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Dienstag, 7. Juli 2026

Ein früher Morgen im Vorgarten


Während die Sonne im Osten langsam hinter der hohen Hainbuchenhecke den blassblauen Himmel erklimmt, schleiche ich, nur im Schlafanzug und einer langen Strickjacke bekleidet, in den Vorgarten. Ich möchte die Morgenstimmung nutzen und ein paar Fotos machen, solange die Welt noch schläft. Doch lange bleibe ich nicht allein. Hinter dem Rosenbusch höre ich ein vertrautes, zufriedenes Mauzen. Kurz darauf streicht unser Kater Sky um meine Beine, begrüßt mich auf seine ganz eigene Art und begleitet mich neugierig auf meinem kleinen Gartenrundgang. Während ich fotografiere, bleibt er dicht an meiner Seite. Mal streicht er schnurrend um meine Beine, mal setzt er sich einfach vor meine Füße und beobachtet aufmerksam, was ich da eigentlich treibe. Gemeinsam schlendern wir durch das Beet. Die Schafgarbe streckt ihre blütenreichen weißen Dolden den ersten Sonnenstrahlen entgegen. Ihr fein gefiedertes Laub bildet einen wunderschönen Kontrast zu den großen Blättern der Nachbarpflanzen. Noch liegt eine wohltuende Stille über dem Garten. Die Luft ist frisch und selbst die kleinen Gartenbewohner scheinen noch zu schlafen. Gleich daneben entdecke ich die zauberhaften Glöckchen des Bartfadens. Ich mag sie sehr. Sie wirken so filigran und leicht, als würden sie bei jedem Windhauch leise läuten. Zwischen dem satten Grün entdecke ich tatsächlich noch einige letzte himmelblaue Blüten des Kaukasus-Vergissmeinnichts. Sie sind wie ein kleiner Abschiedsgruß des Frühlings. Die Berg-Flockenblume hingegen hat ihren großen Auftritt bereits hinter sich. Nur eine einzige, etwas zerzauste Blüte hält tapfer die Stellung. Irgendwie rührt mich dieser kleine Nachzügler. Dafür beginnt der Wasserdost langsam seine ersten Blüten zu öffnen. Schon bald wird er wieder zahllose Hummeln und Wildbienen anlocken. Doch an diesem frühen Morgen ruht auch dort noch alles. Dann fällt mein Blick auf eine geöffnete Stockrosenblüte. Tief in ihrem Inneren hat es sich eine Hummel gemütlich gemacht und schläft noch tief und fest. Erst vor Kurzem habe ich gelesen, dass sich vor allem die männlichen Hummeln, die kein eigenes Nest haben, für die Nacht eine große Blüte als Schlafplatz suchen. Dort lassen sie ihre Flügel hängen und ruhen bis zum Morgen. Ist das nicht herzerwärmend? Dieses kleine, ohnehin kostbare Leben erscheint mir dadurch noch schützenswerter. Ganz vorsichtig mache ich ein Foto und ziehe mich wieder zurück, damit ihre Nachtruhe nicht gestört wird. Solche kleinen Augenblicke berühren mich jedes Mal aufs Neue. Sie zeigen mir, dass unser naturnaher Vorgarten längst nicht nur uns Freude bereitet, sondern auch vielen Tieren ein wertvoller Lebensraum geworden ist. Genau das liebe ich an diesem Beet. Es verändert sich beinahe täglich. Während sich die eine Pflanze verabschiedet, übernimmt die nächste ihren Platz. Nichts wirkt geschniegelt oder künstlich inszeniert. Stattdessen erzählt er Woche für Woche seine eigene Geschichte.


Für Anke 

Verlinkt mit :"Plausch am Gartenzaun", "Was blüht denn hier?




