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Dienstag, 12. Mai 2026

Die Wanne ist voll (oder "Die Stunde der Gartenvögel!")


"Jetzt fehlen nur noch die Laufenten, Mama!"

Statt einer bunten fotografierten Vogelschar habe ich noch einmal ein paar Eindrücke von unserem Himbeergärtchen im Hof mitgebracht. Die antike Zinkwanne kam pünktlich zum Muttertag bei mir an (Daaankeschön an meine "Männer"!) und steht jetzt direkt, wenn man durch das Hoftor in den Garten kommt, auf der rechten Seite. Hachz.. sieht das nicht wunderbar nostalgisch aus?


Stunde der Gartenvögel

Im Rahmen der NABU-Aktion "Stunde der Gartenvögel" (Ihr könnt Eure Vogelbeobachtungen vom 8. bis zum 18. Mai 2026 direkt über das Online-Formular melden) haben wir am 9. Mai 2026 unseren naturnahen Waldgarten, mit einem überraschend vielfältigen Ergebnis, beobachtet: Innerhalb eines Vormittags konnten wir insgesamt 20 Vogelarten feststellen. Unterstützt durch die BirdNET-App, aber vor allem durch eigene Beobachtungen und das bewusste Zuhören, entstand ein eindrucksvolles Bild davon, wie lebendig ein naturnaher Garten im Frühjahr sein kann. Besonders spannend war dabei die Mischung aus typischen Gartenvögeln, Waldarten und echten Frühlingsboten aus der Luft. Schon früh waren die ersten Stimmen zu hören: Zilpzalp, Rotkehlchen und Mönchsgrasmücke bildeten die akustische Kulisse des Morgens. Dazu kamen Zaunkönig, Heckenbraunelle und die melodische Singdrossel. In den altehrwürdigen Bäumen und hohen Sträuchern waren gleich mehrere Meisenarten, wie zum Beispiel Blaumeise, Kohlmeise und sogar Tannenmeise, unterwegs. Auch der Gartenbaumläufer ließ sich beobachten, wie er spiralförmig die Baumstämme hinaufkletterte. Ein Buntspecht war ebenfalls unterwegs und sorgte mit seinem typischen Trommeln immer wieder für Aufmerksamkeit. Über unserem Garten wurde es später richtig lebendig (auch wenn sie nicht bei uns brüten): Mauersegler jagten pfeilschnell durch die Luft, während Mehlschwalben elegant über die Häuser zogen. Dazu kreiste zeitweise ein Mäusebussard über der Umgebung, er hatte wohl Appetit auf Hühnchen. Besonders schön war die Vielfalt der Singvögel: Fast den ganzen Tag erfüllten ihre Stimmen den Garten mit lebendigem Zwitschern und fröhlichem Gesang. Erst gegen Abend übernahmen andere Flieger den Gartenhimmel: kleine Zwergfledermäuse huschten flink zwischen den Bäumen hindurch, während weiter oben vermutlich große Abendsegler ihre eleganten Kreise durch die Dämmerung zogen. Aber das ist eine andere Geschichte. 

Meine Zählergebnisse:

  • Amsel (4+)
  • Blaumeise (4+)
  • Buchfink (2)
  • Buntspecht (1)
  • Gartenbaumläufer (1)
  • Mäusebussard (1)
  • Haussperling (7+)
  • Heckenbraunelle (2)
  • Kohlmeise (2+)
  • Kuckuck (1)
  • Mauersegler (5+),
  • Mehlschwalbe (4)
  • Mönchsgrasmücke (2)
  • Rabenkrähe (3)
  • Ringeltaube (4+)
  • Rotkehlchen (2+)
  • Singdrossel (2+)
  • Tannenmeise (2)
  • Zaunkönig (2+)
  • Zilpzalp (2+)

Gerade die "Stunde der Gartenvögel" zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie wertvoll naturnahe Gärten mit alten Bäumen, Hecken, Wildblumen, und wilden Ecken geworden sind. Je vielfältiger die Struktur, desto mehr Arten finden Nahrung, Nistplätze und Ruhebereiche sogar in Wohngebieten.



NABU Online-Meldeformular >hier<
NABU-App "Vogelwelt" >hier<
Meine Lieblingsapp "BirdNet" >hier<
Das + steht für ungezählten Nachwuchs.








