracht. Besonders froh war ich, dass mir so viele hübsche Naturmotive begegnet sind. Zwischen Blumen, Tieren und bunten Wiesen fühlte ich mich als Landei gleich ein bisschen heimischer und hatte große Freude beim Entdecken. Doch wisst Ihr was mich nachdenklich macht? Während ich die bunten Stromkästen in Moers fotografiert habe, musste ich an meine Heimatstadt denken. Dort wurden schon 2015 im Rahmen der Bewerbung zur Landesgartenschau zahlreiche Stromkästen bemalt. Damals sah das wunderschön aus. Heute haben viele Motive leider unter Wind und Wetter gelitten, sind übermalt oder überklebt worden und wirken nun nur noch verblasst und schmuddelig. So schade!! Umso mehr habe ich mich gefreut, in der Grafschaft Moers so viele farbenfrohe und gut erhaltene Kunstwerke zu entdecken. Eines schöner als das andere, findet Ihr nicht auch?!



Freitag, 12. Juni 2026

Von Sterndolden, Frauenmantel und anderen Schönheiten

Guten Morgen, meine Lieben. Wie schön, dass Ihr da seid. Das freut mich sehr, denn ich weiß genau, dass zwei Posts hintereinander eigentlich zu viel sind. Und Ihr seid wieder "hintenrum" gekommen?! Das ist ja fein. Aber Ihr habt es nicht geschafft bis in meine Küche zu kommen.. kicher! Doch keine Angst, da sehen wir uns sicher auch bald wieder. Letzten Samstag waren mein Göttergatte und ich in der Staudengärtnerei Diamant in Rumeln-Kaldenhausen. Dort habe wir am Thementag zur Biodiversität teilgenommen. Zwischen blühenden Stauden, summenden Insekten und vielen interessanten Gedanken verging der Vormittag wie im Flug. Biodiversität ist ein Begriff, der inzwischen überall auftaucht und doch oft ganz unterschiedlich verstanden wird. Geht es um möglichst viele verschiedene Pflanzen, um heimische Arten oder um insektenfreundliche Gärten? Alles ist dabei möglich. Spannend war zu erfahren, wie viele kleine Bausteine zusammenkommen müssen, damit ein Garten lebendig wird und Raum für Pflanzen, Tiere und Menschen bietet. Wie immer wurde der Thementag von der Chefin selbst mit einem Gedicht beendet. Diesmal mit "Take it easy!" von Mascha Kaléko. Mit viel Humor schreibt sie darüber, dass wir manche Dinge gern auf die leichte Schulter nehmen würden, das Leben uns aber gelegentlich daran erinnert, dass es auch noch die andere Schulter gibt. Ich musste schmunzeln und fand, dass dieser Gedanke wunderbar zu einem Tag passte, an dem es um Vielfalt, Zusammenhänge und das genaue Hinsehen ging. Doch jetzt nochmal erstmal zu meinen Freitagsblümchen, denn dieser entzückende Strauß durfte uns nach Haus begleiten: purpurfarbener Bartfaden, Sterndolden in unterschiedlichen Rosatönen, lila Salbei und Frauenmantel. Es sind genau diese unterschiedlichen Formen, die den Strauß für mich so besonders machen. Die schlanken Salbeirispen strecken sich dem Himmel entgegen, die Sterndolden machen ihrem Namen alle Ehre und wirken wie kleine Sterne auf langen Stielen, der Bartfaden setzt leuchtende Farbtupfer und der Frauenmantel verbindet alles mit seinen zarten gelbgrünen Blütenwolken. Zu Hause fand der hübsche Strauß seinen Platz an unserem Staketenzaun zwischen den Himbeerranken. Dort wirkte er sofort, als würde er schon immer dorthin gehören. Das satte Grün, die ersten reifenden Früchte und die üppig wachsenden Blätter bildeten die schönste Kulisse, die ich mir vorstellen konnte. Ich mag solche kunterbunten Sträuße so gerne. Gerade dieses Natürliche macht ihren Reiz aus, findet Ihr nicht auch?! Sie erinnern mich an Spaziergänge durch sommerliche Gärten, bei denen hinter jeder Ecke etwas Neues blüht und die Zeit für eine Weile keine Rolle spielt. Übrigens, für all die die Staudengärtnerei Diamant einmal selbst besuchen möchten, hier ein kleiner Tipp: Am Sonntag, den 14. Juni 2026, findet dort von 11 bis 15 Uhr ein Sommerfest statt. Vielleicht begegnet Ihr dabei ja ebenso vielen blühenden Schönheiten und inspirierenden Gedanken wie wir an diesem besonderen Vormittag.

