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Donnerstag, 5. März 2026

Abschied vom Vorgarten


Es ist ein leiser Abschied, der in diesem Frühjahr vor unserer Haustür stattfindet. Unser Vorgarten, wie wir ihn seit Jahren kannten, existiert so nicht mehr. Die Spalierkirschen, die uns im Frühling zartweiße Blüten schenkten und im Sommer Schatten und Struktur gaben, mussten schon im Herbst weichen. Die Wurzelfäule hatte ihnen längst den Boden unter den Füßen entzogen. Zurück blieb eine Lücke, sichtbarer Ausdruck des leisen Verfalls, der im Verborgenen schon lange begonnen hatte. Nun hat es auch den Spalierapfelbaum erwischt. Noch steht er da, doch wir wissen: Sein Abschied ist beschlossene Sache. Besonders unser großer Sohn, unser Apfelexperte, bedauert das sehr.  Zum Glück bleiben Erinnerungen: an erste kleine Äpfel, an Sonnentage, an Momente, in denen man nur mal eben in den Vorgarten ging, um zu schauen, wie weit der Apfelbaum schon im Jahr ist. Und doch, mitten in dieser Wehmut, blinzelt schon etwas Neues hervor. Zwischen all den Veränderungen tauchen sie auf: die hübschen lila Krokusse, die sich jedes Jahr zuverlässig durch die Erde schieben, als wüssten sie nichts von unserer Traurigkeit. Ich habe sie mit unseren Söhnen im Kindergartenalter gepflanzt. Nur immer ein oder zwei Zwiebeln, versteckt wie kleine Schätze. Und nun stehen sie in großen, dichten Büscheln, ein lila Wunderteppich, der aus Geduld und kindlichen Händen gewachsen ist. Ihre zarten Blüten sind wie kleine Trostpflaster: Erinnerungen an das, was war, und gleichzeitig ein Versprechen auf das, was kommen kann. Sie wollen wir retten. Behutsam, mit Spaten und Herz, sollen sie einen neuen Platz bekommen, an dem sie weiter den Frühling ankündigen dürfen. Der Verlust unseres alten Vorgartens ist auch ein Anfang. Wenn die alten Bäume gehen, entsteht Raum im Beet, aber auch im Kopf. Drei neue Spalierbäume sind geplant, sorgfältig ausgewählt, damit sie wieder diesen vertrauten Rahmen bilden, der Haus und Garten zusammenhält. Dazwischen soll ein Platz entstehen, an dem man verweilen kann: sitzen, schauen, atmen. Ein Plätzchen im Grünen, direkt vor der Haustür. Vielleicht mit einer Bank, einem Stuhl, einem Becher Kaffee in der Hand, während die Welt an der Grundstücksgrenze vorbeizieht.

Dienstag, 28. November 2023

Zimtiger Milchreis mit karamellisierten Äpfeln (Thermomix)


Wenn die Tage kürzer, kühler und dunkler werden, gibt es für uns nichts Besseres als Mahlzeit eine warme Portion Milchreis mit gaanz viel Zimt und Zucker. Dazu noch klein geschnittene, karamellisierte  Äpfelchen und der restliche Tag ist mit einem glückseligen Weihnachtshauch überzogen. Für Euch auch?


Zutaten:

  • 1 l Milch
  • 230 g Milchreis
  • 50 g Kokosblütenzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Teel. Zimt

  • 3 kleine rote Äpfel, gewürfelt
  • 1 Teel. Ceylon Zimt
  • 2 Teel. Rohrohrzucker
  • einen Schuss Wasser

So geht's:

Milch, Kokosblütenzucker, Zimt und Salz in den Mixtopf geben und 8 Min./100°/Stufe 1 aufkochen. Milchreis zugeben und 30 Min./90°/ Linkslauf /Stufe 1 ohne Messbecher garen. Anschließend den Milchreis in eine Schüssel umfüllen und weitere 15 Minuten quellen lassen. Währenddessen die 3 kleinen, roten Äpfel waschen, entkernen und würfeln. Rohrohrzucker, Ceylon Zimt und einen Schuss Wasser in einer Pfanne erhitzen. Apfelstücke dazugeben und unter rühren ca. 5 Minuten karamellisieren lassen.

Zum Schluss den zimtigen Milchreis in kleinere Schüssel umfüllen und mit den karamellisierten Äpfeln krönen.. mmmmhh!


Donnerstag, 17. August 2023

Kleine Apfelernte (plus Apfel-Rezepte)


"Wir müssen unbedingt die ersten Äpfel pflücken!", mein Göttergatte steht auf der Wiese vor dem alten Spalierobstbaum und schaut bedauernd auf einen hängenden faulen Apfel. Um ihn herum fliegt eine Hornisse, die wohl Geschmack an den saftigen Äpfeln gefunden hat. Ganz nach Hornissenart fliegt sie einen intakten Apfel an und beginnt an ihm zu nagen. Dieser Apfel wird wohl der nächste faule Apfel am Baum sein. Ich nicke meinem Göttergatten zu, erinnere mich an die schöne Zeit zurück, wo noch mein Großer unser Apfelexperte war und schlage vor: "Ich geh' nur eben eine Schüssel holen, dann können wir beide loslegen und die reifen Äpfel pflücken!".

Montag, 20. September 2021

Scharfe Apfelsuppe (Thermomix)


"Nicole!", mein freundlicher 'Keine-Hühner-mehr-Nachbar' steht rufend am Gartenzaun, "Möchtest du vielleicht ein paar Äpfel haben? Ich habe in diesem Jahr so viele, die mag ich gerne teilen.". "Gerne!", rufe ich erfreut zurück und nehme dankend das gefüllte Körbchen entgegen. Schon länger wollte ich ein neues Rezept ausprobieren, doch hat unser Spalierobstbaum zum Leidwesen meines Großen, unserem Apfelexperten, in diesem Jahr nur wenig getragen.


ZUTATEN
  • 4 Äpfel, geschält
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 1/2 Salatgurke, geschält
  • 2 Knoblauchzehen
  • 30 g Olivenöl
  • 3/4 l Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer
  • 100 g Sahne
  • Balsamicocreme

ZUBEREITUNG

Zuerst die Äpfel schälen und das Kerngehäuse entfernen, dann die Gurke schälen und die Paprikaschoten von innen säubern. Die Äpfel, Gurke und Paprikaschote in groben Stücken in den Mixtopf geben, Knoblauchzehen zufügen und mit Olivenöl 2 Min. / Stufe 2 / Varoma andünsten. Gemüsebrühe und Gewürze hinzufügen und 30 Min. / Stufe 2 / Varoma kochen. Anschließend stufenweise 30 sec. / Stufe 4 - 8 pürieren. Die Sahne hinzufügen und abschmecken. Zum Schluss auf Teller verteilen und mit Balsamicocreme verzieren.

Guten Appetit!