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Freitag, 8. Mai 2026

Wenn der weiße Flieder wieder blüht


Willkommen im Gartenpavillon, meine Lieben. Hier sieht es so ganz anders aus als in meiner Küche, nicht wahr?! Hier durfte sich mein Göttergatte austoben, immerhin hat er ja auch das ganze Ensemble, sowohl innen als auch außen, selbst gebaut und ich finde, es ist ihm auch gut gelungen. Dennoch habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, auch in diesem Jahr hier einbissel Mai-Romantik zu verbreiten. Den weißen Flieder habe ich ganz brav heute morgen in der Frühe gepflückt (äääh.. pflücken lassen. Mein Götter hat ihn in luftiger Höhe gekappt. Unglaublich wie hoch so ein Fliederstrauch werden kann, oder?!) und natürlich habe ich auch die Stengel-Enden mit dem Hammer zerfassert. Dennoch bin ich der Meinung die feinen weißen Blüten fangen jetzt schon an zu welken.. seufz! Aber setzt Euch doch, möchtet Ihr einen Schluck Waldmeister-Bowle? Ich habe sie eisgekühlt. Psst.. seid mal kurz still. Hört Ihr wie die Gartenvögel singen und seht Ihr wie nah unsere gefiederten Freunde kommen? Hachz.. ich sitze so gerne hier, denn es ist tatsächlich so als ob der Pavillon von einem Tarnzauber geschützt wird. Wir scheinen hier wie unsichtbar zu sein. Also genau der richtige Ort um an diesem Wochenende die Lauscher zu spitzen und die Augen aufzuhalten. Denn heute beginnt die 22. "Stunde der Gartenvögel" vom NABU. Zählt Ihr mit? Das fände ich einfach wunderbar! Habt Ihr was Schönes vor? Erzählt doch mal! 

Euch morgen einen schönen Feiertag und
allen Müttern einen wundervollen Muttertag!
Herzlichst, Nicole



P.S. Meine letzten beiden Post (der Jahreszeiten-Begleiter und das Wipfelbild) sind übrigens geplant (ohne meine Anwesenheit am PC) veröffentlicht worden. Ich wollte nicht, dass durch meine Pause der Rhytmus gestört wird. Sorry, wenn Euch das verunsichert hat.

Mittwoch, 14. Januar 2026

Von Tauwetter, Wintervögeln und Eichhörnchen



Regungslos stehe ich an unserem Esszimmerfenster und beobachte wie fleißig unsere kleinen gefiederten Freunde in das neue Vogelfutterhäuschen fliegen. Meisen aller Art fliegen das transparente Häuschen an und ich bin glücklich mich für dieses Vogelfutterhäuschen entschieden zu haben. Ab und an gesellt sich noch ein Rotkehlchen dazu und auf dem Boden unter dem Futterhäuschen hüpft munter eine Amsel hin und her und piekt die Reste auf. Trotz des emsigen Treiben gelingt es mir selten einen der munteren Gartenvögel zu fotografieren, doch das finde ich nicht weiter schlimm, solange ich sie zählen kann. Mein Blick schweift in die Ferne wo mehrere Ringeltauben vor der großen Fichte den bereits vom Schnee befreiten Boden nach Futter absuchen. Es ist wärmer geworden und an manchen Stellen ist der Schnee der letzten Tage schon geschmolzen. Einige freche Elstern hüpfen in den Ästen unseres Ahornbaumes und Rabenkrähen ziehen über den Garten. Das ist kein gutes Zeichen, denn wenn Rabenvögel gemeinsam mit Elstern am Himmel sind, ist der Mäusebussard nicht mehr weit. Ich suche mit meinem Blick die Wipfel in unserem Waldgarten ab und entdecke ihn auch schon. Wahrscheinlich hat er ein Auge auf die Tauben geworfen, denn meine Hühner befinden sich im Stall. Die Vogelgrippe fordert hier bei uns wieder die Stallpflicht ein. In der Ferne höre ich durch das geschlossene Fenster ein leises Pochen, von dem ich weiß, dass da der Buntspecht am Werk ist. Sein Ruf ist mir schon vorher aufgefallen. Doch was ist das? Ein rotes Eichhörnchen hangelt sich gekonnt am Blauregen hoch und schaut durch das Erkerfenster in die Küche. Ich grinse amüsiert und tatsächlich gelingt es mir den putzigen kleinen Gesellen zu fotografieren. Regelmäsig kommt das rote Huschpuscheli mutig ans Haus und hofft auf Nüsse oder andere Leckereien, die ich gerne für das hübsche Tier bereitlege. Ich kenne den kleinen Kerl schon seit seiner Geburt und freue mich sehr, dass er nicht scheu geworden ist. Ein Blick auf die Uhr sagt mir, dass die vom NABU vorgegebene Stunde vorüber ist und auch das rote Eichhörnchen springt auf und davon. Meine Stunde der Wintervögel ist zu Ende. 


