Ich hör' den Regen dreschen
Und übers Pflaster fegen.
Der Regen scheint besessen
Und will die Welt auffressen.
...
(Max Dauthendey)
Mittwoch, 30. Juli 2014
Dienstag, 29. Juli 2014
Apfelmus mit Reibekuchen
"Die mag ich aber nicht so essen!", mein Großer hält prüfend einen Frühapfel in den Händen, "Guck mal, Mama! Da sind so kleine braune Punkte.". Ich schaue mir unsere ungespritzten Äpfel genauer an und sage: "Das ist doch nicht schlimm, das schneiden wir einfach ab.". Mein Großer verzieht das Gesicht. "Wir könnten aber auch Apfelmus daraus machen!", überlege ich laut. "Au ja! Apfelmus mit Reibekuchen!", mein Großer grinst mich frech an. Er stöhnt auf und fällt gespielt in sich zusammen: "Oh, jetzt habe ich aber Hunger!!". Ich grinse erheitert zurück. So, so: Apfelmus mit Reibekuchen. Und da dachte ich immer, es heißt Reibekuchen mit Apfelmus. So kann man sich täuschen.. lach!!
Apfelmus ungeschält (Thermomix)
ZUTATEN:
1 kg ungespritzte & ungeschälte Äpfel
100 ml Wasser
100 g Zucker
etwas Vanillezucker
einige Spritzer Zitrone
(wer mag, kann auch etwas Zimt hineingeben)
ZUBEREITUNG:
1 kg Äpfel in Stücke schneiden (Kerngehäuse, Stiel und braune Punkte entfernen). Wasser, Zucker und Zitrone dazu. 10 Sek. / Stufe 5 zerkleinern. Danach 20 Min. / 100°C / Stufe 1 und im Anschluss 25 Sek. / Stufe 8.
Übrigens: Wenn das Mus fertig gekocht und abgeschmeckt ist, fülle ich es kochend randvoll in saubere Twist-off-Gläser und schraube sie sofort zu. Diese Methode geht bei allen Obstsorten und hält ein gutes Jahr.
einige Spritzer Zitrone
(wer mag, kann auch etwas Zimt hineingeben)
ZUBEREITUNG:
1 kg Äpfel in Stücke schneiden (Kerngehäuse, Stiel und braune Punkte entfernen). Wasser, Zucker und Zitrone dazu. 10 Sek. / Stufe 5 zerkleinern. Danach 20 Min. / 100°C / Stufe 1 und im Anschluss 25 Sek. / Stufe 8.
Übrigens: Wenn das Mus fertig gekocht und abgeschmeckt ist, fülle ich es kochend randvoll in saubere Twist-off-Gläser und schraube sie sofort zu. Diese Methode geht bei allen Obstsorten und hält ein gutes Jahr.
Montag, 28. Juli 2014
Zeit der Schmetterlinge
Mit der Mitmach-Aktion "Zeit der Schmetterlinge“ vom 25. Juli bis 3. August 2014 will der NABU herausfinden, wie viele Falterarten es überhaupt noch in Stadt und Land gibt.
Das haben wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen und begaben uns gestern auf die Pirsch. Besonders viele Schmetterlinge haben wir gestern Nachmittag bei Sonne und Wolken und hochsommerlichen Temperaturen auf dem Sommerflieder und dem Wasserdost gefunden.
Es waren dabei: zwei Große Kohlweißlinge, ein Kleiner Kohlweißling, zwei Zitronenfalter, drei Kleine Füchse und ein strubbeliger Distelfalter (und unzählige Bienen).
Beobachtungszeitraum: 1,5 Stunden
Eure Ergebnisse könnt Ihr per E-Mail bis zum 18. August 2014 an Schmetterlingszeit@NABU-Krefeld-viersen.de senden.
Und wer noch Hilfe braucht, um die Schmetterlinge zu bestimmen, der kann hier mal schauen.
Viel Spaß beim Zählen!!