Ich wünsche Euch ein Wochenende
voller kleiner Sommermomente.
Herzlichst, Nicole



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Mittwoch, 27. Mai 2026

Paddeln auf der Niers von Grefrath nach Wachtendonk


Fröhlich plaudernd stehen wir an der alten Langendonker Mühle und hören der kurzen Einweisung zu. Über uns rauscht das frische Grün der Bäume und irgendwo ruft unermüdlich ein Kuckuck. "Schnell schüttelt eure Portemonnaies!", ruft meine Freundin lachend und erklärt den verdutzt dreinblickenden jungen Leuten, dass sich dann das Geld darin vermehre. Sofort wird das Lachen erwidert und natürlich kräftig geschüttelt. Kurz darauf wuchten wir die beiden roten Schlauchboote hinunter zum idyllischen Anleger, steigen unter fröhlichem Necken ein und stoßen uns schließlich vom Ufer ab. Mit dabei sind meine liebe Freundin mit ihren beiden Söhnen und mein Schneiderlein mit ihrer Familie: ihrem Mann, ihrem Sohn, unserer Patentochter und meiner Herzenstochter. Wie schön, dass unsere beide jungen Frauen auch diesmal ihre Liebsten mitgebracht haben. Ich mag diesen Gedanken sehr, dass Familientraditionen weiterwachsen dürfen und junge Liebe ganz selbstverständlich ihren Platz darin findet. Auch der Trauzeuge meines Schneiderleins sitzt mit im Boot, einer dieser wunderbaren Menschen, die seit vielen Jahren mal mehr, mal weniger zu unserem bunten Haufen dazugehören. Und natürlich sind auch mein Göttergatte und unsere Söhne wieder mit von der Partie. Denn es war die Idee meines Sohnemannes statt seines Geburtstag zu feiern lieber eine Paddeltour zu machen. Die Strecke führt durch das stille Naturschutzgebiet Grasheide Richtung Wachtendonk. Mal paddeln wir gemütlich hintereinander her, mal liefern sich die Boote kleine Wettfahrten und gegenseitige Enterversuche. Spritzendes Wasser, (nicht nur) nasse Arme, der Geruch von Sonnencreme in der Nase und dieses unverwechselbar kühle Aroma des Flusses mischen sich an diesem fast schon hochsommerlich warmen Pfingstsonntag zu einem perfekten Bilderbuchtag. Vor lauter Plaudern und Scherzen passen wir manchmal nicht richtig auf und geraten gleich mehrmals unter tief hängende Äste am Ufer. Und jedes Mal erwischt es ausgerechnet den Freund unserer Patentochter. Der Arme verschwindet regelmäßig halb im Grünzeug und wird anschließend von uns ziemlich robust, aber fürsorglich von Blättern und kleinen Zweigen befreit. Meine Herzenstochter und der jüngste Sohn meiner Freundin lassen sich irgendwann verstohlen in die kühlen Fluten gleiten und schwimmen eine ganze Weile neben den Booten her. Sonnenlicht tanzt auf dem Wasser, nasse Haare glänzen in der Sonne und für einen Moment wirkt alles herrlich leicht und unbeschwert. An manchen Stellen blühen die Weiden und die feinen silbernen Samen schweben wie kleine Sommerflocken durch die Luft und lassen meinen ältesten Sohn mehrfach niesen. Immer wieder tanzen blau schimmernde Prachtlibellen und andere Libellenarten dicht über der Niers. Im klaren Wasser kann man stellenweise sogar kleine helle Muscheln auf dem dunklen Grund erkennen. Enten ziehen gemächlich ihre Bahnen und sogar Kanadagänse mit ihren Jungen wagen sich vorsichtig ans Ufer und gleiten schließlich gemeinsam hinaus auf den Fluss. Aus dem Schilf quaken munter grüne Seefrösche und irgendwas platscht ins Wasser. Zwischen alten Weiden, dichtem Ufergrün und spiegelnden Wasserflächen wirkt alles fast ein wenig verwunschen. Für einen kurzen Moment denke ich auch an den Patenonkel meines Jüngsten. Früher saß er mit uns in einem der Boote, lachte, alberte herum und genoss diese Tage genauso wie wir. Heute kann er nicht mehr mit dabei sein und fehlt uns sehr. Während die Schlauchboote leise über das Wasser gleiten, schicke ich ihm in Gedanken ein paar liebe Grüße. Vielleicht hätte ihm dieser herrliche Tag genauso gut gefallen wie uns. Umso kostbarer fühlen sich diese gemeinsamen Stunden auf dem Wasser an. Wir passieren das Kloster Mariendonk, später taucht zwischen den Bäumen die Burgruine Wachtendonk auf. Ich lehne mich kurz zurück, lasse das Paddel treiben und beobachte meine Lieben. Das Wasser schwappt leise gegen das Boot, irgendwo ruft wieder ein Kuckuck und über der Niers tanzen die blau schimmernden Prachtlibellen in der warmen Nachmittagssonne.

