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Montag, 23. September 2013

Katzensabber











"Miau!", unsere Katze Bremse schleicht mir um die Beine. "Na, Bremse! Was ist los?!", frage ich sie leise und bücke mich, um sie zu streicheln. Eine kurze Schmuseeinheit und dann will ich weiter prusseln. Heute ist ein warmer Novembertag im September. Es will einfach nicht hell werden und der Tag bleibt trübe. Schon längst hat mein Göttergatte in unsere rostigen Gartenstele ein kleines Licht entfacht und auf dem Gartentisch stehen zwei Teelichter in roten Gläsern. Direkt daneben liegt mein Buch und wartet darauf, dass ich es weiter lese. Aber zuerst muss noch einbissel geprusselt werden. Hier eine verblühte Blüte ab, da ein Unkraut gezupft und dort die Sommerblumen gegen Herbstblumen ausgetauscht. Wer einen Garten hat, versteht was ich meine. Doch meine kleine Katzin ist da ganz anderer Meinung! Immer wieder streicht sie mir um die Beine und schnurrt und mauzt, was das Zeug hält. "Miau! Schnuurrrr!", Bremse reibt sich an meinen Beinen. Seufzend gebe ich ihr nach. Denn ja, ich weiß, was sie will. Ich setze mich in meinen Gartenstuhl und kaum sitze ich, hüpft Bremse schon leichtfüßig auf meinen Schoss. Das Schnurren wird lauter und ich werde leicht "durchgetrettelt". Endlich findet sie die richtige Position und lässt sich auf meinen Schoss nieder. Genießerisch schließt sie die Augen und meine Hand streichelt, wie von selbst, die kleine Katze. Das Schnurren wird noch intensiver und vor lauter Wonne tröpfelt jetzt auch noch Katzensabber auf meinen Pulli. "Iiihh!", seufze ich leise, greife mit der anderen Hand nach meinem Buch und ergebe mich meinem Schicksal.

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