Der kleine Eschenwald liegt noch fast schweigend vor uns als der Ruf mehrerer Aaskrähen vom nahen Feld herüber schalt und ein gefiedertes grünes Eschenblatt sanft auf den Boden segelt. Auf der vom Tau überzogenen Weide steht eine Herde Ponys im kühlen Morgennebel und rupft kaum hörbar die noch saftig grünen Halme ab. Während die Oktobersonne erwartungsvoll im Osten aufgeht, greift die morgendliche Kälte durch die Lagen mehrerer Kleidungsstücke. Ich fröstele und nehme mir dringend vor, meine Wintersachen in das untere Regal meines Schrankes zu legen. Ein Stück weiter des Weges tanzen verblühte Stängel einer wilden Wiese im frischen Morgenwind. Einige Stängel sind so hoch, das sie über meinem Kopf reichen. Plötzlich hält Julie, meine hübsche Hündin, inne. Ihre Nase zuckt immer wieder von links nach rechts. Anscheinend riecht sie etwas was nur von ihr wahrgenommen werden kann. Denn außer dem schweren Pferdegeruch, dem erdigen Waldboden und der kühlen Frische der Tautropfen kann ich nichts besonderes bemerken. Mein Blick bleibt an einem silbrig glänzenden Spinnennetz hängen und ich halte glücklich lächelnd den Anblick des feinen Gespinstes mit meiner Kamera fest. Das ist ein Morgen, der in meinem Herzen bleibt.
*Krähenwinkel -niederrheinische Mundart






























































