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Mittwoch, 25. Dezember 2013

Familiengottesdienst

Draußen stürmt und braust es, aber es ist Zeit aufzubrechen, um zur Kirche zu gehen. Die Kirche ist nicht allzu weit weg, da lohnt es sich nicht sich ins Auto zu setzen. Aber es verhagelt Einem schon einbissel die Laune den Weg im Regen mit starkem Wind zurücklegen zu müssen. Opa eilt wie immer vor. Und die Jungs laufen hinterher. Also beeile ich mich auch, damit die Kinder nicht alleine laufen müssen. Der andere Opa mit Oma geht langsam hinterher, er kann halt nicht schneller. Meine Mutti mag heute nicht mit, sie fühlt sich nicht wohl und mein Göttergatte begleitet uns nur ein Stück weit, denn mit Welpe darf man nicht in Kirche. So zieht die ganze Familie auseinander gerissen in Richtung Kirche. Ich seufze. Unerwartet treffen wir liebe Menschen und der Unmut vergeht langsam. Dann schnell in die Kirche, raus aus dem Regen. Der Gottesdienst beginnt. Wir sitzen in der letzten Reihe, da wir "nur" eine halbe Stunde vor Beginn da waren, aber das macht nichts. Mein Großer lächelt selig links von mir und mein Kleiner kuschelt sich rechts von mir an mich heran. Es ist ein wirklich schöner Gottesdienst, die Kinder aus dem Kindergottesdienst führen ein wirklich gelungenes Krippenspiel auf und auch der Pfarrer hält nur eine kleine zeitgenössische Ansprache in Form einer Geschichte. Immer wieder wird gesungen, und sowohl mein Kleiner als auch mein Großer schmettern mit. Nach der weihnachtlichen Segnung und dem Lied "Oh, du fröhliche..!" ist der Gottesdienst vorbei. Die ganze Familie wünscht sich innig "Frohe Weihnachten!" und wird dann von den rausdrängenden Besuchern zum Ausgang geschoben. Da stehen wir nun im Kirchhof, es regnet immer noch, aber ich möchte wenigstens meiner Freundin noch "Frohe Weihnachten!" wünschen. Die meisten Menschen hasten an uns vorbei und beeilen sich in ihre gute, vor allem trockene Stube zu kommen; verständlicher Weise! Doch hier und da taucht in der Dunkelheit ein bekanntes Gesicht auf und einige Umarmungen und Wünsche zum Fest werden ausgetauscht. Endlich sehe ich meine Freundin und ihre Familie und ein fröhliches "Hallo" tönt über den schon fast geleerten Kirchhof. Glückselig eilen nun meine Jungs und ich unseren anderen Lieben hinterher. Bescherung wir kommen!

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