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Freitag, 6. September 2019

Mirabellenliebe


Guten Morgen, meine Lieben! Wie schön, dass Ihr wieder zu mir gefunden habt. Möchtet Ihr auch eine Tasse Kaffee und eine frischgebackene Waffel mit Mirabellenmarmelade? Dann greift doch bitte zu! Und wenn Euch der Duft des Rainfarns und des Wasserdost stört, gebt bitte Bescheid. Ich stelle die Vase mit den Gartenblümchen dann nach draußen. Die Sommerferien sind leider zu Ende und der Alltag hat uns wieder. Die Jungs radeln wie immer morgens früh zur Schule und kommen erst gegen späten Nachmittag nach Hause, mein Göttergatte arbeitet mal von zu Hause oder im Hauptbüro und ich selber sitze in verschiedenen Wartezimmern herum und hoffe auf Heilung. Leider gibt es bei mir nichts Neues zu berichten. Der Schmerz hat mich immer noch fest im Griff und das obwohl ich starke Medikamente nehmen muss. Doch das Leben geht weiter, nicht wahr?! Da hilft es nicht zu jammern, zu weinen oder zu heulen - da muss frau durch. Doch wenn ich ehrlich bin, fällt es mir sehr schwer: ich, die meine Ruhe und meinen Frieden in der freien Natur gefunden habe, stillstehend, schweigend und staunend die Flora und Fauna beobachtet habe, ausgerechnet ich finde keine Ruhe mehr. Apropos Natur. Stellt Euch mal vor, was kurz nach unserem Urlaub passiert ist. Eine liebe Freundin von mir rief an und fragte, ob sie eben schnell vorbeikommen könnte. Sie hatte am helllichten Tag einen völlig ausgehungerten und schwachen Igel gefunden und würde sich freuen, wenn wir ihn genau wie Kalle in unsere Obhut nehmen und ihn für den Winter aufpäppeln würden. Nun sitzt der kleine Kerl in Kalle's altem Gehege und wird von meinem Göttergatten und mir jeden Tag mit Katzenfutter und Haferflocken versorgt. Es ist ein lustiges kleines Kerlchen! Wobei ob es ein Kerlchen ist, wissen wir noch gar nicht. Denn der junge Igel lässt sich nicht von uns anfassen. Nein, im Gegenteil. Obwohl er so schwach ist, hat der kleine Insektenfresser  meinem Göttergatten sogar schon in den Finger gebissen. Nicht schlimm, aber so etwas sind wir von "unserem" Kalle gar nicht gewohnt. So, meine Lieben, genug geschwatzt. Jetzt habe ich noch ein ganz wunderbares Mirabellen-Rezept für Euch, welches ich Euch aus dem Urlaub mitgebracht habe. Genau wie die Mirabellen übrigens auch. Sie wurden direkt neben der kleinen weißen Kirche auf der Halbinsel Kegnaes in Dänemark gepflückt. Und da meine Freundin ihren Thermomix mit im Gepäck hatte, wurden die Mirabellen noch am selben Abend verarbeitet. Dazu buk meine Freundin sogar noch ein besonders fluffiges Weißbrot (ja, wir wurden von meiner Freundin wirklich verwöhnt!) - mmmmhhh!


Mirabellenmarmelade

Zutaten
  • 1,2 kg entkernte Mirabellen
  • 500 g Gelierzucker (2:1)
  • Schale einer ungespritzten Bio-Zitrone
  • Vanillezucker

Zubereitung


Mirabellen waschen, halbieren und entkernen (nicht schälen). Mirabellen in den Thermomix geben und 5 Sek. / Turbo-Stufe zerkleinern. Gelierzucker zugeben und nochmals 5 Sek. / Turbo-Stufe. Zitronenschale hinein reiben, 18 Minuten / 100 °C / Stufe 3 kochen. Zum Schluss 5 Sec. / Stufe 8 zerkleinern, in heiß ausgespülte Einmachgläser geben und für ca. 10 Minuten auf den Kopf stellen.