Hachz.. solche Tage möchte man am liebsten festhalten.



Wissenwertes zur Niers: 
Die Niers zählt zu den langsamsten Flüssen Deutschlands 
und schlängelt sich auf rund 113 Kilometern durch die 
niederrheinische Auenlandschaft bis in die Maas. Gerade 
zwischen Grefrath und Wachtendonk zeigt sie sich 
besonders idyllisch mit alten Weiden, stillen Kuhlen 
und artenreicher Natur. 


Freitag, 20. März 2026

Von gelben Osterglocken und rosa Hyazinthen

Guten Morgen, meine Lieben. Wie schön, dass Ihr wieder hintenrum gekommen seid oder wird es Euch zu viel hier bei mir in der Küche? Wenn ja, können wir das beim nächsten Mal wieder ändern. Aber nun erstmal eine Tasse Kaffee, oder?! Einen Becher Tee gibt es natürlich auch. Greift gerne zu! Letztens in der "Aktuellen Stunde" des WDR wurde ein Bericht über einen Ostermarkt gezeigt und ein Interview ließ mich schmunzeln: "Meine Lieblingsblumen sind die Osterglocken!", erklärte ein kleine Mädchen mit langen Zöpfen, "Weil sie den Osterhasen anlocken!". Ach, so ist das! Das habe ich nicht geahnt, aber jetzt wo ich weiß, habe ich natürlich wieder Osterglocken in der Vase.. lach! Ihr doch jetzt bestimmt auch, oder?! Habt Ihr gerade die hübsche Osterpost auf der kleinen Wäscheleine gesehen? Die hübschen Hennen hat mir die liebe Mano geschickt und es ist schon witzig wie die Hühnchen von Nina den Weg zu mir finden, nicht wahr?! Liebe Mano, danke, dass Du mich so lieb bedacht hast und Dir, liebe Nina, sagt ich danke für Deine wunderbare Stempelkunst. Auch von der lieben Kirsten lag bereits Osterpost im Briefkasten. Habt Ihr den süßen lila Hasen gesehen? Ganz lieben Dank dafür liebe Kirsten. Und habt Ihr was Schönes am Wochenende vor? Ich muss morgen arbeiten, denn wir vom (kleinen Weltladen) Fair-Rhein haben morgen ein großes Netzwerktreffen aller Fair-Hanels-Aktivist:innen der Umgebung. Ihr könnt gerne vorbeikommen. Es findet von 11 - 15.30 Uhr in Moers im Bollwerk 107 statt. So, meine Lieben. Ich muss los. Ein paar Vorbereitungen für das große Event warten noch auf mich.


Habt ein schönes (und vielleicht faires?) 
Wochenende, meine Lieben. 
Herzlichst, Nicole

Danke, liebe Mano und liebe Kirsten!