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Freitag, 9. Juni 2017

Kamille, Kornblumen und Klatschmohn


Die Sonne scheint warm vom Himmel herab, doch ein stürmiger Süd-West-Wind nimmt ihr die Hitze der vergangenen Tage. Fröstelnd nehme ich meine Strickjacke vorne enger zusammen und rufe nach unserer Hündin Julie. Jetzt gleich kommt die Pferdekoppel und obwohl ich glaube, dass Julie treu neben mir herlaufen würde, nehme ich sie vorsichtshalber an die Leine. Völlig unbeeindruckt grasen die großen Tiere einfach weiter und auch Julie findet die Mäuschen am Wegesrand viel interessanter. Ich bleibe für einen Moment stehen und höre dem Gras-Rupfen der sanften Mäuler zu. Immer wieder erfasst uns eine stürmische Böe und ich bin froh mich heute gegen eine Waldrunde entschieden zu haben. Wir lassen die Pferde hinter uns und biegen in einen kleinen unbefahrenen Feldweg ein. Am Rande eines kleinen Getreidefeldes wiegen sich einige Feldblumen im Wind. Kornblumen, Klatschmohn und Kamille erkenne ich schon von weitem. Ob ich mir wohl einen kleinen Strauß mit nach Hause nehmen kann? Ich zögere für einen Moment und entscheide mich dann dafür. Hier scheint sonst niemand spazieren zu gehen, der ganze Feldrand steht in voller Blüte und ich schneide mir auch wirklich nur drei Kornblumenblüten und drei Klatschmohnblüten ab. Die Kamille werde ich zu Hause an unserem Sandkasten pflücken. Summend laufe ich weiter genieße den herrlichen Anblick der schnell ziehenden Wolken und der wogenden Getreidefelder. In Gedanken schicke ich ein kleines Dankesgebet in den Himmel. "Meine wunderschöne Heimat" denke ich stolz und bin froh und glücklich ihren Anblick genießen zu können.

Guten Morgen, meine Lieben! Wie schön, dass Ihr her gefunden habt. Möchtet Ihr auch eine Tasse Kaffee? Oder lieber einen Tee? Ich habe auch noch Knäckebrot und ein Glas selbstgemachter Rhabarbermarmelade. Mmmh.. gemeinsam mit einem Klecks körnigem Frischkäse ein Gaumenschmaus. Heute möchte ich nochmal ganz lieb Danke sagen für all' Euren lieben Worte und Genesungswünsche. Ich bin tief gerührt über die vielen Nachfragen und guten Wünsche. Mir geht es schon sehr viel besser, auch wenn ich die ganze letzte Woche damit beschäftigt war, irgendwelche Arzttermine wahrzunehmen. Aba wat mut - dat mut! An diesem Wochenende stehen gleich drei Geburtstage an. Doch ich werde brav mit meinem Popo zu Hause bleiben.. lach! Hoffentlich wird das Wetter einbissel freundlicher und ich kann mich mit einem guten Buch in den Garten legen. Vielleicht lasse ich auch unseren Hahn Gustav mit seinen neuem Harem in den Garten. Ja, Ihr habt richtig gelesen. Wir haben seit letzten Sonntag wieder vier Hennen im Hühnerstall. Ich habe sie schon kurz auf Instagram gezeigt, wenn Ihr mal gucken möchtet >hier<. Hübsch, nicht wahr?! Sobald sie nicht mehr ganz so scheu sind, werde ich sie Euch genauer zeigen. Versprochen! Was habt Ihr denn Schönes am Wochenende vor? Seid Ihr unterwegs oder genießt Ihr das Wochenende zu Hause? Egal, wie:

Ich wünsche Euch ein entspanntes Wochenende!
Herzlichst, Nicole

Verlinkt mit: *Samstagsplausch* mit Andrea, *Friday-Flowerday* von Helga, *Floral Friday Fotos* by Nick, "In Haeven" von Katja

Sonntag, 29. Mai 2016

Eine Pferdestärke - ein Tag der totalen Entschleunigung


"Mädels, haltet die Gläser und Sektflaschen fest - es geht los!", der Kutscher nimmt die Zügel in die Hand und das Pferd trappt an. Um mich herum blicke ich nur in vergnügte Frauengesichter. "Prost!", "Zum Wohl!" und "Auf einen schönen Tag!", schalt es durch die Wildwest-Kutsche. Die roten Holzwagenräder fangen an sich zu drehen und unsere Niederrhein-Tour beginnt. Vorbei an Wiesen, Feldern und Wäldern geht die Fahrt und obwohl es in vielen benachbarten Orten regnet, bleibt unsere Wegstrecke zu unserer Freude trocken. An meinem Lieblingsausflugslokal machen wir eine kurze Mittagspause. Erstmal ein Kännchen Kaffee und dann einen leckeren Bauernschmaus. Auch Smartie, das Quarter Horse, kommt in den Genuß einer saftigen Weide. Sie ist extra für Gastpferde freigegeben. Wer hätte gedacht, dass ich meine Angst vor Pferden doch vergessen kann? Ein Blick in die treuen Augen des Ponys und die warmen weichen Nüstern unter meinen Händen lassen mein Herz schmelzen. Es wird ein Tag der totalen Entschleunigung - nur mit einer Pferdestärke. 

