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Freitag, 10. Juli 2026

Von Klaräpfeln, Apfelmus, Schafgarbe und wilder Pastinake


Hallo, meine Lieben! Wie schön, dass Ihr wieder hintenrum reingekommen seid. Ich habe darauf gehofft, denn im Moment befülle ich unseren Thermomix unentwegt. So viele Sommerfrüchte- und Beeren warten darauf verarbeitet zu werden. Ist es nicht herrlich heute? Draußen strahlt die Sonne und hier drinnen ein ländlich anmutender Strauß aus wilder Pastinake und Schafgarbe. Diese zarten, filigranen Blüten bringen ein Stück Natur und Leichtigkeit in meine Küche und erinnern mich an warme Sommertage auf dem Land. Die wilde Pastinake mit ihren feinen, gelben Dolden wirkt dabei besonders elegant und luftig, während die Schafgarbe mit ihren kleinen, weißen Blüten einen feinen Kräuterduft verströmt. Ich finde, diese Kombination ist nicht nur wunderschön anzusehen, sondern verbreitet auch ein natürliches, sommerliches Flair, findet Ihr nicht auch?! So, nun muss ich aber weitermachen. Ein Kilo Klaräpfel habe ich schon verarbeitet. Das sind fünf volle Twist-off-Gläser Apfelmus. Wisst Ihr was Klaräpfel sind? Klaräpfel gehören zu den ältesten Sommerapfelsorten. Sie sind herrlich saftig, schmecken angenehm säuerlich und werden bei Vollreife schnell weich. Deshalb eignen sie sich wunderbar zum Naschen, Backen oder eben auch für ein leckeres Apfelmus. Bevor ich mich nun wieder an den nächsten Topf mache, muss ich Euch aber noch etwas Wunderschönes erzählen. Einige von Euch erinnern sich bestimmt noch an unser Januarmädchen und das kleine Dezembermädchen, die meine Nichte im vergangenen Jahr zu Weihnachten zur Welt gebracht hat. Nun hat unsere Familie wieder Zuwachs bekommen. Gestern ist unser Julimädchen geboren worden. Ein zuckersüßer kleiner Wonneproppen, rund, gesund und einfach zum Verlieben. Seine Mama hat das ganz wunderbar gemeistert. Mein Neffe schwebt als frischgebackener Papa natürlich auf Wolke sieben und mein Bruder darf sich nun schon zum dritten Mal Opa nennen. Und wisst Ihr, was das Schönste war? Obwohl uns viele Kilometer trennen, hat mein Neffe dafür gesorgt, dass ich die ganze Aufregung ein kleines bisschen miterleben durfte. Schon am Abend zuvor schrieb er mir, dass die Fruchtblase bereits am Morgen geplatzt war. Die Hebamme sei ganz entspannt und es würde wohl noch etwas dauern. Ich war ganz gerührt, dass er mich so selbstverständlich an diesem besonderen Moment teilhaben ließ und habe die ganze Nacht und bis in den nächsten Morgen hinein mitgefiebert. Ist das nicht unglaublich lieb? Als dann schließlich die wunderbare Nachricht mit einem Foto kam, dass unser kleines Julimädchen gesund und munter das Licht der Welt erblickt hatte, standen mir vor Freude die Tränen in den Augen. Ach, was gibt es Schöneres als neues Leben? Unser Familienglück ist damit wieder ein kleines Stück gewachsen.


Rezept: Apfelmus ungeschält (Thermomix)


Zutaten
  • 800 g ungespritzte & ungeschälte Klaräpfel
  • 200 g Elstar
  • 100 ml Wasser
  • 100 g (Rüben-)Zucker
  • Etwas Vanillezucker
  • Einige Spritzer Zitrone
Zubereitung

Äpfel in Stücke schneiden, Kerngehäuse und Stiel entfernen. Wasser, Zucker, Vanillezucker und Zitrone dazugeben. 10 Sekunden / Stufe 5 zerkleinern. 20 Minuten / 100°C / Stufe 1 kochen. Je nach gewünschter Konsistenz 15 bis 25 Sekunden / Stufe 5 pürieren. Das heiße Mus in saubere Twist-off-Gläser füllen und sofort verschließen.

Tipp: Für ein besonders goldgelbes Apfelmus können einige gelbe Äpfel, zum Beispiel Elstar oder Gala, mit den Klaräpfeln kombiniert werden.

