Guten Morgen, Ihr Lieben! Habt Ihr Lust auf einen gemütlichen Spaziergang zu unseren Hochbeeten? Wenn der Herbst sich langsam zurückzieht, zeigt sich die Natur noch einmal in einem ganz besonderen Gewand. Das bunte Laub leuchtet in warmen Braun- und Gelbtönen, während die letzten kräftigen Tomaten und die würzige Kapuzinerkresse stimmungsvoll die Beete färben. Der Wasserschlauch hängt noch unaugeräumt an der Wasserentnahmestelle und erinnert uns an die noch notwendigen Gartenarbeiten, die der Wintervorbereitung dienen. Die orangeroten Kürbisse setzen leuchtende Akzente und erfreuen nicht nur das Auge, sondern auch meinen Göttergatten, der sich über die prächtigen roten Peperoni besonders freut: ein kleines Feuer im Garten, das die Atmosphäre der kommenden kalten Tage vertreibt. Die Hühner, die wir nun wegen der aktuellen Stallpflicht aufgrund der Vogelgrippe besonders schützen, lassen es sich drinnen im Stall gut gehen, auch wenn ihr fröhliches Gackern und Scharren hier im Garten sehr fehlt. Und trotzdem - spürt Ihr auch diese ruhige Kraft, die im Garten jetzt wohnt? Die Stille, die nur vom Rascheln der Blätter und dem sanften Klang der Natur unterbrochen wird? Ein Garten im November lädt uns ein, innezuhalten, zu beobachten und die letzten Farben des Jahres aufzusaugen, bevor der Winter ihn sanft zur Ruhe bittet.
Genießt die leisen Momente in dieser Übergangszeit
und lasst Euch von der friedvollen Stimmung
der Natur verzaubern.
Herzliche Gartengrüße Nicole
P.S. Habt Ihr gerade gesehen, dass sich bei uns im Garten eine Amerikanische Roteiche ganz von selbst angesiedelt hat? Das ist besonders spannend, da sie in diesem Jahr zum "Baum des Jahres 2025" gekürt wurde. Die Amerikanische Roteiche zeichnet sich durch ihre beeindruckende Herbstfärbung, ihr schnelles Wachstum und ihre hohe Trockenheitstoleranz aus, weshalb sie im Zuge des Klimawandels als Hoffnungsträger für deutsche Wälder gilt. Obwohl sie heute als klimaresistent angesehen und forstwirtschaftlich genutzt wird, gibt es Diskussionen über ihre ökologische Auswirkung. Deshalb beobachten wir natürlich genau, wie sich die Roteiche entwickelt, denn als Neophyt kann sie auch Einfluss auf das heimische Ökosystem nehmen. Es ist für mich ein besonderes Erlebnis, diesen Baum so nah wachsen zu sehen und gleichzeitig die Verantwortung für die Natur im Blick zu behalten.
Die Roteiche schicke ich mit einem lieben Gruß zu Astrid - "Mein Freund der Baum".


















































