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Samstag, 31. August 2013

Das Holundersirup-Fiasko

Es ist schon ein paar Jahre her, aber immer, wenn an unserem Holunderbusch die Beeren reifen, muss ich daran denken:
"Ich habe Holundersirup eingekocht, möchtest du ein paar Flaschen?", mein freundlicher Hühner-Nachbar steht lächelnd am Zaun. "Der stärkt die Abwehrkräfte! Und so wie dein Großer letztes Jahr verrotzt war, hat er es echt nötig!" "Da hast du recht, vielen Dank!!" seufze ich und bringe vorsichtig, die noch warmen Flaschen in meine Küche. Und tatsächlich, ich habe den Eindruck der Holundersirup (aus Beeren) hilft. Ein paar Tage später: mein Großer und ich (der Kleine war noch gar nicht auf der Welt.. grins!) sitzen im Esszimmer und frühstücken. Auf einmal ertönt ein fürchterlicher Knall aus der Küche, so schnell ich kann renne ich in die Küche und traue meinen Augen nicht. Alles, aber auch wirklich alles, ist voller Holundersirup. Überall prangen leuchtend rote Holundersirupflecken. Auf dem Boden, an den Wänden, an der Decke, an den Schränken, auch die Fenster und die Vorhänge sind in Mitleidenschaft gezogen. Es ist zum Heulen, und das tue ich auch erstmal: Inmitten der Scherben und dem tropfenden Sirup stehe ich und heule wie ein Schlosshund. Eine Flasche Holundersirup war wohl gegoren!

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