









Versonnen blicke ich auf die plätschernden Wellen, die stetig gegen das sandige Ufer stoßen. Jedesmal wenn ein Schiff vorüber fährt, zieht sich das Wasser zurück und ein gefährlicher Sog entsteht. Nicht umsonst ist es verboten im Rhein schwimmen zu gehen. Zu Kindertagen meines Vaters war das noch anders. Zu jener Zeit sind die jungen Burschen von der Eisenbahnbrücke zu Duisburg in den Rhein gesprungen und hatten ihren Spaß daran. Heute würden sie es nicht überleben. Während ich meinen Erinnerungen nachhänge fährt ein nicht enden wollendes Gastankschiff rheinaufwärts, dann noch eines und noch eines. Ob wohl so die Gasspeicher auch aufgefüllt werden können und sollen? Ich habe keine Ahnung. Ich schüttle mich, sowohl körperlich als auch innerlich. Heute will ich nicht an die Schrecken dieser Welt denken. Ich halte mein Gesicht in die Frühlingssonne und genieße mein windstilles Plätzchen. Meine Hand greift nach einigen hübschen Steinen und Muscheln und ich komme mir vor, als ob ich in Dänemark am Strand wäre. Herrlich! "Nicole, kommst du?!", mein Göttergatte wird ungeduldig, "Wir haben noch ein gutes Stück zu laufen!". Ich stehe auf und schon weht mir ein eisekalter Wind ins Gesicht. Mein Blick sucht den Deich ab und sehe ich meinen Mann und unsere hübsche Hündin Julie. Auf geht's! Wir haben noch viel zu entdecken.
Verlinkt: *Natur-Donnerstag* von Elke, "Niwobo sucht..." von Nicole, *My Corner of the World* von Betty





