Das Apfelmus schmeckt zu Pfannkuchen, Reibekuchen oder Joghurt, aber auch einfach pur. Mit seinem frischen Geschmack passt es wunderbar zu dem sommerlichen Flair, das die wilden Blumen heute in meine Küche zaubern.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen 
sommerlichen Blumenfreitag 
und viel Freude mit Blumen und leckerem Apfelmus.
Herzlichst, Nicole



Mittwoch, 27. Mai 2026

Paddeln auf der Niers von Grefrath nach Wachtendonk


Fröhlich plaudernd stehen wir an der alten Langendonker Mühle und hören der kurzen Einweisung zu. Über uns rauscht das frische Grün der Bäume und irgendwo ruft unermüdlich ein Kuckuck. "Schnell schüttelt eure Portemonnaies!", ruft meine Freundin lachend und erklärt den verdutzt dreinblickenden jungen Leuten, dass sich dann das Geld darin vermehre. Sofort wird das Lachen erwidert und natürlich kräftig geschüttelt. Kurz darauf wuchten wir die beiden roten Schlauchboote hinunter zum idyllischen Anleger, steigen unter fröhlichem Necken ein und stoßen uns schließlich vom Ufer ab. Mit dabei sind meine liebe Freundin mit ihren beiden Söhnen und mein Schneiderlein mit ihrer Familie: ihrem Mann, ihrem Sohn, unserer Patentochter und meiner Herzenstochter. Wie schön, dass unsere beide jungen Frauen auch diesmal ihre Liebsten mitgebracht haben. Ich mag diesen Gedanken sehr, dass Familientraditionen weiterwachsen dürfen und junge Liebe ganz selbstverständlich ihren Platz darin findet. Auch der Trauzeuge meines Schneiderleins sitzt mit im Boot, einer dieser wunderbaren Menschen, die seit vielen Jahren mal mehr, mal weniger zu unserem bunten Haufen dazugehören. Und natürlich sind auch mein Göttergatte und unsere Söhne wieder mit von der Partie. Denn es war die Idee meines Sohnemannes statt seines Geburtstag zu feiern lieber eine Paddeltour zu machen. Die Strecke führt durch das stille Naturschutzgebiet Grasheide Richtung Wachtendonk. Mal paddeln wir gemütlich hintereinander her, mal liefern sich die Boote kleine Wettfahrten und gegenseitige Enterversuche. Spritzendes Wasser, (nicht nur) nasse Arme, der Geruch von Sonnencreme in der Nase und dieses unverwechselbar kühle Aroma des Flusses mischen sich an diesem fast schon hochsommerlich warmen Pfingstsonntag zu einem perfekten Bilderbuchtag. Vor lauter Plaudern und Scherzen passen wir manchmal nicht richtig auf und geraten gleich mehrmals unter tief hängende Äste am Ufer. Und jedes Mal erwischt es ausgerechnet den Freund unserer Patentochter. Der Arme verschwindet regelmäßig halb im Grünzeug und wird anschließend von uns ziemlich robust, aber fürsorglich von Blättern und kleinen Zweigen befreit. Meine Herzenstochter und der jüngste Sohn meiner Freundin lassen sich irgendwann verstohlen in die kühlen Fluten gleiten und schwimmen eine ganze Weile neben den Booten her. Sonnenlicht tanzt auf dem Wasser, nasse Haare glänzen in der Sonne und für einen Moment wirkt alles herrlich leicht und unbeschwert. An manchen Stellen blühen die Weiden und die feinen silbernen Samen schweben wie kleine Sommerflocken durch die Luft und lassen meinen ältesten Sohn mehrfach niesen. Immer wieder tanzen blau schimmernde Prachtlibellen und andere Libellenarten dicht über der Niers. Im klaren Wasser kann man stellenweise sogar kleine helle Muscheln auf dem dunklen Grund erkennen. Enten ziehen gemächlich ihre Bahnen und sogar Kanadagänse mit ihren Jungen wagen sich vorsichtig ans Ufer und gleiten schließlich gemeinsam hinaus auf den Fluss. Aus dem Schilf quaken munter grüne Seefrösche und irgendwas platscht ins Wasser. Zwischen alten Weiden, dichtem Ufergrün und spiegelnden Wasserflächen wirkt alles fast ein wenig verwunschen. Für einen kurzen Moment denke ich auch an den Patenonkel meines Jüngsten. Früher saß er mit uns in einem der Boote, lachte, alberte herum und genoss diese Tage genauso wie wir. Heute kann er nicht mehr mit dabei sein und fehlt uns sehr. Während die Schlauchboote leise über das Wasser gleiten, schicke ich ihm in Gedanken ein paar liebe Grüße. Vielleicht hätte ihm dieser herrliche Tag genauso gut gefallen wie uns. Umso kostbarer fühlen sich diese gemeinsamen Stunden auf dem Wasser an. Wir passieren das Kloster Mariendonk, später taucht zwischen den Bäumen die Burgruine Wachtendonk auf. Ich lehne mich kurz zurück, lasse das Paddel treiben und beobachte meine Lieben. Das Wasser schwappt leise gegen das Boot, irgendwo ruft wieder ein Kuckuck und über der Niers tanzen die blau schimmernden Prachtlibellen in der warmen Nachmittagssonne.