Gerda
Es gibt ein Huhn (also, eines von den letzten Küken) in meinem Stall, das sollte den Namen Elisabeth tragen. Doch jedesmal wenn ich es sehe, muss ich an eine alte Freundin denken. Diese Henne trägt mit der gleichen Würde ihren hübschen Kopf, wie meine ehemalige Freundin. Auch überragt sie die anderen Hühner um einige Zentimeter und schwenkt ihren etwas zu runden Körper in gleicher Art und Weise (nicht, dass ich das verurteilen dürfte!). Auch heute nachdem ich die fröhliche Bande versorgt hatte, fiel mir wieder auf, mit welcher gleichen Eleganz sich diese Henne bewegt. Ja, geradezu königlich! Still stand ich am Hühnerstall und fasste einen Entschluss: dieses Huhn soll Gerda heißen.
Liebe Gerdi! Falls Du irgendwie, irgendwann (warum auch immer!) auf meine Seite stößt und diesen Post liest, sei nicht bös'! Es ist ein wahrlich schönes Huhn!!
Liebe Gerdi! Falls Du irgendwie, irgendwann (warum auch immer!) auf meine Seite stößt und diesen Post liest, sei nicht bös'! Es ist ein wahrlich schönes Huhn!!
Sonntag, 27. Juli 2014
Ballonschiffchen
"Mama, guck mal! Wie das neue Schiffchen flitzen kann!", mein Kleiner kringelt sich vor Lachen und auch ich amüsiere mich prächtig. "Es sieht aus, als würde es pupsen!", mein Kleiner ist hin und weg. Während das pfiffige Ballonschiffchen über das klare Wasser saust, ploppen große und kleine Blubberblasen an die Wasseroberfläche. Kurz bevor der rote Ballon ganz schlapp macht, gibt das Schiffchen einige pupsende Geräusche von sich. "Auch das noch!", ich kichere vergnügt und mein Kleiner hält sich vorsichtshalber die Nase zu.
Samstag, 26. Juli 2014
Blutweiderich
Der Blutweiderich (Lythrum salicaria), auch 'Stolzer Heinrich' genannt, fällt auf unserer Wildkräuterwiese alleine schon durch seine Höhe und durch die kräftige, lila Farbe seiner Blüten auf. Es ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die eine Höhe von zwei Metern und eine Breite von anderthalb Metern erreichen kann (so groß ist die Pflanze bei uns allerdings noch nicht, aber 140 cm erreicht sie schon!). Der Blutweiderich besitzt ein Rhizom, das überwintert und aus dem im Frühjahr neue Stängel heranwachsen. Die Laubblätter sind schmal-lanzettlich bis oval. Der Blütenstand des Blutweiderichs ist ährenförmig und kann sich aus über hundert Einzelblüten zusammensetzen. Witzig ist, dass die Pollen unterschiedlich gefärbt sind: es gibt grüne, gelbe und kleine weiße Pollenkörner. Man findet ihn in alten Bauerngärten, Teichrändern und feuchten Wiesen (ob er deshalb seinen Platz an unserer mit Wasser gefüllten Zinkwanne gewählt hat?). Die Blütezeit ist von der zweite Hälfte im Juni bis zur ersten Hälfte im September. Traditionell wurde der Blutweiderich als Heilmittel bei Durchfällen und der Ruhr verwendet. Desweiteren wurde er wegen seiner blutstillenden Eigenschaften zur Heilung von Wunden eingesetzt, ebenso in der Frauenheilkunde bei starken Monatsblutungen. Aufgrund seines hohen Gerbstoffgehalts wurde Blutweiderich auch zum Gerben von Leder verwendet. Holz und Seile wurden mit seinem Saft imprägniert, um Fäulnis im Wasser zu verhindern. Eine Kräuterexpertin vom NABU hat uns mal bei einer Exkursion erklärt, dass die Pflanzen immer an den richtigen Orten zu finden sind. Sie würden gerne dort sein, wo sie gebraucht werden. Ob der Blutweiderich zu uns gekommen ist, da mein Göttergatte auch gerne mit Leder (punzieren) arbeitet? Vielleicht soll ja jetzt auch noch das Gerben hinzu kommen.. wer weiß!!
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