Goldglänzend wiegen sich die Ähren im lauen Sommerwind und in der Ferne ist das Brummen der Traktoren und das Muhen der Kühe zu hören. Hoch über unseren Köpfen fliegen laut rufend ein paar Mauersegler und die Sonne brennt heiß vom strahlend blauen Morgenhimmel herab. Es ist Hochsommer. Mein Göttergatte und ich schlendern müßig mit unserer Hündin Julie einen staubtrockenen Feldweg entlang. Plötzlich nehme ich eine kleine Bewegung im Getreide neben uns wahr. "Leine bitte Julie an!", flüstere ich meinem Göttergatten zu und mache eine kleine unscheinbare Bewegung mit meinem Kopf, "Da im Feld steht ein Rehkitz.". Mein Göttergatte sieht mich erst ungläubig an und ruft dann aber leise unsere Hündin zu sich. Mit einer geschickten Handbewegung legt er ihr die Leise-Leine um und befielt ihr stumm Platz zu machen. "Tatsächlich!", bestätigt er leise und lächelt mich warm an. "Ist das süß!", kommentiere ich immer noch flüsternd und kann mich gar nicht satt sehen. Doch unsere Julie wird ungeduldig und bevor wir das kleine Reh aufschrecken, gehen wir langsam weiter. Kaum sind wir ein paar Meter weiter ist das Keckern eines Fasanes zu hören. Sein roter Kamm leuchtet schon von Weitem. "Sieh nur!", jetzt ist es an meinem Göttergatten auf den prachtvollen Vogel aufmerksam zu machen, "Dort hinten läuft er.".
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