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Samstag, 19. Oktober 2013

Ach, du Schreck - ein Hahn ist weg.

"Oh, nein! Ich habe die Hühner vergessen!", alarmiert schaue ich meinen Göttergatte an. "Waren die Hühner heute draußen?", mein Göttergatte sieht mich fragend an. "Ja, waren sie. Die Sonne schien so schön, da konnte ich nicht verstehen." "Mmm..", mein Göttergatte schiebt eine Augenbraue nach oben, "Hatten wir nicht gesagt, die Hühner bleiben erstmal drin." "Ja!", gebe ich kleinlaut zurück. "Und Berta?", mein Göttergatte zieht eine Jacke an. "Die durfte auch mal raus. Aber sie wollte nicht zu den anderen Hühnern. Ich glaube, die mag die Anderen echt nicht leiden!", plappere ich, mein schlechtes Gewissen überspielend. "Wir brauchen wohl eine Taschenlampe, oder?", mein Göttergatte schaut nach draußen in den dunklen Garten. Es ist 20.00 Uhr, und dunkel wie die Nacht. Gemeinsam stapfen wir durch die feuchte Wiese, der Lichtkegel der Taschenlampe jagt einige Tauben auf und man kann unseren Atem dampfen sehen. Am Hühnerhaus angekommen, leuchtet mein Göttergatte in das Außengehege. Hanni, Nanni, Trude, Trine und Gustav sitzen brav auf ihrer Stange und schlafen. Berta und Holger sind nicht dabei. Mein Göttergatte beleuchtet den Quarantänestall und man kann Berta erkennen, wie sie vor sich hin nickerd. Von Hahn Holger keine Spur. Mein schlechtes Gewissen packt mich. Das kann doch nicht wahr sein! Zerknirscht schaue ich meinen Göttergatten an; der sagt nichts, kein Wort. Auf dem Rückweg leuchtet er in jedes Gebüsch, aber nichts: der Hahn ist weg.

1 Kommentar:

  1. Übrigens, das Hähnchen ist wieder da. Hat die ganze Nacht im Freien verbracht und heute Morgen hat es ungeduldig vor dem Törchen gestanden..freu!!

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