Donnerstag, 18. Juni 2026

Ein Korb voller Sommer (oder "Ein gedeckter Kirschkuchen!")


Wir kommen gerrade aus dem Garten ins Haus, da klingelt es an der Tür. Mein jüngster Sohn öffnet sie schwungvoll und nimmt dankend einen Korb voller Knack-Kirschen entgegen. Breit grinsend steht er da, denn vor ihm strahlen die drei Nachbarskinder über das ganze Gesicht. Ihr Vater hat die knallroten Kirschen zuvor mit der längsten Leiter der ganzen Nachbarschaft fröhlich erzählend aus dem hohen Kirschbaum im Garten gepflückt. Was für ein schönes Geschenk und so eine liebe Geste. Natürlich muss ich gleich die erste Kirsche probieren. Süß, saftig und herrlich aromatisch. Während ich noch überlege, was ich aus den vielen Kirschen machen könnte, hat mein ältester Sohn längst einen Plan. "Daraus backe ich einen Kuchen", erklärt er kurzerhand und verschwindet mit dem Korb in die Küche. Wenig später klappern Schüsseln, die Küchenwaage wird hervorgeholt und immer wieder schaue ich neugierig in die Küche, wo eifrig entsteint, gerührt und gebacken wird. Ein einfacher Kirschkuchen aus Rührteig soll es werden. Nach und nach zieht der Duft von frisch gebackenem Kirschkuchen durch das ganze Haus und als der Kuchen schließlich fertig auf der Küchenablage steht, ist schnell klar, dass die Kirschen kein besseres Schicksal hätten finden können. Während draußen die Hummeln zwischen den Blüten summen und die Amseln laut zwitschern, wartet drinnen ein noch leicht warmer Kirschkuchen auf seine ersten Probierer. Manchmal sind es genau solche kleinen Momente, die einen Sommertag besonders machen. Drei fröhliche Nachbarskinder, ein Korb voller Kirschen, ein lachender Vater auf einer langen Leiter und ein eifriger Sohn, der daraus ganz selbstverständlich einen Kuchen backt. Mehr braucht es gar nicht zum Glücklichsein, oder?!

Gedeckter Kirschkuchen

Zutaten für eine Springform (26 cm)
  • 500 g Kirschen
  • 180 g weiche Butter
  • 175 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier
  • 230 g Weizenmehl
  • 1 Päckchen Backpulver

Zubereitung

Die Kirschen waschen und entkernen. Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz cremig rühren. Die Eier nach und nach unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und zum Teig geben. Eine Springform (26 cm) einfetten und den Teig hineingeben. Die Kirschen gleichmäßig darauf verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Ober-/Unterhitze etwa 45 Minuten backen. Den Kuchen anschließend auskühlen lassen.


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Herzlich willkommen beim sechsten "Plausch am Gartenzaun". Unsere kleine Donnerstagsrunde freut sich wieder über alles, was das Herz ein bisschen grüner macht: Gartenmomente, Blüten, Tiere, Naturbeobachtungen, Selbstgemachtes oder einfach schöne Augenblicke draußen. Macht es Euch gemütlich, schaut Euch um und entdeckt viele schöne Beiträge. Wenn Ihr mögt, verlinkt gern Euren passenden Blogbeitrag weiter unten. Die Linkparty bleibt wie immer bis Dienstagabend um 18.00 Uhr geöffnet. Ich freue mich schon sehr auf unseren nächsten Gartenzaunplausch mit Euch.
 

