Samstag, 31. Mai 2014
Zeckenalarm!!
Gestern war wohl der schlimmste Tag für unseren Derwisch in ihrem kurzem Leben. Nicht nur ihr Frauchen und ihre Lieblingsmenschin waren blöd zu ihr und wollten ihr ans Fell. Nein, auch ihr heißgeliebtes Herrchen ließ nicht locker. Denn es war Zeckenalarm!! Nach unserem letzten Waldspaziergang waren sage und schreibe 14 Zecken in ihrem Fell, die wir entsorgen mussten. Für weitere 13 Zecken mussten wir sogar zum Tierarzt, da sich die Biester im (!) Ohr und am Augen festgesetzt hatten. Dort bedurfte es drei Menschen (inkl. Herrchen), die den Hund im Schach halten mussten, um an den empfindlichen Stellen Hand anzulegen. Und nein, es war keine Unachtsamkeit von uns! Denn da wir genau wissen, dass mit Zecken nicht zu spaßen ist, suchen wir unseren Hund jeden Abend ganz sorgfältig ab. Sogar vor mir selbst, haben die bösen, kleinen Blutsauger keinen Halt gemacht. Erst heute Morgen habe ich in der Dusche an meinem Knöchel eine fiese, noch winzig kleine Zecke gefunden.. aaargghh!
Vorsicht, Zecken!
Zecken sind tückische Blutsauger. Sie hängen an Sträuchern, Gräsern, auch an Bäumen und setzen sich am warmen Körper meist völlig unbemerkt fest. Dabei ist es ihnen egal, ob Mensch oder Tier. Kaum haben sie sich einen Wirt auserkoren, suchen sie sich ein warmes, weiches Plätzchen, wo die Haut schön zart ist, damit der "Biss" nicht zu schwer fällt.. mmhh, yami! Beim Biss setzt die Zecke noch etwas "Schmerzmittel" frei und schon lässt es sich genüsslich saugen. Es dauert Stunden, bis die Zecke dick und rund wird. Zecken übertragen vor allem zwei Krankheiten: die von Viren verursachte Frühsommer-Meningoenzephalitis (Hirnhautentzündung) und die von Bakterien ausgelöste Borreliose. Die guten Nachrichten: Gegen die Hirnhautentzündung gibt es eine Impfung, die Borreliose lässt sich erfolgreich behandeln, allerdings muss sie zeitnah erkannt werden und das stellt sehr oft ein Riesenproblem dar. Warum Borreliose oft zu spät erkannt wird, erklärt sich durch die Tatsache, dass es keine allein-typischen Krankheitsanzeichen gibt. Ein Hinweis kann die sogenannte Wanderröte sein, eine ringförmige Rötung der Haut, die sich einige Tage bis Wochen nach dem Zeckenstich ausbilden kann, aber nicht muss. Es kann auch zu Abgeschlagenheit, Fieber- und Kopfschmerzen kommen. Später sind Gelenkschmerzen, starke Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Lähmungen möglich.
Deshalb hier mein Tipp: Vorsorge, heißt die Devise: den ganzen Körper absuchen, ganz besonders Knie- und Armbeuge sowie die Leistengegend und den nahe gelegenen Schritt. Hat man eine gefunden, sollte man nicht gleich aufhören zu suchen – es könnte nicht die Einzige sein! Bis es zu einer Infektion mit Borreliose-Bakterien kommt, vergehen im Schnitt 12 bis 24 Stunden. Als brauchbarstes Werkzeug hat sich bei uns die Zeckenzange erwiesen. Hier wird das saugende, mit seinen kleinen Widerhaken in der Haut steckende Insekt wird, möglichst hautnah, am Kopf gepackt und ohne ruckartige Bewegung gedreht und entfernt. Druck auf den vollgesogenen Zeckenkörper muss vermieden werden, denn dort "lagern" die möglicherweise vorhandenen Borrelien, die bei Stress schnell ausgestoßen werden können. Bloß keine Hausmittelchen, wie Öl, Alleskleber oder Benzin anwenden! Durch den damit entstehenden Stress erbricht sich die Zecke möglicherweise in den Wirt an dem sie saugt. Und natürlich, ab zum Hausarzt: Impfen ist angesagt!!
