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Dienstag, 4. November 2025

Unsere Hochbeete im November


Guten Morgen, Ihr Lieben! Habt Ihr Lust auf einen gemütlichen Spaziergang zu unseren Hochbeeten? Wenn der Herbst sich langsam zurückzieht, zeigt sich die Natur noch einmal in einem ganz besonderen Gewand. Das bunte Laub leuchtet in warmen Braun- und Gelbtönen, während die letzten kräftigen Tomaten und die würzige Kapuzinerkresse stimmungsvoll die Beete färben. Der Wasserschlauch hängt noch unaugeräumt an der Wasserentnahmestelle und erinnert uns an die noch notwendigen Gartenarbeiten, die der Wintervorbereitung dienen. Die orangeroten Kürbisse setzen leuchtende Akzente und erfreuen nicht nur das Auge, sondern auch meinen Göttergatten, der sich über die prächtigen roten Peperoni besonders freut: ein kleines Feuer im Garten, das die Atmosphäre der kommenden kalten Tage vertreibt. Die Hühner, die wir nun wegen der aktuellen Stallpflicht aufgrund der Vogelgrippe besonders schützen, lassen es sich drinnen im Stall gut gehen, auch wenn ihr fröhliches Gackern und Scharren hier im Garten sehr fehlt. Und trotzdem - spürt Ihr auch diese ruhige Kraft, die im Garten jetzt wohnt? Die Stille, die nur vom Rascheln der Blätter und dem sanften Klang der Natur unterbrochen wird? Ein Garten im November lädt uns ein, innezuhalten, zu beobachten und die letzten Farben des Jahres aufzusaugen, bevor der Winter ihn sanft zur Ruhe bittet.

Genießt die leisen Momente in dieser Übergangszeit 
und lasst Euch von der friedvollen Stimmung 
der Natur verzaubern.

Herzliche Gartengrüße Nicole


P.S. Habt Ihr gerade gesehen, dass sich bei uns im Garten eine Amerikanische Roteiche ganz von selbst angesiedelt hat? Das ist besonders spannend, da sie in diesem Jahr zum "Baum des Jahres 2025" gekürt wurde. Die Amerikanische Roteiche zeichnet sich durch ihre beeindruckende Herbstfärbung, ihr schnelles Wachstum und ihre hohe Trockenheitstoleranz aus, weshalb sie im Zuge des Klimawandels als Hoffnungsträger für deutsche Wälder gilt. Obwohl sie heute als klimaresistent angesehen und forstwirtschaftlich genutzt wird, gibt es Diskussionen über ihre ökologische Auswirkung. Deshalb beobachten wir natürlich genau, wie sich die Roteiche entwickelt, denn als Neophyt kann sie auch Einfluss auf das heimische Ökosystem nehmen. Es ist für mich ein besonderes Erlebnis, diesen Baum so nah wachsen zu sehen und gleichzeitig die Verantwortung für die Natur im Blick zu behalten. 

Die Roteiche schicke ich mit einem lieben Gruß zu Astrid - "Mein Freund der Baum".

