
"April, April, he weet selver nich, wat he will."
Übersetzung: "April, April, er weiß selbst nicht, was er will."
Der April gilt am Niederrhein als launischer Monat, in dem Sonne, Regen, Wind und sogar Schnee sich in kurzer Folge abwechseln. Der Name kommt vom lateinischen “aperire” (öffnen), da die Natur sich nun öffnet und Büsche und Bäume austreiben. Die Bauern beobachteten das Wetter im April besonders genau, denn ein später Frost konnte Blüten und junge Saat gefährden. So entstand die Redewendung, die den unberechenbaren Charakter dieses Übergangsmonats treffend einfängt.
Herkunft: Mündlicher Gebrauch am Niederrhein seit dem 19. Jahrhundert.
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Willkommen zu meinem Jahreszeiten-Begleiter:
Die 12 Monate in Redewendungen vom Niederrhein
Guten Morgen, meine Lieben, in meinem neuen Blogprojekt nehme ich Euch mit auf eine ganz besondere Reise durch das Jahr und zwar mit den traditionellen Monatsreden und Sprüchen, die hier am Niederrhein in Mundart überliefert sind. Jeder Monat hat seine eigene Stimmung, seine typischen Wetterkapriolen, seine Landwirtschaftszeiten und seine festlichen Bräuche. Diese vielschichtige Verbindung von Natur, Alltag und Sprache zeigt sich wunderbar in den alten Redewendungen, die ich für Euch gesammelt, übersetzt und mit Erklärungen versehen habe. Doch bevor wir starten, möchte ich kurz etwas zur Sprache sagen: Der niederrheinische Dialekt ist eine lebendige Ausdrucksform, die über viele Generationen hinweg gepflegt wurde. Er klingt weich, melodisch und oft ein wenig "singend". Seine Wörter und Wendungen tragen Spuren des Niederländischen und Rheinischen in sich: ein spannendes Zeugnis der Grenznähe und der bewegten Geschichte unserer Region. Viele ältere Menschen hier können diesen Dialekt noch fließend sprechen, doch selbst wer ihn nicht mehr alltäglich nutzt, erkennt in ihm sofort Vertrautheit, Heimat und Wärme.
Ihr findet hier jeweils:
- Die mundartliche Redewendung des Monats, so wie sie seit dem 19. Jahrhundert mündlich überliefert wird,
- Eine genaue Übersetzung ins Hochdeutsche für vollständiges Verständnis,
- Eine Erklärung, die Herkunft und Bedeutung des Spruchs beleuchtet,
- Und natürlich die saisonale Atmosphäre, in der die Aussage ihren Ursprung hat.
Mit dieser Reihe möchte ich Euch nicht nur eine Sprache und Kultur näherbringen, sondern auch die Rhythmen und Traditionen eines Naturjahres am Niederrhein erlebbar machen. Es ist eine Einladung, die Jahreszeiten bewusster wahrzunehmen und die kleinen Zeichen der Natur zu sehen: von frostigen Januartagen über die ersten Blüten im Mai bis zum wohligen Kerzenschein im Dezember. Begleitet mich auf diesem Weg! Taucht ein in die Sprache, die Landschaft und die Jahreszeiten, spürt mit mir gemeinsam das Leben hier am Niederrhein in all seinen Facetten und lasst Euch inspirieren für eure eigene Jahreszeitengestaltung.
Van Hart’n willkamen bi mi!
Dat Niköleken
Verlinkt mit: *Jahresprojekt 2026*
Archivbild: 07. April 2021
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