Sonntag, 7. Juli 2019

Antigravitationskonfitüre (oder "Rote-Beeren-Konfitüre)


Mein Großer läuft durch die Küche um in den sonnigen Garten zu gehen und hält mit einem Mal inne. Er greift mit zwei Fingern nach einem Glas voll mit abkühlender Konfitüre aus frisch geernteten Himbeeren, Brombeeren und Walderdbeeren, hält sie hoch und lacht breit meinen Göttergatten an: "Papa, guck mal! Mama hat doch heute tatsächlich Antigravitationskonfitüre gemacht! Da kann man bestimmt Raumschiffe mit zum Fliegen bringen!". Mein Göttergatte lacht laut zurück und drückt mir einen dicken Schmatzer auf die Wange: "Ich sag's ja immer wieder. Deine Mama ist einfach toll!". 


ZUTATEN
  • 500 g Himbeeren, Brombeeren und Walderdbeeren
  • 250 g Gelierzucker 2:1

ZUBEREITUNG

Himbeeren, Brombeeren und Walderdebeeren in den Mixtopf geben und 5 Sek./Stufe 5 zerkleinern. Gelierzucker 2:1 zugeben und ca. 13 Min./100°/Stufe 2 kochen. Gelierprobe machen! Die Konfitüre in heiß ausgespülte Schraubgläser füllen, verschließen und 5 Minuten auf die Deckel stellen.



Dienstag, 18. Juni 2019

Donnerstag, 6. Juni 2019

Insektensommer 2019 - (oder "Fressen und gefressen werden")


Habt Ihr Lust wieder bei einer bundesweiten Naturschutz-Studie mitzumachen? Dann habe ich hier eine Idee für Euch! Die Aktion "Insektensommer" vom NABU. Ihr müsst nur wieder (vom 31. Mai - 09. Juni und vom 2. - 11. August) Eure Umgebung eine Stunde lang gut beobachten und alles was summt und brummt zählen. Egal ob Blattlaus, Fliege oder Schmetterling ­– jeder Sechsbeiner kann gemeldet werden, denn die kleinen Krabbeltiere sind unverzichtbar für unser Ökosystem. Sie alle tragen zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. Doch leider ist die Anzahl der Insekten deutlich zurückgegangen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden, die Ausräumung der Landschaft oder schlicht die "moderne" Gartengestaltung sind nur einige Gründe für den Insektenschwund. Also, ich bin gespannt, was wir alles so finden werden. Ihr auch?!

"Insektensommer": >hier<
"Basisinfos": >hier<
"Zählhilfe" (PDF): >hier<


NUA: 
"33 Krabbeltiere - Artenvielfalt in NRW": >hier<


Kalle, ein Braunbrust-Igel und unser Pflegekind aus dem letztem Jahr hat sich an den letzten Abenden immer wieder mal zu uns gesellt. Ganz ungeniert ist er an uns und unserer Hündin Julie vorbei gelaufen und sein lautes Schmatzen war ab und an durch den dämmrigen Garten zu hören. Er ist wohl umgezogen und wohnt nun unter einem Holzstoß an meinem neuen Lieblingsplatz. Wusstet Ihr, dass der Braunbrust-Igel (Erinaceus europaeus) zur Ordnung der Insektenfresser gehört? Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv und haben ein breites Nahrungsspektrum: Sie fressen Laufkäfer, Regenwürmer, Ohrwürmer, Schnecken, Hundert- und Tausendfüßer, Spinnen, Larven von Nachtschmetterlingen und sonstige Insekten. Genau das wird wohl der Anlass gewesen sein, dass Kalle in unserer Nähe geblieben ist. Denn im Gegensatz zu den Gärten in der Nachbarschaft wird er in unserem naturbelassenen Garten hoffentlich satt werden können. Meint Ihr nicht auch?


Ergebnis der Zählung:

Pinselkäfer: 1
Langfühlerschrecke: 2
Feuerwanze: 17
Lederwanze: 3
Schmeisfliege: unzählig
Schlupfwespe: 2
Erdhummel: unzählig
Steinhummeln: unzählig
Biene: unzählig
Ameisen: unzählig
Ohrenkneifer: unzählig
Asiatische Marienkäfer: 7
Keine Schmetterlinge ;(

Guten Appetit, Kalle!
Nackschnecken: unzählig
Schnirkelschnecken: unzählig 
Tigerschnegel: einige


Die Nachmeldefrist läuft bis zum 16.06.2019!

Donnerstag, 23. Mai 2019

Ein neuer Lieblingsplatz im Garten



Erinnert Ihr Euch noch an unseren alten Hausbaum? Eine Zeder stand bis Anfang letzten Jahres mitten im Hof und erfreute jeden Gast, der durch das Hoftor in den Garten kam. Doch nun ist nur noch der Baumstumpf übrig geblieben und um den Stumpf ist ein wildes Allerlei entstanden. Da wachsen zwischen Efeu und Girsch Himbeeren und Wald-Erdbeeren. Akeleien in vielen Farben nicken mit ihren zarten Blütenköpfe im Wind, Farne rollen sich gerade vorsichtig aus und ein Teppich aus Storchschnabel macht den Platz behaglich. Einige Hortensien und unser alter Rhabarber stehen in Kübeln und warten momentan geduldig auf einen neuen Platz. Zinkwannen gefüllt mit Günsel, Nelken und Currykraut warten auf ihre Blütezeit und drei Geranien aus dem Discount-Müllcontainer hoffen auf ein erfülltes Blumenleben. Eingefriedet zwischen Gartenschuppen, Efeuzaun und Hausecke steht nun unser alter Holztisch am Rande der wilden Oase. Von hier aus kann man einen Blick auf die noch nicht erblühten Stauden, wie Fingerhut, Stockrosen, Klatschmohn und Lupinen erhaschen. Unsere alte Fasspumpe, gefüllt mir Regenwasser, steht einsatzbereit in der Mitte des idyllischen Fleckchen. Überschattet wird ein kleiner Teil des Platzes von einer jungen Rosskastanien, die in ihrem Leben erst zum zweiten Mal blüht. Was nur ein vorläufiges Provisorium sein sollte, ist in den letzten Wochen zu meinem Lieblingsplatz geworden. Hier zu sitzen, dem Summen der Insekten und dem Zwitschern der Vögel zu lauschen, lässt mich zu Ruhe kommen, schenkt meiner Seele Kraft und manchmal sogar einen Funken Hoffnung.

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