Freitag, 31. Oktober 2025

Kürbisschnitzerei


Zufrieden blicke ich aus dem Küchenfenster und rühre die fast fertige Kürbissuppe sorgfältig um, heute zeigt sich das Wetter von seiner rauen Herbstseite: Immer wieder ziehen kräftige Regenschauern durch den Garten und ein stürmischer Wind lässt viele der bunten Blätter durch die Luft tanzen. Doch wie von uns bestellt klart pünktlich zu unserer Kürbisschnitzerei der Himmel auf. Die Wolken ziehen weiter, die Luft ist wunderbar frisch und auch wenn das Thermometer nur noch 7° Grad zeigt, tauchen sanfte Sonnenstrahlen den Garten in ein mildes Herbstlicht. Es fühlte sich ein bisschen so an, als hätte das Wetter extra für unser fröhliches Beisammensein Platz geschaffen. "Hoffentlich haben sich auch alle warm genug angezogen.", denke ich nur für mich als plötzlich mein Schneiderlein in der Küche steht und die Stimmen der anderen Gäste aus dem Garten zu uns herein klingen. Meine liebe Freundin mit ihren beiden Söhnen und mein Schneiderlein mit ihrer Familie, samt unserer Patentochter, die überraschenderweise einen netten, jungen Mann mitgebracht hat, sind bereits da. Ach, es ist zu schön, wenn Familientraditionen wachsen und junge Liebe mit ins bunte Herbsttreiben zieht. Nur meine Herzenstochter und ihr Freund sind zu meinem Bedauern diesmal nicht dabei. Wie überaus schade! Meine drei "Männer" versorgen alle mit Getränken und Naschwerk, und schnell wird aus dem Gartentisch im Holzpavillon eine muntere Bastelwerkstatt. Jeder hat seine eigene Ideen mitgebracht: ob klassische Fratzen oder detailverliebte Schnitzkunst. Die Kürbisse zeigen bald die ganze Bandbreite herbstlicher Kreativität. Die Jungs probieren sich an besonders gruseligen Motiven und meine Patentochter schnitzt gemeinsam mit ihrem Freund bis beide Kürbisgesichter entzückenderweise Herzchen-Augen zeigen. Unser Kater schleicht neugierig zwischen den Beinen der Gäste hindurch und bewundert das Treiben, während unser hübsches Hundemädchen treu das Kürbischaos beaufsichtigt. Die warme, cremige Kürbissuppe kommt wie gerufen, genau wie die selbstgemachten Laugenbrötchen meines Schneiderleins und für einen händewärmenden Snack können heiße Maronen vom Lagerfeuer geholt werden. Es wird gelacht, geplaudert, gefachsimpelt und geschmaust. Auch gemeinsame Unternehmungen werden geplant, denn der Patenonkel unseres Jüngsten hat im November Geburtstag und wir alle wollen ihn gerne in seiner weitentfernten Wohngruppe besuchen. Als langsam die Sonne hinter den altehrwürdigen Bäumen untergeht, leuchten bereits die ersten geschnitzten Kürbisfratzen im Hof: Jeder Kürbis ein Unikat, jeder mit einer kleinen Geschichte, jeder ein Teil unseres herbstlichen Familienlebens. Mir wird warm ums Herz: "Was für ein Geschenk diese Tradition zu bewahren; selbst wenn die Runde sich verändert und die Kinder nach und nach ihre eigenen Wege gehen.". Ein wunderbarer Tag voller Herbstzauber und Gemeinschaft, voller Lachen, Essen, Schnitzen und Herzenswärme geht zu Ende. Bis zur nächsten Kürbisschnitzerei!


hAppY hAllOwEEn!
Nicole


Dienstag, 21. Oktober 2025

Ein Blütenkleid für den Kürbis


Wenn der Herbst in den Garten zieht und die Tage merklich kürzer werden, beginnt die stille Zeit der Fülle. Zwischen bunten Blättern, Nebelschleiern und dem letzten Summen der Bienen erhebt sich dann der Kürbis wie ein Sinnbild der Jahreszeit. Rund und satt liegt er da, ein Geschenk der Erde. Doch manchmal möchte man ihn nicht nur in die Suppe geben oder als Laterne vor die Haustür stellen, sondern ihn schmücken als würde er ein leuchtendes Kleid, aus den getrockneten Blüten des Sommers tragen. Ein runder Gruß des Gartens, der den Spätsommer und den Herbst noch einmal charmant verbindet.

