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Samstag, 8. Juni 2013

Das verrückte Hähnchen



"Brauchen Sie nicht vielleicht auch noch einen Hahn?", der Züchter, der keiner mehr sein will, sieht mich einbissel verzweifelt an. "Wieso? Wollen Sie Einen loswerden?", frage ich amüsiert. "Ja.", gibt er ehrlich zu und zeigt auf einen kleinen, zerrupften, schwarzen und ziemlich nervösen Hahn, "Er ist erst vier Monate alt und er verträgt sich nicht mit den anderen Hähnen. Ständig bezieht er Prügel!" Oh je, das hätte er nicht sagen sollen - Kinder und Tiere in Not - das geht ja gar nicht bei mir! Und schon sitzt das Hähnchen mit im Auto. "Wie heißt der neue Hahn denn, Mama?!", mein Kleiner steht vor dem Hühnerstall. "Fridolin!", sage ich bestimmt, denn so hießen immer alle Hähne bei meinen Eltern (egal, ob groß oder klein, jeder neue Hahn bekam den Namen Fridolin). Natürlich braucht ein so junger Hahn erstmal eine Eingewöhnungsphase. Und Hanni & Nanni (die Beiden sind nicht gerade zart besaitet) machen ihm erstmal das Leben schwer. Auch vor mir hat er Angst, ich darf ihm auf keinen Fall zu Nahe kommen, dann bricht er in Panik aus. Er wirkt wirklich sehr hibbelig. "Mama, das ist aber ein verrücktes Hähnchen!", grinst mein Kleiner. "Ja!" stimme ich ihm lachend zu, "Das ist er wohl!" Bis jetzt hat noch niemand in der Familie ihn bei seinem Namen genannt. Denn seine, ihm sehr eigene Art, hat zur Folge, dass alle nur vom verrückten Hähnchen sprechen. Ich ertappe mich dabei, ihn sogar so zu rufen. Und eines muss man dem Hähnchen lassen, immer wenn ich ihn sehe, bin ich danach sehr, sehr vergnügt.. kicher!

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