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Die NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ findet 2026 bereits zum 16. Mal statt und läuft derzeit. Eine Stunde lang zählen Teilnehmer Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park.​

So funktioniert die Teilnahme:
Man wählt einen festen Beobachtungspunkt und notiert von jeder Art die höchste Anzahl Vögel, die gleichzeitig in der Stunde sichtbar sind, auch wenn sie wegfliegen und wiederkommen. Ein gefülltes Vogelhäuschen macht die Beobachtung leichter, besonders bei aktuellem Winterwetter.​

Meldefrist und Links:
Ergebnisse könnt Ihr noch bis zum 19. Januar 2026 online >hier< über das NABU-Formular melden.4


Meine Zählergebnisse

2 Amseln
1 Mönchsgrasmücke?
2 Rotkehlchen
1 Heckenbraunelle
3 Kohlmeisen
5 Blaumeise
2 Tannenmeisen
1 Haubenmeise
1 Mäusebussard
4 Ringeltauben
1 Buntspecht
4 Elstern

zig Rabenkrähen

Auch einen Zug Kraniche von ca. 40 Tieren konnte ich beobachten:
Kamper Wald, 10.01.2026 um 12:06 Uhr

Informationen "Kranichzug aktuell" vom NABU >hier<


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Montag, 22. Dezember 2025

Reise durch den Advent: "Waldweihnachten"




Herzlich willkommen bei Nicole's (Niwibo) "Reise durch den Advent". Ich öffne heute das 22. Türchen und nehme Euch mit auf eine festliche Wanderung zur Waldweihnachten in unserem Lieblingswald. Bis jetzt durften wir schon viele wunderbare Beiträge auf dieser Reise durch den Advent genießen, die uns mit festlicher Stimmung und bezaubernden Eindrücken bereichert haben. Erst gestern waren wir bei der lieben Silke, die ich bis jetzt noch gar nicht kannte. Nun erwartet Euch ein weiteres Türchen: hier versteckt sich ein Weihnachtsfest für die Tiere im Wald, welches mein Sohnemann und ich schon seit Kindergartentagen feiern. Eine Waldweihnacht für die ich froh und dankbar bin, da mein Sohnemann auch noch als als junger Mann mit mir diese innig geliebte Familientradition begeht. 