Hachz.. solche Tage möchte man am liebsten festhalten.



Wissenwertes zur Niers: 
Die Niers zählt zu den langsamsten Flüssen Deutschlands 
und schlängelt sich auf rund 113 Kilometern durch die 
niederrheinische Auenlandschaft bis in die Maas. Gerade 
zwischen Grefrath und Wachtendonk zeigt sie sich 
besonders idyllisch mit alten Weiden, stillen Kuhlen 
und artenreicher Natur. 


Freitag, 17. April 2026

Happy Place (oder "Eine bunte Frühjahrspalette!")


Guten Morgen meine Lieben! Wie schön, dass Ihr wieder den Weg hintenrum in meine Küche gefunden habt. Habt Ihr Lust auf einen Becher Kaffee oder ein Tässchen Tee? Sagt es ruhig, beides ist schnell gemacht. Eine weitere orangefarbene Tasse habe ich allerdings leider nicht. Sie war ein Geschenk einer lieben Freundin, genau wie die bunten Hornveilchen. Die süße kleine Ringelvase habe ich vor Jahren von der Patentante meines Jüngsten geschenkt bekommen. Zum Glück habe ich sie bei einer Aufräumaktion wiederentdeckt und direkt benutzt.. grins! Denn für den heutigen Blumenfreitag habe ich ein kleines Sträußchen am Feldrand vor dem leuchtend gelben Rapsfeld gesammelt und was da alles im Moment zu finden ist, ist einfach unglaublich. Am Feldrand blüht derzeit eine bunte Frühjahrspalette: Gänseblümchen mit ihren weißen Blütenköpfchen, der gelbe Löwenzahn als vitaminreiches Wildkraut, gelber Hahnenfuß in feuchten Ecken, Hirtentäschel mit kleinen weißen Blüten und herzförmigen Schötchen, Wiesenschaumkraut mit zart rosa Blüten, Taubnesseln mit lila Lippenblüten und Knoblauchsrauke mit weißem Blütenschirm und knoblauchigem Duft als Bienenmagneten. Alles typisch für unsere Niederrhein-Landschaft jetzt im April. Wie war denn Eure Woche? Unsere "Arbeits"-Woche fing erst am Dienstag an, denn den Montag hatten wir uns alle noch zu unserem Osterurlaub freigenommen, um den Geburtstag unseres "Kleinen".. hüstel.. hüstel.. zu zelebrieren. Nun habe ich keinen Teenager mehr im Haus und bin von Männern umgeben. Achja.. ! Die Zeit vergeht wirklich viel zu schnell. Es ist unglaublich wie in kürzester Zeit aus einem kleinen Jungen ein echter Kerl werden kann.. seufz! Wünscht Ihr Euch auch manchmal man könnte die Zeit zurückdrehen? Also ich schon. So, meine Lieben. Ich muss jetzt gleich das Geburtstagskind zur Arbeit fahren. Heute ist sein erster Tag wieder im Büro nach dem Urlaub und deshalb haben wir gestern Nachmittag einen Käsekuchen zum Mitnehmen gebacken. Also, macht es gut! Und drückt uns die Daumen das der Käsekuchen die Autofahrt gut übersteht.

Euch ein hoffentlich freundliches und sonniges Wochenende!
Herzlichst Nicole

Und dann kam noch zauberhafte Frühlingspost
von der lieben Nina. Ganz lieben Dank!


Freitag, 10. April 2026

Zauberhafte Narzissen (oder "Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter!")