Ich wünsche Euch einen guten Appetit 
und ein wunderbares Spätsommerwochenende!
Herzlichst, Nicole

Freitag, 31. August 2018

Pfirsichliebe


Guten Morgen, meine Lieben! Wir schön, dass Ihr wieder da seid. Heute möchte ich eine kleine Familiengeschichte erzählen. Ich hoffe, sie amüsiert Euch so wie mich: 

"Nicole? Hier ist Papa. Unser Pfirsichbaum hat im Moment so viele Früchte, ich kann sie gar nicht alleine essen. Möchtest du welche haben?", mein Vater ist am Telefon und kommt gleich zur Sache. Ich überlege kurz, ob ich die Erntehilfe einplanen kann und antworte: "Na, klar. Ich komme morgen doch eh vorbei und bringe dir deine Einkäufe, da können wir doch gemeinsam die Pfirsiche ernten.". "Nicht nötig!", mein Vater winkt ab, "Das mache ich schon. Ich hab' eh nix zu tun!". (Ihr müsst wissen, ich bin ein Nesthäkchen und mein Papa wird im Oktober schon 88 Jahre alt.) "Papa, übernimm dich bitte nicht. Warte doch einfach auf mich, ich bin so gegen 10.00 Uhr da!", besorgt ermahne ich ihn, "Und klettere bloß nicht auf die Leiter!". "Nee, nee!", antwortet mir mein Vater ungeduldig, "Ich pass schon auf. Aber bring doch bitte einen eigenen Korb mit. Ich habe keinen gescheiten mehr.". "Okay, mache ich. Bis morgen, Papa!", antworte ich und lege auf. Am nächsten Morgen fahre ich wie versprochen für meinen Vater einkaufen und entdecke, dass der Gelierzucker 2:1 im Angebot ist. Entschlossen nehme ich drei Kilo mit, denn wer weiß, wie viele Pfirsiche es zu ernten gibt. Bei meinem Vater angekommen, packe ich erst meine Einkäufe weg und frage dann nach den Pfirsichen. "Die stehen hinten im Flur.", erklärt mir mein Vater, "Ich habe sie auch schon sortiert. Die nichts mehr sind liegen schon auf dem Kompost.". "Okay, danke schön!", antworte ich und laufe die Teppen runter in den Flur. Ein einsamer Eimer steht dort im Halbschatten. Verwundert bücke ich mich und schaue in den großen Eimer. Sage und schreibe acht Pfirsiche liegen darin. Ich denke an meinen Gelierzucker-Vorrat und beiße mir vor Lachen auf die Lippen. Acht Pfirsiche. Ich kichere in mich hinein. So viele Pfirsiche kann mein Papa nun wirklich nicht alleine essen. 

Ich hoffe, die kleine Geschichte hat Euch auch ein wenig erheitert. Pfirsich-Marmelade habe ich trotzdem eingekocht. Immerhin waren es große Pfirsiche, die zusammen etwas über ein Kilo wogen. Ich habe Euch auch das Rezept aufgeschrieben und hier ist es auch schon:

Pfirsichmarmelade 

Zutaten
  • 1,2 kg Pfirsiche
  • 500 g Gelierzucker (2:1)
  • 2 Spritzer Zitronensaft
  • Vanillezucker

Zubereitung
Pfirsiche waschen, halbieren und entkernen (nicht schälen). Pfirsiche in den geben und 5 Sek. / Turbo-Stufe zerkleinern. Gelierzucker zugeben und nochmals 5 Sek. / Turbo-Stufe. Zitronensaft hinzufügen, 18 Minuten / 100 °C / Stufe 3 kochen. Zum Schluss 5 Sec. / Stufe 8 zerkleinern, in heiß ausgespülte Einmachgläser geben und für ca. 10 Minuten auf den Kopf stellen.

Ich wünsche Euch einen guten Appetit 
und ein wunderbares Spätsommerwochenende!
Herzlichst, Nicole

Dienstag, 11. Oktober 2016

Zünftige Brotzeit und ein naturtrübes Apfelsaft-Rezept


Die herbstlich-warmen Sonnenstrahlen verzaubern den Wald in ein Märchenland. Wundersame Pilze wohin man blickt und bei jedem Schritt rascheln die gefallenen Blätter. Eichhörnchen hüpfen von Baum zu Baum. Emsig darauf bedacht ihren Wintervorrat zu verstecken. Zügig schreiten mein Göttergatte und ich aus, bis uns auch nur im Hoodie angenehm warm wird. Noch ist es nicht kalt genug um zu Wintersachen zu greifen. Unsere Hündin Julie läuft, immer mit der Nase knapp über dem Boden, neben uns her. Nur dann und wann bleibt sie stehen und richtet sich auf. Ihre Nase bebt dann in gespannter Erwartung. Es riecht nach feuchter Erde, würzigen Eicheln und gefallenen Blättern. Eben nach Wild. Es würde uns nicht wundern, wenn ein Reh erschrocken aus dem Unterholz hervorbricht. Der Wind wird kälter und die Sonne verschwindet langsam hinter den altehrwürdigen Bäumen. Nun schnell ab nach Hause, eine zünftige Brotzeit wartet dort auf uns. Brot, Butter, Käse, Salami und selbstgemachter Apfelsaft. Mehr muss es nicht sein. 