Freitag, 5. Juni 2026

Kater mit Wiesenkerbel


Guten Morgen, meine Lieben. Wie schön, dass Ihr auch heute hergefunden habt. Denn heute gibt es zum Blumenfreitag einen kleinen Rückblick in den Mai. Aktuelle Blumenfotos sind hier am Niederrhein gerade Mangelware, denn seit Tagen wechseln sich dunkle Regenwolken, donnernde Gewitter und stürmische Schaueren beinahe ohne Pause ab. Umso schöner ist es, noch einmal auf sonnige Momente zurückzublicken, findet Ihr nicht auch?! Der Wiesenkerbel vom Wegesrand durfte bereits noch im Mai mit nach Hause kommen und fand seinen Platz in meiner angeschlagenen, mintfarbenen Emaillekanne auf unserem alten Holztisch im Hof. Seine zarten Blütendolden wirkten fast schwerelos und brachten noch ein weiteres Stück Wiese in den Garten. Direkt daneben genießt unser Kater seinen Lieblingsplatz im Gartensieb. Während die Blumen die Leichtigkeit des Frühsommers einfingen, sorgt er für die nötige Gelassenheit. Wo ich den Wiesenkerbel gepflückt habe, möchtet Ihr wissen? Natürlich in der Baerlag. Ihr erinnert Euch sicher an die üppigen weißen Wolken aus zarten kleinen Blüten der letzten Jahre, oder? Auch in diesem Jahr tanzten dort die grazilen Stengel im Wind. Achja, manchmal sind es eben die einfachen Momente, die einem in Erinnerung bleiben, nicht wahr?!


Ich wünsche Euch einen wunderbares Wochenende
und drücke uns die Daumen, 
dass die Gewitterfronten abziehen!
Herzlichst, Nicole

Montag, 20. April 2026

Freitag, 6. Februar 2026

Kirschblüten im Februar


Guten Morgen, meine Lieben. Ach, was freue ich mich, dass Ihr heute wieder mit mir hier in der Küche seid. Habt Ihr gerade die Blüten an den Kirschzweigen gesehen? Nein, nein - keine Angst. Es sind keine Barbarazweige. Das wäre ja ein schlechtes Omen. Vielleicht erinnert Ihr Euch? Die Kirschzweige sind mit den Geburtstagshyazinthen eingezogen und seit letzter Woche öffnen sich langsam die prallgefüllten Knospen. Ganz zart und schlicht verzaubern sie mit ihren weißen Blüten meine Vintage-Küche. Apropos verzaubern: beim Anblick meines hübschen Hundemädchen schmilzt mein Herz. Ich glaube, dass ist wohl das süßeste Foto welches ich jemals von Julie gemacht habe. Findet Ihr nicht auch? Den Anblick von Hund und Katz darf ich übrigens jeden Tag in meiner Küche genießen. Julie wartet darauf, dass es ab in den Garten geht und Sky genießt die warme Küche nach einer kalten Nacht draußen. Und auch wenn ich weiß, dass es für viele ein Unding ist Tiere in die Küche zulassen, bei uns muss man sich daran gewöhnen. Ich hoffe, Ihr trinkt trotzdem eine Tasse Tee oder Kaffee mit mir. Setzt Euch doch und atmet einmal tief durch (es sei denn Ihr reagiert allergisch auf Hund & Katz). Ist es nicht wunderbar, wie das karge Winterlicht durch die Scheiben fällt? Der Februar ist für mich so ein Zwischenmonat: noch Winter, aber im Herzen schon ein kleines bisschen weiter. Die Gartenvögel proben ihren Gesang, das Licht bleibt abends einen Wimpernschlag länger und im Kopf entstehen die ersten Pläne für die Draußenzeit in unserem Waldgarten. Ihr Lieben, lasst uns doch gemeinsam schauen, was dieser Februar an leisen Augenblicken, kleinen Wundern und freundlichen Pausen zwischendurch für uns bereithält.

Habt es schön, meine Lieben! 
Herzlichst, Nicole

Mittwoch, 7. Januar 2026

A,B,C, Die Katze lief im Schnee


A, B, C, 
Die Katze lief im Schnee, 
Und als sie dann nach Hause kam, 
Da hatt' sie weiße Stiefel an, 
O jemine, o jemine, 
Die Katze lief im Schnee.


Der Text stammt als Volksüberlieferung aus 
Thüringen Mitte des 19. Jahrhunderts, 
die Melodie wird Karl Simrock (1802–1876) zugeschrieben, 
der sie 1848 in seiner Sammlung „Kinderlieder“ 
veröffentlichte. Erste Varianten kursierten jedoch schon 
um 1800 mündlich im Raum Sachsen/Thüringen.





verlinkt mit: *Niwibo sucht*