Guten Morgen, meine Lieben. Wie schön, dass Ihr mich wieder in meiner Küche besucht. Kommt gerne herein. Habt Ihr Lust auf eine Tasse Kaffee oder einen Becher Tee? Sagt es nur es steht beides bereit. Wundert Ihr Euch warum es noch bei uns österlich aussieht? Das ist ganz einfach wir, die ganze Familie, hatten die ganze letzte Woche gemeinsam frei und da wollte ich nicht dieses wunderbare Lotterleben mit Aufräumen stören. Habt Ihr gerade diese zauberhaften Narzissen (Osterglocken wollte ich jetzt nicht mehr sagen.. grins!) gesehen? Sie sehen wunderschön aus, nicht wahr?! Leider sehen sie nur schön aus. Sie stinken nämlich erbärmlich und nachdem ich die Fotos gemacht habe, hat sie mein Großer nach draußen gebracht. Er konnte den Geruch nicht ertragen, und ehrlich?! Ich auch nicht. Wie können Blumen nur so hübsch aussehen und dann nach Pipi riechen?! Tss.. hattet Ihr das auch schon mal? Aber mal was gaaanz anderes: Seid Ihr eigentlich am Osterwochendende auch so begeistert von der Mondfahrt gewesen? Wir schon.. zwinker, zwinker! Statt Weltuntergangsstimmung haben wir uns einfach die Zukunft gegönnt. Während die weltlichen Nachrichten von Konflikten und Unsicherheiten nur so prasseln, hat die Menschheit etwas Wunderbares vollbracht: einen Flug rund um den Mond. Die Artemis II mit der Orion-Kapsel, Mondlandschaften aus der Umlaufbahn und die Live-Kommentare der NASA. Ach, das hat uns richtig gut getan! Ein kleiner Reminder, dass wir nicht nur zerstören, sondern auch erschaffen können: aus der Erdanziehung, einfach hin zu den Sternen. Doch nun davon. Wie waren denn Eure Ostertage? Unsere waren ganz und gar wunderbar. Das fing schon am Donnerstag-Abend an. Mein Bruder und seine Lieben hatten uns zu einem gemeinsamen Gottesdienst eingeladen. Mein Sohnemann und ich folgten der Einladung und wir konnten gesegnet in das regnerische Osterwochenende starten. Am Freitag kam dann meine Nichte mit ihrer kleinen Familie zu Besuch und ein fröhlicher Nachmittag ließ mein Herz hüpfen. Unser Januarmädchen hat uns mal wieder auf Trapp gehalten.. lach! Ihre kleine Schwester ist jetzt bereits drei Monate alt und blickt mit wachen Augen in die Welt. So ein kleiner Mensch bringt gleich wieder Leben und Freude ins Haus, nicht wahr?! Diese Phase, wo sie anfangen, alles mit großen Augen zu bestaunen, ist einfach magisch. Und obwohl meine Nichte nach vielen schlaflosen Nächten ausgesehen hat, strahlte sie eine innere Zufriedenheit aus, während das Baby an ihrer Brust lag und neugierig die unbekannte Umgebung musterte. Wir haben zusammen gelacht, erzählt, Kaffee getrunken, frisch gebackenen Kuchen (Käsekuchen und Erdbeerboden) gegessen und alte Familiengeschichten wieder lebendig werden lassen. Sooo schön!! Am Samstag waren wir zum "Spielen" bei Freunden eingeladen und während sich die "Männer" strategisch mit einem Brettspiel auseinander setzten, sind meine Freundin und ich mit den Hunden bei besten Frühlingswetter eine große Runde gelaufen. Herrlich!! Der Ostersonntag startete mit einem ausgiebigen österlichen Familienbrunch und meine Schwiegermama amüsierte sich köstlich über das Geplänkel unserer beiden Söhne. Der Ostermontag startete schon direkt morgens mit Sonnenschein und ließ uns das mehr oder weniger verregnete Wochenende vergessen. Die Patentante meines Jüngsten kam auf einem Sprung vorbei und brachte ihm ein kleines Oster-Tablett voll mit veganer Schokolade. Süß, oder?! 

Liebste Frühlingsgrüße!

Eure Nicole


Ganz liebe Osterpost kam auch noch pünktlich an:
AstridBurgi und Lene herzlichen Dank!
Ich habe so sehr gefreut!


"Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter!"
Buzz Lightyear aus der Toy Story-Reihe