Montag, 16. Mai 2016

Wiesenlandleben


Heute nehme ich Euch mit an einen meiner Lieblingsorte. Es ist das Freilichtmuseum an der Dorenburg. Hier gibt es niederrheinisches und historisches Landleben zu bestaunen und zu betrachten, aber heute werde ich mich einbissel einschränken, denn bei "Bunt ist die Welt" von Lotta lautet das Thema "Frühlingswiesen". Nun die Wiesen und Weiden an der Dorenburg sind schon ziemlich abgegrast, denn es leben dort zahlreiche Nutztierrassen, allerdings kann man immer noch deutlich ihren frühlingshaften Charme erahnen. Da ist zum Beispiel die Pferdeweide, auf der nicht nur das Gras wächst, sondern sich auch noch Löwenzahn und Butterblumen eng aneinander reihen. Oder das Gänsegatter in dem es nur vor Nesseln wimmelt. Ob es wohl daran liegt, dass auch die ansässigen Gänse arge Kratzbürsten sind? Am kleinen Bach, der von Kopfweiden flankiert wird, reicht die Wiese bis ans Wasser. Sumpfdoterblumen, Gänseblümchen, Löwenzahn und Futterklee bringen bunte Farbtupfer ins frühlingshafte Grün, dort fühlen sich ganz besonders Herr und Frau Laufente wohl. Auch das weiße Huhn scheint diese Atmospähre zu schätzen und wo sich Hühner wohl fühlen, fühle ich mich fast wie zu Hause. Geht es Euch auch so?!

Samstag, 4. Januar 2014

Islandpferde

Aaron




















Islandpferde haben einen robusten, stämmigen Körper, einen üppigen Behang und ein dichtes Winterfell. Ihr ausdrucksvoller Kopf mit den großen Augen wirkt sehr vertrauensvoll. Islandpferde sind arbeitswillig und treten Menschen gegenüber respektvoll auf. Sie gelten als mutig und stolz. Sie haben im Durchschnitt ein Stockmaß von 130 cm bis 145 cm. Da Islandpferde sich relativ spät entwickeln, werden sie erst mit vier oder fünf Jahren angeritten. Dafür erreichen Islandpferde aber auch ein hohes Alter und können mit über zwanzig Jahren noch geritten werden. Islandpferde kommen in fast allen Farbvariationen vor. Auf Island wurden sie früher nicht nur als Arbeits- und Transportpferde genutzt, sondern auch zur Fleischgewinnung. Heute gelten sie als zuverlässige Reitpferde. Das Besondere an den Islandpferde ist jedoch ihre Gangveranlagung. Denn sie beherrschen nicht nur die Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp, sondern auch noch den Tölt und ihren berühmten Passgang.

Aaron



"Wollt ihr heute mal mit zum Stall kommen?! Ihr wolltet doch mal meinen Aaron kennen lernen..", die älteste Tochter meiner Freundin fragt über WhatsApp an. Ich werfe die Frage in die Runde und meine drei Jungs (ja, auch der ganz Große!) schreien ja! Also, auf geht's! "Oh, dein Aaron ist ja wirklich ein ganz Hübscher!", sage ich und streichle ihm vorsichtig seine zarte Nüstern. Durch seine runde Kopfform wirkt er sehr vertrauenswürdig und liebenswert. "Was bist du mutig!", grinst mein Göttergatte mich an. Denn er weiß, dass ich vor Pferden fast schon panische Angst habe. "Ja, hübsch und ganz brav!", erklärt mir seine stolze Besitzerin (die älteste Tochter meiner Freundin). "Habt ihr Lust mir zu helfen? Aaron muss geputzt werden!", seine sympathische Besitzerin wendet sich an meinen Großen und an meinen Kleinen. Beide Jungen nicken eifrig und schon haben sie eine Bürste in der Hand. Fleißig wird das dichte Winterfell des Islandpony's gebürstet. Mein Kleiner lehnt seinen Kopf an Aarons Bauch und geniest offenbar die Wärme und die Nähe des Ponys. "So, jetzt noch die Hufe!", geduldig erklärt die Tochter meiner Freundin wie man die Hufe säubert und mein Kleiner schreitet direkt unerschrocken zur Tat. Tief in meinem Innern schreie ich: "Pass auf! Sei vorsichtig!". Aber nach außen hin bin ich die Ruhe selbst. Okay.. eben so gut es geht! Aaron wird gesattelt und schon sitzt mein Kleiner auf dem Pferd und darf einige geführte Runden drehen. "Magst du auch?!", die Tochter sieht fragend meinen Großen an. Der schüttelt den Kopf, er hat zwar keine Angst, aber er steht sich wohl gerade selbst im Weg, vielleicht ist die Tochter meiner Freundin einfach zu hübsch. "Mama, du!", ruft er, um cool aus der Situation zu kommen und schiebt mich in Richtung Pferd. Ich schüttele heftig den Kopf und protestiere lauthals. "Du denn?!", lächelnd wendet sich die Tochter meiner Freundin an meinen Göttergatten. "Wenn ich darf?!", fragt er hoffnungsfroh nach. Sie nickt grinsend. In Null Komma nix hat sich mein Göttergatte seiner Wachsjacke entledigt und schwingt sich auf das Pferd. Ein Traum wird wahr. Stolz wie Bolle sitzt er auf dem pfiffigen Islandpony und meine Jungs und ich schauen ihm aufmerksam dabei zu. "Mama?!", mein Kleiner schiebt seine Hand in meine, "Darf ich auch Reiten lernen?! Ich kann ja immer freitags mit zum Aaron gehen!". Hoffnungsvoll, mit großen Augen sieht er zu mir hoch. "Das mit dem Mitgehen wird leider nicht gehen. Aber wenn du wirklich reiten lernen willst, können wir uns ja was überlegen!".