Habt Ihr schon einmal Apfelsaft selbstgemacht? Hier ist ein passendes Rezept dazu:

ZUTATEN
  • 2000 g Äpfel
  • 40 g Rohrohrzucker
  • ein Multontuch
  • eine Schüssel

ZUBEREITUNG

Äpfel gut waschen und vierteln. Stiele entfernen. Äpfel in den Thermomix geben und in Intervall Stufe 4-10 zu einem feinen Brei pürieren. Varoma auf eine Schüssel stellen und mit einem Multontuch auslegen. Bei 2 kg Äpfeln sind mehrere Pürierdurchgänge nötig, deshalb immer wieder den fertigen Brei herausnehmen und auf dem Multontuch platzieren. Wenn alle Äpfel püriert sind, wird der Saft aus dem Brei herausgepresst, dazu werden die Ecken des Tuches angehoben und zusammendreht.
Der so entstandene Saft (2 kg ergeben in etwa 1 Liter Saft, je nach Apfelsorte) wird nun wieder in den Thermomix gegeben, abgewogen und der Zucker hinzugefügt. Das Ganze wird nun 15 Min.  / 80° / Stufe 2 verrührt. Anschließend wird der Saft direkt in saubere und heiß ausgespülte Flaschen gegeben. Zum Auskühlen werden die Flaschen auf dem Kopf gestellt.

Sonntag, 2. Oktober 2016

Erntedank


Mit dem Erntedankfest fängt für mich immer die schönste Zeit im Jahr an. Es ist die Zeit in der Ruhe einkehrt und man den Eindruck gewinnt, die Tage vergehen langsamer und dass obwohl  die dunklen Stunden länger werden. Es wird einfach heimeliger und die ganze Familie drängt nach innen. Der alte Esstisch wird wieder zum Mittelpunkt und der alte Ofen schenkt uns seine wohlige Wärme. Es werden Brettspiele gespielt, es wird gewerkelt, gelesen und wichtige Themen diskutiert. Eine Zeit der Besinnung fängt an. Ein Blick in die Vorratskammer zeigt uns, was die Natur in diesem Jahr zur Ernte bereitgestellt hat. Auf der rechten Seite stehen die verschiedensten selbsteingekochten Marmeladen und Gelees und auf der linken Seite liegen Nudeln, Kartoffeln und Zwiebeln bereit für ihren Einsatz. In der Schublade liegen gutverschlossene Säckchen gefüllt mit Reis, Zucker, Salz, getrockneten Hülsenfrüchten und verschiedenen Getreidesorten. Möhren, Steckrüben, Äpfel sind gut im Keller verwahrt und der Rosen- und Grünkohl wartet im Beet darauf, dass der erste Frost ihnen den richtigen Geschmack gibt. Es ist an der Zeit 'Danke' zu sagen - für all die herrlichen Schätze, die uns die Natur zu Verfügung stellt. Deshalb gibt es heute auch zum Schluß ein kleines Dankgebet aus der Kindergartenzeit:

Guter Gott, wir haben im Frühjahr Samen und Körner gesät
und Zwiebeln in die Erde gesteckt.
Doch es liegt nicht allein in unserer Hand,
ob auch alles gut wächst.
Wir danken dir für die Sonne, den Regen und auch den Wind,
den du schickst, damit alles gut wachsen kann. Amen.


Meine Sonntagsfreude heute: Erntedank

Verlinkt:
*Naturkinder* von Caro

Dienstag, 15. September 2015

Birnenlikör


Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit
Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn's Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll.
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wilste 'ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb 'ne Birn.«

(Theodor Fontane)


ZUTATEN
  • 500 g Birnensaft
  • 400 g Eiswein
  • 50 g Wasser
  • 50 g Zucker
  • 70 g Orangenlikör

ZUBEREITUNG

Birnensaft, Eiswein und Wasser in den Mixtopf geben und 10 Min./100°/Stufe 3 kochen. Kurz noch den Orangenlikör 5 Sek./Stufe 5 unterrühren. Sláinte!

Man kann den Birnenlikör auch aus frischen Birnen machen (500 g Birnen schälen, entkernen und 10 Sek./Stufe 10 pürieren.), allerdings wird der Likör dann sämig und läuft nicht mehr so schön die Kehle herunter ;))

verlinkt mit: