Mittwoch, 4. Februar 2026

Garten in Salbeigrün (oder "Minnie auf Abwegen!")



Beschwingt laufe ich im Sonnenschein durch unseren Garten. Sieben Grad sind es heute und es weht ein kräftiger Ostwind. Jedes noch so kleines Fleckchen Schnee ist geschmolzen und das feiern anscheinend die Spatzen in der dichten Koniferen-Hecke unseres Nachbarn. Was für ein Gezwitscher! Ich grinse leise vor mich hin und laufe hinter meiner hübschen Hündin Julie her, die plötzlich abrupt stehen bleibt und sich nach mir umschaut. "Nanu, was hat sie denn bloß?", denke ich nur für mich und gehe etwas schneller. Erschrocken bleibe ich stehen und sehe ein Federbündel direkt neben der alten Zinkwanne liegen. "Oh, nein!", rufe ich aus, als ich das Gefieder meiner kleinen Antwerpener Bartzwerghenne Minnie erkenne. Doch was ist das? Beim genauen Hinschauen sehe ich wie sich die kleine Minnie im Dreck suhlt und sich immer wieder Erde über ihren zarten Körper wirft. Ganz offensichtlich genießt sie ihr Sandbad sehr. Erleichtert seufze ich auf. Zum Glück geht es ihr gut. Doch Moment mal! Warum ist sie überhaupt im Garten unterwegs? Es herrscht doch noch Aufstallpflicht wegen der Vogelgrippe. Da muss doch jemand die Tür vom Stall nicht ganz geschlossen haben. Stirnrunzelt gehe ich zum Hühnerhaus und umrunde es suchend. Nein, die Tür ist fest zu. Dann sehe ich es, dass ein Nagetier versucht hat in den Stall zu kommen und ein Loch in die Stallecke gemacht hat. Da Minnie die kleinste Henne im Stall ist, hat sie direkt die Chance ergriffen und einen kleinen Ausflug in den Garten unternommen. Ach, ich verstehe das so gut. Mir tut das Federvieh sehr leid! Schon seit Wochen dürfen sie nicht durch den Garten laufen. Ich lasse Minnie noch einen Moment ihr Badeglück und betrachte unsere Hochbeete. Karg und leer stehen sie vor unserem kleinen Wäldchen, direkt neben dem Hühnerstall, nur die kräftige Salbeipflanze sticht aus dem mittleren Beet heraus. Sie gibt dem Garten eine frische Farbe und es scheint in diesem Augenblick als ob sich der Winterhimmel anpassen wollen würde.

Liebe Gartengrüße, Nicole

12 Kommentare:

  1. Die armen Hühnern sitzen immer noch fest. Diese Vogelgrippe ist schrecklich! Liebe Grüße aus der Nachbarschaft, Beate

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  2. Selbst ohne Schnee und ohne Grün in deinem Garten- deine Fotos sind wieder so verwunschen schön!
    GLG
    Astrid

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  3. Sonnenschein, Schnee geschmolzen, wie ich beneide. Hier oben herrschen Minusgrade plus ein eisiger Ostwind fegt über alles her und läßt alles gefrieren. Und auch diese Woche soll es nicht besser werden. Solche schönen Gartenmomente wünsche ich mir sehr. Danke für den schönen Beitrag. Herzlichst Kirsten💜

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  4. Das ist für die Freiheitgewöhnten Hühner eine schlimme Sache.
    Hier scheint es vorbei zu sein mit der Vogelgrippe. Ich bin gespannt wie es wird, wenn die Kraniche und Gänse zurück kommen.
    LG
    Elke

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  5. Liebe Nicole,
    ich kann es Minnie nicht verdenken, dass sie die Gelegenheit genutzt hat. Wer ist denn schon gerne eingesperrt. Herrlich Deine Bilder - so schön verwunschen wie in einem Zauberwald.

    Salbeigrün oder die verschiedenen Grüntöne sind in diesem Halbjahr hier ein großes Thema. Das Brautpaar wünscht sich diese Naturtöne zur Hochzeit. Die Brautjungfern sind schon eingekleidet in grün. In den nächsten Wochen werden dann auch wir auf der Jagd nach "Grün" sein....lach.

    Liebe Grüße in den Mittwochmittag

    Monika

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  6. na so was .. so eine kleine Ausreißerin ;)
    sie hat die Gunst der Stunde genutzt ..
    es ist ja nich verständlich für sie warum sie nicht raus dürfen
    hoffentlich ist es bald vorbei
    schöne Bilder zeigst du aus dem Garten
    wir hatten gestern Schnee.. aber es taut
    liebe Grüße
    Rosi

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  7. Servus Nicole, ein ordentliches Huhn braucht trotz allen Umständen auch ein "Vollbad" und es hat die Gelegenheit genützt. Hahaha gscheites Mädl.
    LG aus Wien

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  8. Wie gut dass der Minnie nix passiert ist liebe Nicole. Ach menno das tut mir leid dass sie nicht raus können wo sie doch so gerne im Sand baden und Körner picken wollen. Hier herrscht keine Stallpflicht denn ich war gestern erst bei den Hühner hier und die haben mich mit einem lauten Gooog begrüßt.

    Liebe Grüße
    Kerstin und Helga

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  9. Die Stallpflicht ist wirklich wirklich besch...eiden. Hart für Federvieh und ihre Besitzer/innen.
    Gemeines Nagerchen, einfach mal fix was zu zernagen. Auch wenn die kleinste Henne damit so einen feinen Ausflug hatte.
    Oh, ich hoffe sehr, mein Salbei wird den Winter auch überleben.
    Liebe Grüße
    Nina

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  10. Moin liebe Nicole,
    och man ...ich finde es auch so traurig das, dass Federvieh jetzt schon seit Wochen eingesperrt sein muss. Da kann ich Minnie sehr gut verstehen das sie gleich die Gelegenheit genutzt hat.
    So schöne Bilder von deinem Garten.
    Liebe Grüße
    Birgit

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  11. Zum Glück hat der Nager seinen Einbruch nicht geschafft und auch Minnie ist nichts passiert! Das die armen Hühnchen schon so lange eingesperrt sein müssen ist wirklich arg. Da versteh ich Minnie schon sehr gut.
    Auch hier zwitschern die Vögel schon ganz fleißig, ich hoffe sie pfeifen den Winter schnell weg. Es ist schön sie wieder so lebhaft zu hören.
    Deine Bilder sind allesamt richtig schön.
    Liebe Grüße
    Claudia

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  12. ...ach ja, die Hühner lieben das Sandbad, liebe Nicole,
    und es ist wirklich blöd, dass sie bei euch nicht raus dürfen -auch wenn es ja zu ihrer eignen Gesundheit ist...pfiffig, die Kleine, die die Gelegenheit ergriffen hat...dein Kommentar bei mir lässt mich befürchten, dass die Neujahrsgrußkarte nicht bei dir angekommen ist, obwohl ich sie bis in euer Verteilzentrum verfolgen konnte...dann versuche ich es auf jeden Fall mit einer Februarkarte nochmal, dauert aber noch ein bisschen...

    liebe Grüße Birgitt

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