Freitag, 30. Mai 2014
Wildrose
Seit einiger Zeit wächst in unserem Hof eine Wildrose. Zuerst war nur ein einziger Zweig zu sehen, doch mittlerweile gibt es mehrere Zweige und in diesem Jahr trägt die Wildrose auch wunderhübsche zarte Blüten. Allerdings trägt sie auch ein sehr pieksiges Stachelkleid. Zu den häufigsten Wildrosen gehört die Rosa canina, besser unter dem deutschen Namen Hundsrose bekannt. Die Rose findet man wildwachsend an Feldrändern und Böschungen. Aus Europa stammende Wildrosen werden alle als einheimische Art bezeichnet. Alle Wildrosen sind einmalblühend und bilden eine einfache Blüte, hier bei uns im Hof, ist die Blüte zart rosafarben. Je nach Sorte erreichen die Wildrosen Wuchshöhen zwischen 100 und 300 cm. Wildrosen sind ökologisch sehr nützlich. Die meist undurchdringliche Bestachelung der Wildrosen bietet kleinen Tieren und Vögeln einen guten Schutz. Die wohlschmeckenden großen Hagebutten einiger Wildrosenarten eignen sich hervorragend für viele vitaminreiche Hagebuttenrezepte. Ein weiterer Vorteil der Wildrosen ist ihre Robustheit, oftmals tolerieren oder bevorzugen diese Rosen sogar halbschattige Lagen. Auch scheinen sie nicht besonderen Wert auf einen guten Boden zulegen, denn unsere Wildrose wächst in einer Spalte zwischen zwei Bodenplatten. Wildrosen werden in der Naturheilkunde gegen zahlreiche Beschwerden eingesetzt.
Donnerstag, 29. Mai 2014
Bier holen
"Mama?!", mein Großer guckt mich treuherzig an, "Kannst du mir einen Gefallen tun und für den Papa zum Vatertag sein Lieblingsbier kaufen?! Ich bekomme doch noch keines!". Ich schaue meinem großen Sohn in die Augen (ja, das geht tatsächlich schon. Er ist sogar schon zwei Zentimeter größer als ich, was allerdings auch keine Kunst ist.. lach!): "Was für ein Bier meinst du denn?". "Das, wo man die Limette reinsteckt!", er nickt bestimmt, "Ja?! Und dann auch noch eine Limette!". Immer noch schaut er ganz lieb. Ich nicke ergeben. Schnell beugt er sich vor, drückt mir einen Kuss auf die Wange und sagt flugs: "Danke!". Dann dreht er sich grinsend um und ward erstmal nicht mehr gesehen.
Mittwoch, 28. Mai 2014
Frau Amsel
Schaut mal, wer da in ihrem fertigen Nest sitzt! Frau Amsel scheint endlich mit ihrem Zuhause zufrieden zu sein und nun wird gebrütet. Ich bin schon ganz gespannt auf die kleinen Amselkinder. Herr Amsel ist übrigens ziemlich aufgeregt, ständig hüpft er in die Hecke und mir scheint es, als ob er seiner Frau kleine Leckerbissen zusteckt.. lächel! Wie niedlich!!
Dienstag, 27. Mai 2014
Hüftsteak mit Tomatentopping
ZUTATEN
2 Steak, Hüftsteaks á 150 g
2 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer
50 g getrocknete Tomaten, in Öl
2 rote Zwiebeln
1 TL Zucker
50 ml Brühe
1 EL Balsamico
125 g Kirschtomaten
ZUBEREITUNG
Hüftsteaks abspülen und mit Küchenkrepp trocken tupfen. Das Olivenöl in einer Pfanne stark erhitzen und die Steaks darin von beiden Seiten etwa 3 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen und in Alufolie verpackt warm halten. Tomaten in einem Sieb abtropfen lassen und grob hacken. Die Zwiebeln abziehen und in feine Ringe schneiden. Zwiebelringe im Bratfett anbraten, mit Zucker bestreuen und karamellisieren lassen. Die Tomatenstücke und kurz mitdünsten. Brühe zugießen, aufkochen und mit Salz, Pfeffer und Balsamessig abschmecken. Tomaten-Zwiebel-Soße auf die Hüftsteaks geben und mit den Cocktailtomaten anrichten. Dazu: Baquette und Salat.
Verwundert stehe ich vor der geschlossenen Küchentür. Vorsichtig drücke ich die Klinke runter und lunkere in die Küche. "Tür zu!", ruft mein Göttergatte leicht erbost, "Und nehm' den Hund mit! Ich wollte dich doch überraschen!". Schnell tue ich, wie mir geheißen und grinse in mich hinein. Ein paar Minuten später sitze ich am Esstisch und mein Göttergatte kredenzt mir erwartungsvoll lächelnd ein Hüftsteak von aller erster Güte. Mmmhhh..!! Nach so langer Zeit mal wieder ein Stück Fleisch ist echt nicht zu verachten. Vegetarier werde ich wohl nie.. seufz!!
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