Anleitung für einen Blütenkürbis 

Ihr braucht:

  • einen schönen Kürbis
  • getrocknete Blüten (z. B. Hortensien, Strohblumen, Lavendel, Strohblumen, Efeublätter)
  • Heißkleber und passende Klebepistole

So geht’s:

Den Kürbis mit einem weichen Tuch abwischen, damit die Oberfläche fettfrei und sauber ist. Überlegt Euch, wo die Blüten sitzen sollen. Als Kranz rund um den Stiel oder locker über die Rundung verteilt? Die Heißklebepistole vorheizen. Tragt punktuell Heißkleber auf die gewünschte Stelle am Kürbis auf. Setzt die getrockneten Blüten zügig und vorsichtig auf den noch warmen Kleber. Achtet darauf, Euch nicht zu verbrennen. Schritt für Schritt arbeitet Ihr Euch weiter vor: von innen nach außen, bis das gewünschte Muster entsteht. Lasst alles vollständig auskühlen. Und schon ist Euer herbstliches Blütenkunstwerk fertig für die Deko.


Dienstag, 29. Oktober 2024

Kürbis schnitzen



"Nur noch ein paar Tage, dann ist es soweit, dann ist wieder Halloween, dann ist Geisterzeit!", das Lied aus den Kindertagen unserer Söhne spukt mir schon seit ein paar Tagen durch den Kopf und heute ist es mir besonders präsent. Denn es dauert nicht mehr lange, dann werden unsere nicht mehr kleinen und großen Freunde eintrudeln, um heute bei uns im Garten einer liebgewordenen Tradition nach zu kommen und wie in den Jahren davor gemeinsam Halloween-Kürbisse zu schnitzen. In der Küche hört man das eifrige Geklapper einiger Topfdeckel, denn mein Göttergatte schmeckt noch einmal die bereits fertige Kürbissuppe ab. Ich grinse fröhlich vor mich hin, denn ich weiß es wird heute nicht nur Kürbissuppe mit verschiedenen Brotsorten geben, sondern es warten auch noch Würstchen-Spinnen und Mumientaler auf unsere Gäste. Ich genieße noch einmal den Duft von Kürbis, Kokosmilch und Zimt und laufe aus der Küche die Hoftreppe hinunter, als das laute Geknattter eines Motorrades zu hören ist. Der jüngste Spross meiner Freundin ist da und auch meine Herzenstochter kommt mir bereits lächelnd entgegen. Unsere Söhne werden erst später dazukommen, da heute nach den Ferien ihr erster Arbeitstag gewesen ist, genau wie meine Patentochter, deren duales Studium sie ganz in Anspruch nimmt. Der große Sohn meiner Freundin wird aus dem selben Grund leider gar nicht kommen können und umso mehr freue ich mich, dass der Jüngste in unserer Mitte bereits hochmotiviert in unserem rustikalen Holzpavillon an seinem Kürbis schnitzt. Ich drücke auf den Schalter und die Lichterkette mit den großen Glühlampen flammt auf und gibt dem Pavillon eine gemütliche Atmosphäre. Meine Gedanken wandern zu dem Patenonkel meines Jüngsten, der mittlerweile in Köln in einer Einrichtung für betreutes Wohnen lebt und schicke ihm ein paar liebevolle Gedanken. Ich hoffe, dass er weiß, wie sehr er uns fehlt. Doch endlich sind alle da und schnell wird aus unserem altem Holztisch im geschützten Pavillon ein Basteltisch. Wärmender Tee und heißer Kaffee wird herumgereicht und immer wieder läuft jemand in die Küche um sich an unserem kleinen Halloween-Buffett gütlich zu tun. Fröhliches Geplauder schalt durch unseren herbstlichen Waldgarten, während die Sonne langsam in einem herrlichen Orangerot hinter den altwürdigen Bäumen verschwindet und die Kühle der Nacht über uns hereinbricht. Nach und nach werden jetzt auch die Kürbisse fertig und jeder einzelne von ihnen wird mit einem Licht ausgestattet und von allen gebührend bestaunt. Dankbar blicke ich in die offenen Gesichter meiner Lieben und wünsche mir von ganzem Herzen, dass diese Tradition niemals aufhören wird. 

hAppY  hAllOwEEn!