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8 Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Nicole,
    der Kirschkuchen sieht ja sowas von lecker aus. Deine Erzählung rund um den Kuchen habe ich sehr gerne lesen.
    Liebe Grüessli
    Edith

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  2. Knupper-Kirschen sind wirklich was Herrliches, liebe Nicole! Ich liebe sie auch sehr. Wir hatten das Glück auf den letzten Spaziergängen von einem großen Baum auf einer öffentlichen Wiese naschen. Leider hatten wir keine Leiter dabei...
    Der Kuchen sieht wirklich sehr verlockend aus 😋 Lasst ihn Euch gut schmecken!
    Sei lieb gegrüßt von Lene

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  3. Liebe Nicole,
    hier sind auch die ersten Kirschen reif. Wir haben selbst keine, aber die Bäume der Freundin stehen unserem Zugriff frei.
    Es ist doch immer wunderbar, wenn reiche Ernte geteilt wird.
    LG
    Elke

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  4. Guten Morgen liebe Nicole,
    oh, wie lecker. Ich liebe Kirschkuchen. Und an so einem tollen Sommertag... was gibt es besseres!
    Liebe Grüße Tina

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  5. Oh, über Kirschen kann ich dir auch eine Story erzählen: Im Garten des Nachbarn bei unseren Enkelinnen steht auch ein Kirschbaum und die Äste hängen so tief, dass sogar die kleine Enkelin an die reifen Kirschen kommt, wenn ich ihr den Ast etwas nach unten ziehe. Also haben die zwei Naschkatzen fleissig Kirschen gepflückt die direkt in den Mund gesteckt wurden. Frag nicht wie die beiden danach ausgesehen haben! Euer Kuchen sieht sehr lecker aus und hat sicher genau so gut geschmeckt.
    L G Pia

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  6. Oh, jetzt schwelgen ich gerade in Erinnerungen! Jeden Sommer hab ich als Kind so oft in Kirschbäumen verbracht! Meine Oma hatte eine ganz frühe, helle Knackkirsche. Ein Traum. Da war ich Tagelang im Baum. Wenig später dann wurden die Leitern angesetzt und die Pflicht rief. Eimer um Eimer, zum Einmachen. Auch daheim ging es in Süßkirschen und Schattenmorellen. Abends dann ans Entsteinen um sie einzumachen. Da konnte man der Kirschen schon mal überdrüssig werden. Leider gibt es all die Bäume nicht mehr, sie waren alle zu alt, brachen auseinander oder mussten einer Brücke weichen. Nur der Baum meiner Mutter daheim steht noch, so grade.
    Und im eigenen Garten hat die Schattenmorelle 9 Kirschen 😊
    Komischer Weise wurden die Kirschen fast nie (frisch) in einen Kuchen gebacken. Na, in der Zeit wurde wenig gebacken, weil so viel Anderes: Ernte eben.
    Jetzt bin ich ins endlos Erzählen gekommen.
    Dankeschön
    Lasst Euch den Kuchen an einem kühlen Ort schmecken!
    Liebe Grüße
    Nina

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  7. Oh ja, der frisch gebackene Kuchen duftet bis zu mir 😉. Sehr lecker. Unser Sauerkirschbaum ist ja leider nicht mehr. Viele, viele Jahre gab es auch bei uns Kirschkuchen oder "Kirschenmichel". Früher hatten wir noch einen Süßkirschbaum, einer von Zweien noch aus dem Garten meiner Eltern/Großeltern. Den hatte schon vorher irgendwann der Blitz gespalten. Nur noch von Efeu zusammengehalten, hat ihn dann eines Tages der Sturm erledigt. Das muss so in 1990er Jahren gewesen sein. Ein Teil des früher mal sehr großen Gartens musste unserem neuen Haus weichen. Das alte Haus wird im nächsten Jahr 100 Jahre alt. Und von 1927 muss auch der Kirschbaum gewesen sein.
    Herzliche Grüße – Elke

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  8. hach wie herrlich..
    mein Vater hatte im Garten auch einen Süßkirschenbaum mit den großen dunklen und knackigen Kirschen..
    was für ein Genuss (heute erinnert nur noch der Stumpf an ihn )
    wie lieb von deinem Sohn dass er den Kuchen gebacken hat
    und natürlich vom Nachbarn der die Kirschen gespendet hat
    liebe Grüße
    Rosi

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♥ Danke, dass Du Dir für ein paar liebe Worte Zeit nimmst ♥

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