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Montag, 26. August 2013

Handveer




"Waren Sie schon mit de Jongen an de Handveer?", unsere nette, niederländische Nachbarin steht lächelnd vor mir. Ihr knuffiger Jack Russel Terrier "Teddy" wirft sich mir zu Füßen. Ich gehe in die Hocke und kraule ausgiebig sein krauses Fell. "Handveer?!", ich schaue die alte Dame fragend an, "Eine Fähre?!". Unser Nachbarin nickt: "Ja, da müssen de Jongen selber mit den Händen auf die andere Seite kommen!" Die alte Dame gestikuliert eifrig. "Nein, da waren wir noch nicht!", antworte ich grinsend, denn Teddy schmeißt mich vor lauter Aufmerksamkeitserhaschen  fast um. Eine genaue Wegbeschreibung seitens seines Frauchens folgt. Da sowieso kein Strandwetter ist (ja, na gut: Strandwetter ist immer!), machen wir uns auf den Weg. Und nach gut einem Kilometer ist es dann soweit, die Fähre ist erreicht. Die Jungs sind entzückt, und auch wir Erwachsenen haben unseren Spaß daran. Direkt beim ersten Mal bleibt die Fähre stecken und mein Großer muss ziehen was das Zeug hält. "Ich glaube, dass dauert hier noch länger!", ein wartender Fahrradfahrer verzieht ungeduldig das Gesicht. Schließlich wendet er sein Rad, das prompt im Schlamm wegrutscht, und nimmt leicht verärgert eine andere Strecke. Währenddessen rüttelt und zieht mein Großer, der alleine auf der Fähre steht, an dem Seil herum, bis sich die Fähre endlich wieder löst. Seine Wangen werden rot vor Anstrengung, aber sein Gesicht strahlt vor Aufregung. Und dann fluppt es: Alle auf der Fähre, zu zweit, zu dritt, zu viert, zu fünft oder alleine. Die Fähre muss ständig hin und her. Was für ein kleines Abenteuer! Genau das Richtige für meine kleinen Entdecker!

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