Es ist Sonntagmorgen, ganz in der Früh, als ich an die Zimmertür meines Sohnemanns klopfe. "Ja?", leise klingt die verschlafene Stimme meines Jüngsten hinter der verschlossenen Tür. Ich drücke die Türklinke herunter und betrete das schlafwarme Zimmer: "Guten Morgen, mein Schatz. Vergangene Nacht hat es Schnee gegraupelt und draußen sieht alles winterlich weiß aus. Sollen wir heute vielleicht unsere Waldweihnacht feiern?", fragend blicke ich meinen Sohn an. "Aber wir haben doch noch gar nichts vorbereiten können. Ich bin doch nie zu Hause!", mein Sohn seufzt leise, "Ich fahre um 6 Uhr mit dem Bus zur Arbeit und komme erst um 18 Uhr wieder zurück.". "Das stimmt allerdings! Und deshalb habe ich gerade schon ein paar gute Gaben für die Tiere im Wald vorbereitet. Du musst nur aufstehen und mitkommen.". Leicht verzweifelt verdreht mein Sohn die Augen: "Ach, Mama. Du kannst es einfach nicht lassen. Ich bin zu müde.". "Komm schon!", leicht schief grinsend blicke ich ihn an, "Es ist so schön draußen!". Er verdreht wieder die Augen und wirft ergeben die Bettdecke von sich: "Na gut. Aber nur, weil du es bist, Mama!" Und mein Mutterherz hüpft vor Freude. Minutenspäter sind wir unterwegs und schon bald betreten wir unseren Lieblingswald. Das von Graupel bedeckte Laub knistert unter unseren Füßen und wir begeben uns auf die Suche nach dem perfekten Platz für unsere Waldweihnacht. Unser Hundemädchen Julie ist ganz in ihrem Element. Sie hüpft und schnuppert über den eisigen Waldboden und bleibt plötzlich wie angewurzelt stehen. Von weitem kommt uns eine Frau mit Hund entgegen und nach ein paar Sekunden erkennt mein Sohn seine Patentante mit ihrem Hund Ollie. Na, wenn das kein schöner Zufall ist! Wir drücken uns alle herzlich und plaudern ein wenig, während die ersten Sonnenstrahlen durch die kahlen Äste blitzen. Doch wir wollen weiter, denn wir suchen schließlich den perfekten Platz für unsere Waldweihnacht. Viele Bäumchen werden begutachtet und wieder verworfen, bis wir dann endlich den richtigen Baum an der richtigen Stelle finden. Was für ein Glück! Gemeinsam beginnen wir nun unseren kleinen Baum liebevoll mit roten Zieräpfeln, aufgereihten Erdnüssen, knackigen Äpfeln und feinen Vogelfutter-Tannenbaum-Plätzchen zu schmücken. Die Luft ist erfüllt vom süßen Duft der Äpfel, dem waldigen Duft der Kiefernadeln und das Knistern der Blätter unter unseren Füßen begleitet unser leises Plaudern und Lachen. Während wir uns gerade dem Baumschmuck widmen, bleibt eine Dame stehen, schaut uns für einen kurzen Augenblick zu und bemerkt lächelnd, wie zauberhaft unser Baumschmücken doch sei. Ein paar Minuten später kommt ein Herr mit seinem Labrador vorbei und beobachtet uns neugierig. Buddy heißt der Hund und ehe wir uns versehen, muss Buddy davon abgehalten werden, die frischen Äpfel direkt vom Baum zu naschen. Mit einem kleinen Augenzwinkern retten wir die Früchte vor der hungrigen Hundeschnauze und dann sind wir wieder alleine. Die karge Wintersonne versteckt sich mittlerweile hinter dichteren Wolken und nur unsere mitgebrachte kleine rote Kerze wirft mit ihrem warmen Flammenlicht einen sanften Schimmer auf die Zweige und sorgt für eine stille, fast mystische Atmosphäre. So stehen wir dicht beieinander, genießen die Ruhe des Waldes, lauschen dem leisen Rascheln der Blätter und spüren die tiefe Verbindung zwischen uns und der Natur, weit weg vom Trubel des Alltags. Es ist unsere ganz besondere, stille Feier, die wir schon seit Kindergartentagen feiern: gemeinsam, im Einklang mit der Natur. So schenkt uns diese Waldweihnacht Wärme und Nähe, die der langen Abwesenheit und der Hektik im Alltag trotzt. Mit erfüllten Herzen und einem Lächeln auf den Lippen treten wir den Heimweg an und singen dabei beseelt "Oh du fröhliche", begleitet vom sanften Knirschen unserer Schritte im harschigen Graupel und von einer tiefen Dankbarkeit für diesen magischen Moment voller Ruhe, Licht und Verbundenheit.

Und hat Euch das 22. Türchen gefallen? Ich hoffe sehr, dass es Euch Freude bereitet hat und wünsche Euch von Herzen wundervolle, zauberhafte Adventstage! Nur noch zwei Tage bis Heiligabend, und die Vorfreude wächst mit jedem Moment. Ich danke Euch ganz herzlich für die liebevolle und charmante Begleitung auf dieser weihnachtlichen Reise und besonders Nicole (Niwibo) für diese zauberhafte Adventserfahrung. Morgen öffnet sich das 23. Türchen bei Fräulein Mo, auf das ich mich schon sehr freue. Ich wünsche Euch viel Vergnügen beim Entdecken und eine friedvolle, besinnliche Zeit in diesen letzten Tagen vor dem Fest.

Herzlichst Nicole


Unsere DIY's zur Winterfütterung von Wildtieren:
Meisensnack, Meisenknödel im Häkelnetz, Erdnuss-Hagebutten-Kette, Apfelaufhängung, Herz-Apfel, Vogelfutter-Tannenzapfen, Gefüllte Vogelfutter Tannenzapfen, Walnussschalen gefüllt mit Vogelfutter, Weihnachtliche Waldtierfreuden, Futterrollen für Piepmätze, Weihnachtsvitamine für unsere gefiederten Freunde, Erdnuss-Apfel-Aufhängung, Getrocknete Orangen, Zierapfel-Erdnuss-Aufhängung


Vergangene Waldweihnachten >hier<